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Praxistipps

Überspannungsschäden nach Blitzeinschlägen vermeiden

Große Gefahr für PCs und Laptops droht in Sommerzeiten durch Überspannungsschäden nach Blitzeinschlägen. So die Erfahrungen von Kroll Ontrack, Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Datenlöschung und Computer Forensik.

Um Computerbesitzer gegen wetterbedingte Störfälle zu wappnen, hat Kroll Ontrack eine Reihe an Tipps zusammengestellt, die zu einem besseren Schutz der IT-Geräte und der gespeicherten Daten beitragen sollen:

  • Bei Gewitter empfiehlt es sich, IT-Geräte abzuschalten und auch die Netzanschlusskabel herauszuziehen. Diese simple Vorsichtsmaßnahme bewahrt EDV-System sicher vor den möglichen Schäden, die ein solches Unwetter anrichten kann.
  • Auch während eines Stromausfalls sollten die Stecker der IT-Geräte gezogen, beziehungsweise die entsprechenden Sicherungen abgeschaltet werden. Denn es besteht die Gefahr, dass die Signalleistung nach dem Ende des Stromausfalls zunächst noch Schwankungen unterliegt, die ebenfalls zu Schäden führen können.
  • Computer sollten in kühlen, trockenen Räumen betrieben werden, um ein Überhitzen der Geräte zu vermeiden.
  • Nicht zu viele Rechner sollten über Verlängerungskabel und Steckdosenleisten an ein und dieselbe Stromquelle angeschlossen werden. Denn sollte die besagte Steckdose von einem Spannungsstoß oder einem Blitzeinschlag betroffen sein, können alle angehängten Computer gleichzeitig beschädigt werden.
  • Rechner werden besser nicht direkt an die Steckdose angeschlossen. Ein Zwischenstecker mit einer Erdung gegen Stoßspannungen und Überspannungsschutz ist eine lohnende Anschaffung.
  • Kleine Firmen mit eigenem Computernetzwerk sollten sich einen Überspannungsschutz anschaffen, der auch die etwaigen Stoßspannungen abfängt, die normalerweise durch die Kabel des Netzwerks weitergeleitet würden.
  • Der Überspannungsschutz ist regelmäßig zu prüfen. Mindestens einmal im Jahr sollten Anwender jedes dieser Geräte kontrollieren, ob sie noch reibungslos funktionieren.
  • Die EDV sollte möglichst über einen eigenen Stromkreis verfügen und sich diesen nicht etwa mit der Klimaanlage, mit Ventilatoren und/oder anderen Geräten teilen müssen. Das verbessert die die Stromversorgung erheblich und schirmt die Rechner gegen plötzliche Unterspannungen ab, die auftreten können, wenn andere, nicht zur IT gehörende Geräte abgeschaltet werden.
  • Spannungsspitzen können einen Computer auch über ein ans Telefonnetz angeschlossenes Modem erreichen. Um Rechner vor Schäden durch Blitzeinschlag zu schützen, sollten deshalb im Falle eines Gewitters die Telefonkabel aus den Buchsen der Modems herausgezogen werden.
  • Unternehmen mit eigenen Netzwerk-Servern sollten in Lösungen zur unterbrechungsfreien Spannungsversorgung (USV) investieren. Eine solche Einrichtung sorgt für eine gleichmäßige Signalleistung ohne Unter- und Überspannungen und stellt über im Bedarfsfall zugeschaltete Akkumulatoren sicher, dass Server auch bei einem Stromausfall weiterlaufen.

www.ontrack.at

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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