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Editorial

Editorial Jul-August 2009

Dokumente richtig verwalten

Enterprise Content Management (ECM) wird aktuell in vielen Unternehmen heiß diskutiert. Neben den steigenden gesetzlichen Anforderungen bezüglich der Revisionssicherheit nutzen die Anbieter die aktuelle wirtschaftliche Situation auch dazu, auf Möglichkeiten der Kosteneinsparung hinzuweisen.

MONITOR-Autor und BARC-Analyst Martin Böhn hat bei der Beschäftigung mit dem ECM-Markt festgestellt, dass es derzeit vor allem auch darum geht, die Effizienz zu erhöhen, indem die Bearbeitung von Dokumenten beschleunigt und qualitativ verbessert wird. Informationen können mit modernen Lösungen schnell und strukturiert ausgetauscht werden, Zugriff und Suche werden durch klare Strukturen vereinfacht und Workflows erlauben eine Teilautomatisierung der Vorgangsbearbeitung.
Aber auch das Thema Web 2.0 hat den ECM-Markt verändert. Die etablierten Hersteller haben die technischen Weiterentwicklungen und die auf eine stärkere Beteiligung der Mitarbeiter und Partner ausgerichtete Philosophie analysiert und so die eigenen Lösungsangebote erweitert. Mit Wikis, Foren, Informationsabonnementdiensten, wie RSS und Wissensportalen, wurde das Prinzip der Verbreitung von Informationen im Vergleich zur Nutzung von beispielsweise E-Mails umgedreht. Nicht mehr die Erzeuger von Informationen, sondern die Interessenten bestimmen, welche Inhalte gelesen werden. Dieser „Self-Service-Gedanke“ hat große Auswirkungen auf die Planung und Realisierung von Informationsinfrastrukturen. Lesen Sie mehr dazu in unserem „Thema“ ab S. 9.

Sonderteil: IKT in Wien

Den Standort Wien in einem globalen Wirtschaftssystem als wichtigen Teilnehmer in der europäischen Spitzenklasse zu positionieren, dieses Ziel verfolgen die politisch Verantwortlichen in der Bundeshauptstadt. Von großer Bedeutung ist dabei der IKT-Sektor, der schon heute die Wirtschaft der Stadt entscheidend prägt. Daher hat MONITOR-Autor Christian Henner-Fehr für unseren mit freundlicher Unterstützung des PID Wien erstellten Sonderteil „IKT in Wien“ recherchiert und festgestellt, dass die Zahl der Betriebsansiedlungen internationaler Unternehmen im letzten Jahr einen neuen Höchststand erreicht hat.
„Noch nie zuvor konnten WWFF und ABA so viele internationale Betriebe in Wien ansiedeln wie 2008. 119 Unternehmen waren es im Vorjahr, die bei der Ansiedlung in Wien unterstützt wurden. In Summe wurde damit ein Investitionsvolumen von 125 Mio. Euro am Standort ausgelöst und wurden mehr als 900 neue Arbeitsplätze geschaffen“, zeigt sich Vizebürgermeisterin, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner zufrieden. Lesen Sie mehr über IKT in Wien in unserem 16-seitigen Sonderteil im Mittelteil des MONITOR ab S. 21.

E-Government: „State of the Art“

Österreich hat im E-Government in Europa schon seit längerem eine führende Stellung. Für unseren Branchen-Schwerpunkt „Öffentlicher Sektor“ hat sich MONITOR-Autor Carl-Markus Piswanger daher diesmal an die österreichischen Bundesministerien gewandt, um einen aktuellen Überblick für Sie zusammenzustellen. Bereits sehr früh wurde das Thema hierzulande zur „Chefsache“ erklärt und die Strategieentwicklung im Bundeskanzleramt angesiedelt, wo sie auch heute noch zu finden ist. Der föderalen Struktur Österreichs entsprechend sind zudem alle Ebenen des Staates in strategischen und fachlichen Abstimmungsgremien integriert.

Obwohl viele technische Bausteine des E-Governments in Österreich bereits realisiert sind, werden weiter große Projekte umgesetzt. Diese sind oft angetrieben durch Technologiesprünge und neue Strategien
(z. B. Shared Services). Ebenso wichtige Treiber sind europäische Vorgaben und Programme. Nicht zuletzt ist der Bereich vielfältig: Neben der elektronischen Verwaltung rollen sich gerade mit E-Health (elektronisches Gesundheitswesen) und E-Demo-cracy (elektronische Demokratie) weitere verwandte Themenfelder aus. Bringen Sie sich ab S. 37 auf den letzten Stand in Sachen
E-Government.

Lernen mit IT

Aber auch an Österreichs Nachwuchs wird gedacht: In die Schulen haben Internet und PC längst Einzug gehalten. Eine Vielzahl von Projekten soll Schüler auf die Nutzung dieser Kommunikationsmittel optimal vorbereiten, erzählten mir Robert Kristöfl und Christian Dorninger von der IT-Lenkungsgruppe des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk). Als Leiter der Abteilung Informationstechnologie im bm:ukk laufen bei Kristöfl die Fäden der vielfältigen schulischen IT-Initiativen zusammen. „Wir haben hier 2001 mit dem eFit-Program begonnen und etwa 200 Initiativen ins Leben gerufen, die teils langfristig weitergeführt werden.“ 2007 startete dann das dreistufige IT-Umsetzungsprojekt „Futurelearning“, das in der nun laufenden zweiten Phase mit adaptierten Zielsetzungen weitergeführt wird. 200 Schulen sind derzeit in der Initiative aktiv, die sich ausweiten soll. Wie an den heimischen Schulen der Umgang mit der IT vermittelt wird,
erfahren Sie ab S. 6.

Einen sonnigen und erholsamen Sommer wünscht Ihnen Ihr

Rüdiger Maier
 

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Dr. Christine Wahlmüller

Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. ..mehr..

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