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Case Study

Einheitliche Infrastruktur für Sprache und Daten

Der norddeutsche Telekommunikations-Dienstleister Ewe Tel in Oldenburg hat seine Sprach- und Dateninfrastruktur mit Systemen von Keymile erweitert und modernisiert. Der Einsatz der Multi-Service-Zugangsplattform MileGate ermöglicht Ewe Tel die Netzmigration von TDM- zu IP-basierter Datenübertragung und damit eine Vereinheitlichung der Infrastruktur für Sprach- und Datendienste.

Das Network Management Center überwacht und steuert die gesamte Kommunikationsinfrastruktur der Ewe Tel. (Bild: Ewe Tel)

Die Ewe Tel mit Sitz in Oldenburg, Niedersachsen, ist mit über 430.000 Kunden – davon mehr als 30.000 Geschäftskunden – eine der größten regionalen Telekomgesellschaften Deutschlands. Mit rund 1.300 Mitarbeitern bietet das 100-prozentige Tochterunternehmen der EWE Aktiengesellschaft in Niedersachsen, Bremen und Teilen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen alle Telekommunikationsdienste aus einer Hand: DSL, Telefonie, Mobilfunk und hochwertige Geschäftskundenlösungen. Zum Diensteportfolio des Telekommunikationsanbieters zählen auch Triple-Play-Produkte.

Als die Erweiterung und Modernisierung der Sprach- und Dateninfrastruktur anstand, erstellte Ewe Tel ein Anforderungsprofil für Zugangstechnik und holte Angebote von verschiedenen Herstellern ein. Nach einer eingehenden Analyse der Angebotsunterlagen fiel die Entscheidung für die Firma Keymile und ihre Multi-Service-Zugangsplattform MileGate.

„Mit Keymile haben wir uns für einen Partner entschieden, mit dem wir eigene Wünsche und technische Vorstellungen verwirklichen können“, sagt Frank Ruloffs, Leiter Netze bei Ewe Tel in Oldenburg. „Wir konnten an verschiedenen Stellen problemlos individuelle Anforderungen, die sich aus unserer technischen Netzinfrastruktur ergeben, in die Weiterentwicklung der Produkte und Lösungen einbringen. Hier überzeugte Keymile von Anfang an durch eine sehr gute Betreuung auf allen Ebenen, eine große Flexibilität, kurze Entscheidungswege und eine hohe Termintreue.“

TDM und IP – Zwei Welten wachsen zusammen

Schwerpunkt war die Übertragung von Telefonie sowohl über traditionelle TDM-Technik als auch über paketbasierte IP-Technik mit einem Zugangssystem. Die Verarbeitung der Telefongespräche ist bei beiden Techniken verschieden: Bei der traditionellen TDM-Übertragung werden Telefongespräche an eine V5.2-Schnittstelle übergeben, bei VoIP werden diese hingegen in Signalisierungs- und Sprachdaten aufgeteilt und an einen Softswitch weitergeleitet. Beide Wege müssen für eine reibungslose Migration zur Verfügung stehen.

Mit der parallelen Verwendung dieser beiden Übertragungstechniken kann Ewe Tel flexibel auf die Gegebenheiten am Zugangspunkt reagieren. Existiert dort bereits eine Ortsvermittlung, kann diese über die V5.2-Schnittstelle weiter genutzt werden. Wird hingegen ein neues Gebiet erschlossen, muss keine neue Ortsvermittlung mehr aufgebaut werden. Die Sprachdaten werden in VoIP für den Transport über den IP-Datenstrom gewandelt und an den zentralen Softswitch übergeben. Existierende Ortsvermittlungen kann Ewe Tel dann zu einem beliebigen Zeitpunkt schließen, die installierte TDM-Technik abbauen und die darüber angeschlossenen Teilnehmer in das IP-Netz integrieren – damit steht ein einheitliches Netz für Sprache und Daten zur Verfügung.

Diese Anforderungen waren ideal für die Multi-Service-Zugangsplattform MileGate. Die hybride Backplane der MileGate-Subracks kann native TDM-Daten und mit dem GbE-Star auch IP-Daten weiterleiten. Den Anschluss der Telefonie-Teilnehmer an das Netz realisiert MileGate über ein Gateway. Dieses kann über ein Firmware-Update von einer reinen V5.2-Schnittstelle zu einem SIP- oder H.248-Voice-Media-Gateway erweitert werden. Dadurch stehen alle gewünschten Funktionen in MileGate zur Verfügung – ohne dass Hardware ausgetauscht werden muss.

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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