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Actebis-Fachmesse "it 'n' green"

IT-Branche diskutiert grüne Zukunftsperspektiven

Wie grün ist die IT-Branche? Kann Green IT Kosten senken? Diese Fragen wurden bei der ersten Actebis-Fachmesse "it 'n' green" gestellt. Der Groß-Enzersdorfer IT-Distributor präsentierte gemeinsam mit namhaften Herstellern und Experten vor rund 200 BesucherInnen die neuesten grünen Entwicklungen.

1. Actebis Fachmesse (v.l.n.r.): Harald Mach, GF Actebis Österreich; Kommerzialrat Ulrich Fuchs, Sprecher des österreichischen Computerhandels bei der WKO; Claudia Sprinz, BA, Konsumentensprecherin Greenpeace; Mag. Wolfgang Januska, MBA, Vertriebsdirektor Fujitsu Österreich; Dipl.-Wirtschaftsing. Rasmus Prieß, Energieexperte des Berliner Think-Thanks Thema1. (Foto: Claudia Bratengeyer)

Rasmus Prieß, Experte für CO2-Reduktion vom Berliner Think-Tank Thema1, unterstrich das hohe Potential der IT, den Klimawandel positiv zu beeinflussen. Prieß erläuterte insbesondere die Bedeutung des Carbon Footprint. Dieser ist das Maß für die Klimaverträglichkeit von Produkten und bezeichnet die Summe der über den Lebenszyklus entstehenden Treibhausgasemissionen, daher von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Genaue Informationen darüber würden heute zunehmend von Investoren, Händlern und großen Unternehmen erwartet.

"IT ist entlang der Wertschöpfungsketten fast aller Branchen im Einsatz. Moderne IT-Lösungen können wesentlich zur CO2-Reduktion beitragen. Die IT-Branche kann daher eine wichtige transformierende und auch beschleunigende Funktion beim Übergang zu einer klimaverträglichen Gesellschaft einnehmen“, so Prieß. "Es ist wichtig, jetzt kurzfristig zu handeln, um langfristige Ziele zu erreichen.“

Die IT-Branche selbst erzeuge nur 2 % der globalen CO2-Emissionen, könne aber durch ihr Innovationspotential wesentlich zur Reduktion der anderen 98 % beitragen. IT-Anbieter sollten daher auf die Chancen moderner IT-Lösungen bei der Emissionsminderung hinweisen, sich aber gleichzeitig klar den eigenen Emissionen stellen.

Grüne Investitionen rechnen sich

Als "Gebot der Stunde" bezeichnete Ulrich Fuchs, Bundessprecher des Computerhandels der WKO, Green IT. "Obwohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit energiesparender Maßnahmen in den Unternehmen und bei den IT-Verantwortlichen vorhanden ist, befassen sich in der Praxis noch zu wenige wirklich ernsthaft mit Lösungsansätzen. Zusätzlich bremst eine "Never touch a running system-Mentalität", wirkliche Veränderungen im IT-Bereich anzugehen", sagte Fuchs.

Tatsache sei aber, dass sich Investitionen in neue Systeme nicht nur im Bezug auf die Umwelt, sondern auch betriebswirtschaftlich rechnen würden. "Bei richtigem Ansatz amortisieren sich die Kosten für die Einrichtung eines modernen, grünen IT-Betriebs innerhalb von zwei Jahren allein durch Energieeinsparungen. Für Betreiber und Hersteller ist Energiemanagement in Rechenzentren heute ökonomische, technische und ökologische Pflicht. In der jetzigen wirtschaftlichen Erholungsphase ist der perfekte Zeitpunkt, um in ökologische Systeme zu investieren", so Fuchs. Oft könne schon durch kleine Maßnahmen Energie gespart werden: etwa durch konsequentes Abschalten der Arbeitsplatzrechner in der Nacht und am Wochenende oder durch die Verwendung zentraler Drucker an Stelle von Arbeitsplatzdruckern.

Den Abschluss der Fachtagung bildete eine Podiumsdiskussion mit den ReferentInnen sowie Mag. Wolfgang Januska, Vertriebsdirektor Fujitsu Österreich. Dieser betonte, dass jene Hersteller, die "grüne" IT wie etwa baugleiche Geräte, die einen leichteren Austausch beschädigter Teile ermöglichen, anböten, in Zukunft die Nase vorne haben würden. Einigkeit herrschte bei allen Diskutanten dahingehend, dass das Thema Green IT in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

Grüne Produkttrends

Die neuesten "grünen" Produkttrends konnten direkt vor Ort in Augenschein genommen werden - der Einladung von Actebis waren die bekannten Hersteller Acer, Canon, Fujitsu, Hewlett Packard, Hitachi, Lenovo, Microsoft, OKI, Plustek, Power Guy, Seagate und Toshiba gefolgt. Einblick in grüne Marktstrategien gewährten bei Best Practice-Präsentationen Viola Maurer, die das HP Eco Solution Program vorstellte, sowie Roland Hofer, der Möglichkeiten zur Kostenreduktion mit OKI Seitenpreiskonzepten präsentierte.

"Oberste Maxime von Actebis ist es, seinen Fachhandelspartnern stets den entscheidenden Vorteil im Geschäftsalltag zu bieten. Mit der it 'n' green fand erstmals eine umfassende Informationsveranstaltung zu einem brandaktuellen Branchenthema statt", so Harald Mach, Geschäftsführer Actebis Österreich und Initiator der Messe.

www.actebis.at

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Green IT

Green IT - IKT verursacht laut Gartner zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit als Treibhaus-Sünder auf einer Stufe mit dem Flugverkehr. Rechenzentren verbrauchen bis zu 100 Mal mehr Energie als normale Büroflächen. Technologischer Fortschritt und Raumnot bringen eine immer höhere Packungsdichte bei Prozessoren und Speichern. Im Schnitt werden bereits zwei Drittel des Energieverbrauchs allein von der (sehr oft inneffizienten) Kühltechnik gefressen.

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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