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Thema: Telekom & Internet

Kommentar von Markus Ludwin, Nextira One

Fokus Mobility: Voice over WLAN macht mobil

Mobilität ist aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. Die Gründe dafür finden sich in der Evolution mehrerer Komponenten der Informations- und Kommunikationstechnologien.

Robert Ludwig

(Bild: NextiraOne Austria GmbH 2009)

Ein wesentlicher "menschlicher" Aspekt ist, dass Kommunikation durch Mobilität für den Endbenutzer bequemer wird. Wer unabhängig vom Aufenthaltsort auf alle notwendigen Informationen zugreifen kann, verbindet leichter das Angenehme mit dem Nützlichen. Der Vorteil für die Unternehmen: Produktivitätssteigerung und motivierte Mitarbeiter.

Die infrastrukturelle Basis muss für die Integration mobiler Lösungen natürlich gegeben sein. Dass dies bereits weitgehend Realität ist, belegen jüngste Umfragen, die den österreichischen Unternehmen einen Nutzungsgrad von 93,8 % an unternehmenseigenen Mobile Solutions bescheinigt. Zudem liegt die mobile Telefonie im Trend. Der Vergleich der Nutzung von Mobil- und Festnetz zeigte im Dezember 2008, dass bereits 43,3 % aller Gespräche in Unternehmen im Mobilnetz stattfinden. Daher benötigen Kommunikationslösungen den direkten Access ins Mobilnetz, um die Kosten im Griff zu behalten.

Interessant ist auch die hohe Nutzung von Voice over IP (VoIP) in heimischen klein- und mittelständischen Unternehmen und Großunternehmen, die bereits bei insgesamt 56,7% liegt (Quelle: VoIP in Österreich, IDC, Dez.2008). Denn damit ist ein tragfähiges Fundament für Voice over WLAN (VoWLAN) gegeben.

Netzwerk-Infrastruktur: das Fundament erfolgreicher Unternehmenskommunikation

Dipl.Ing. (FH) Robert Ludwig ist Marketing Manager Unified Communications, nextiraOne Austria GmbH

ie Unternehmensnetzwerke sind stark gefordert. Durch die Zunahme der Mobilitätslösungen steigt der Bedarf an stabilen und leistungsfähigen Netzen, die drahtlose Sprach-, Daten- und Videokommunikation ermöglichen.

Im Gegensatz zu den in der Vergangenheit isoliert vorhandenen Wireless LAN (WLAN) "Hotspots" für reine Datenkommunikation stellen Echtzeitanwendungen wie Sprache und Video viel höhere Anforderungen an das kabellose LAN. Um Verbindungsunterbrechungen zu vermeiden, ist eine flächendeckende Versorgung erforderlich. Dadurch wechseln die Endgeräte nahtlos zwischen den einzelnen Funkzellen. Dies ist sowohl innerhalb des Wireless LAN als auch zwischen WLAN und öffentlichem Mobilfunknetz möglich. Da das Netzwerk gleichzeitig für Sprache, Daten und Video genutzt werden kann, ist eine Priorisierung der Echtzeitanwendungen notwendig, sodass beispielsweise größere Datentransfers nicht zu Unterbrechungen führen.

In naher Zukunft werden die in Entwicklung befindlichen Standards IEEE 802.11n und 802.11s (Wireless Mesh Network/ WMN) den nächsten Quantensprung auslösen, wodurch verfügbare Bandbreite und Zuverlässigkeit weiter erhöht werden. NextiraOne hat bereits heute erste Wireless Mesh Lösungen, basierend auf dem Entwurf des 802.11s Standards, realisiert und damit große Einsparungen bei den Verkabelungskosten und Produktivitätszuwächse durch mobile Anwendungen erzielt.

Mobile Solutions

Auch wenn man es immer noch liebevoll "Handy" nennt, ein Mobiltelefon - oder Smartphone - ist ein leistungsstarkes Endgerät, das viele Dienste realisiert. Der mobile Mitarbeiter empfängt und bearbeitet darüber E-Mails, hat das Unternehmensadressbuch, das sich automatisch mit der Zentrale synchronisiert, immer dabei und verfügt über einen mobilen Datenspeicher von bis zu 2GB.

Vorangetrieben werden die Kommunikationsdienste durch neue Organisationsformen. Während wir heute noch in so genannten Matrix-Organisationen arbeiten, werden Unternehmensstrukturen in der Zukunft zellartig aufgebaut sein. Cellular-Organisationen bedienen sich der geforderten Dienstleistungen unabhängig von der Zeit- und Örtlichkeit, in der diese angeboten werden. So wird eine Leistung beispielsweise nur für die Dauer eines Projektes in Anspruch genommen. Voraussetzung dafür sind Kommunikationskanäle und Medien, die rasche und zuverlässige Interaktion ermöglichen.

Der Einsatz mobiler Anwendungen und Endgeräte verbessert damit die Kommunikations- und Reaktionsfähigkeit der Mitarbeiter und führt zu gesteigerter Produktivität und Effizienz im gesamten Unternehmen. Die Sprachübertragung über das GSM-Netz ist in der heutigen Zeit keine Herausforderung mehr, doch eine intelligente Integration in die Unternehmenskommunikationslösung bringt eine Reihe neuer Vorteile für Enduser und Unternehmen.

Durch die Realisierung eines "One-Business-Number Konzeptes" ändert sich das Telefonieverhalten jedes Einzelnen. Mobiltelefonnummern müssen damit nicht mehr bekannt gegeben werden. Lediglich die Weitergabe von Firmennummer und Durchwahl sind notwendig, um sowohl mobil als auch am Arbeitspatz erreichbar zu sein.

Auch Voice-Mail gewinnt an Bedeutung. Der User kann mit dem mobilen Telefon selbst steuern, ob er ein Gespräch annehmen kann. Ist dies gerade nicht möglich, wird der Anrufer intelligent im Unternehmen zu einer Vertretung, zur Vermittlung oder auf die Voice-Mail weitergeleitet und das Gespräch geht nicht verloren. Gewohnte Features der Telekommunikationsanlage wie Call Transfer, Konferenzen, Alarme oder Rufumleitungen sind ebenfalls mobil verfügbar. Auch Providerwechsel erfordern geringen Aufwand.

Mit Dual Mode Clients werden moderne mobile Endgeräte über das GSM-Netz und auch über das Wireless LAN (Voice over WLAN) in die Telekommunikationsanlage integriert. Dabei ist wichtig, dass das Softphone intelligent zwischen den zwei Netzen wechselt und der Benutzer die verwendete Infrastruktur nicht bemerkt geschweige denn manuelle Eingriffe am Endgerät selbst tätigen muss. Ein anderer Aspekt, der durch Dual Mode Clients ins Leben gerufen wird, ist die Ausfallssicherheit: durch Verwendung zweier unterschiedlicher Medien ist eine Kommunikationsunterbrechung nahezu unmöglich.

Die Integration mobiler Teilnehmer über WLAN reduziert zudem hohe Gesprächskosten im Ausland oder in Homeworker-Arbeitsplätzen durch entsprechende "Remote Access Points".

Jeder User stellt spezielle Anforderungen an sein "persönliches" Endgerät. Die unterschiedlichen Betriebssysteme wie Symbian, Windows Mobile, RIM oder Apple liefern, ausgestattet mit entsprechenden Software Clients, jedem Einzelnen den Mehrwert der gewohnten Features und Unternehmensanwendungen.

Die Verwaltung der mobilen Endgeräte darf allerdings nicht vernachlässigt werden. Denn wie beim PC gibt es auch für mobile Endgeräte Software Updates und Patches. Ein Managementsystem ermöglicht - ohne Kabel oder PC - Software Updates und Konfigurationen für alle im Unternehmen bestehenden Endgeräte zentralisiert und in Echtzeit durchzuführen und dabei den mobilen User im laufenden Betrieb nicht zu unterbrechen.

Mobile Security: Der Schutz für Smartphones

Die hohe Funktionalität von Smartphones machen sie zunehmend auch zum Ziel für Angreifer. Denn in vielen Fällen bieten sie eine direkte Schnittstelle zum Unternehmensnetzwerk. Mobile Endgeräte müssen daher über ein zentrales Managementsystem auch vor Viren, Malware, Cross-Service-Attacks und teuren Betreiber-Services geschützt werden.

Durch eine Firewall abgeschirmt, surft der mobile Mitarbeiter auch mit dem Smartphone auf der sicheren Seite, unabhängig davon ob er sich im GSM-Netz oder der unternehmensinternen Wireless LAN Umgebung befindet. Antiviren-Software erkennt und eliminiert die derzeit über 400 bekannten "mobilen" Viren und scannt mit dem SMS- und Mail-Filter auch die eingehenden Nachrichten, wodurch Spammer keine Chance haben.

Für die umfassende Absicherung der Unternehmensdaten sorgen Verschlüsselungstechniken. Bei mobilen Engeräten werden Telefonspeicher und Speicherkarte mit hoher Verschlüsselungsstärke gesichert. Der ebenfalls verschlüsselte Zugang zum Firmennetzwerk via VPN-Client gewährleistet den geschützten Zugriff auf die Daten von unterwegs.

Die Anwendungskontrolle verhindert zudem die Installation von unerwünschter Software unterbunden und das Ausführen fremder Anwendungen. In Kombination mit der Dienstkontrolle werden kostenintensive Provider- oder Drittanbieterdienste unterbunden.

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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