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Strategien

IT-Fachhandel

Großer Umbruch bei Resellern und dem IT-Channel?

Fujitsu Siemens beharrt auf Dachmarke "Made in Germany"

„Der CFO ist der König des Geschäfts.“ - Steve Brazier, Canalys

Derzeit von allerlei Mediengerüchten geplagt, sieht sich Fujitsu Technology Solution damit konfrontiert, bald zum Bestandteil der Fujitsu Group zu werden. Doch die Verantwortlichen zerstreuen allzu viel Phantasie: "X86-Server, Speicherentwicklung, Produktion und Lieferservice werden auch weiterhin ‚made in Gemany' sein", betont Hans-Dieter Wysuwa, Senior Vice President Fujitsu Siemens Computer.

Wysuwa begründet dies mit dem Trend in den Unternehmen, zusehends auf Managed Services zu setzen, anstatt ein komplettes Outsourcing anzustreben. Ansonsten versucht der Manager hartnäckig sich haltende Gerüchte zu zerstreuen, wonach das Unternehmen verkauft oder zumindest weiter aufgespaltet werden soll.

Auch die Reseller sollen stattdessen weiterhin im Boot bleiben. Eine neue Company für Infrastruktur-Produkte soll ab April aktiv sein. Das Unternehmen bleibe jedoch im Volumengeschäft, so der Experte weiter. Unterschiedliche Produkt- und Vertriebslinien sollen laut Wysuwa aber zu einem übergreifenden Supply Chain zentralisiert und dort weiter betrieben werden.

Cloud Computing: Google will Microsoft und Co. Marktanteile abtrotzen

Die Google Apps Plattform beinhaltet die vier Basiselemente Messaging, Collaboration, Security und Compliance. Über hundert neue Features gab es dazu allein im vergangenen Jahr, darunter Google Sites, Outlook Calendar Sync (Synchronisierung mit Outlook Kalender), Salesforce Integration, Google Video for Businesses, Google App Engine, Gmail Video Chat und Blackberry Contact Sync.

Zu den Geschäftskunden in den USA und Übersee gehören Genentech, Unicharm, Taylor Woodrow, Avago Technologies oder Permasteelisa Group. Aber auch kleine und mittelständische Unternehmen beteiligen sich. Zudem nutzen universitäre Einrichtungen Google Apps.

Zu den weltweit derzeit 50 Pilot-Resellern gehören Sada Systems in den USA, Revevol in Frankreich, Kio Networks in Mexiko sowie Devnet in Australien. Mit dem kürzlich in Europa gestarteten Reseller Programm Google Apps streckt der Suchmaschinenkonzern seine Fühler auch nach Europa aus.

Stephen Cho, Director Google Apps Channels, erläutert, wie der Suchmaschinenkonzern seinen Konkurrenten in der Wolke einen Schritt voraus sein will. Auf einem mobilen Endgerät wie dem Palm soll sich bereits im Jahr 2020 jeglicher Content unabhängig vom Speichervolumen in der Cloud speichern lassen, umreißt der Manager den Rahmen.

Welche Rolle die zahlreichen Funktionalitäten rund um Google Apps - etwa Google Video oder Video Chats - fürs Kerngeschäft von Unternehmen spielen, darüber diskutieren die Experten noch. "Cloud Computing befindet sich immer noch in der frühen Entwicklungsphase", weiß auch Stephen Cho.

Fest steht auch: Die "Offline-Experience" soll künftig zum wichtigen Standbein mit Applikationen und Diensten wie Google Gmail und Google Gears werden. Bereits eine Million Kunden seien in die Nutzung von Google Apps eingestiegen. 10 Mio. aktive User gebe es - und täglich kämen 3.000 neue Einschreibungen hinzu. Bei den Unternehmenskunden sollen Reseller dafür sorgen, dass die nächste Million in Reichweite rückt.

"Die Innovationszyklen in der IT werden immer kürzer und wir hoffen mit flexiblen Angeboten und Diensten davon zu profitieren", betont Cho. Als Partner im neuen Reseller Programm Google Apps in Frage kämen professionelle Servicedienstleister, VARs, Systemintegratoren, Software/Solution Vendors, ISPs, aber auch kleine Dienstleister und IT-Berater.

Deren Fokus solle jedoch primär auf dem Cloud Computing liegen. "Die Partner sollten sich dazu verpflichten, ihre Kunden nicht nur mit Lösungen, sondern auch mit Services zu bedienen", begründet Cho. Letztlich ködert Google die Partner mit einem zwanzigprozentigen Rabatt auf den Basispreis von 50 US-Dollar pro Monat und Nutzer. Dafür übernehme der Wiederverkäufer die volle Verantwortung in der Kundenbeziehung, bis hin zur Rechnungslegung.

"Erfolg heißt, die Nutzerbedürfnisse zu erkennen und zu befriedigen", definiert Stephen Cho mit Blick auf den großen Konkurrenten Microsoft die Zielmarke. Welche zusätzlichen Applikationen im Zuge der Suite von Google Apps demnächst folgen, das lässt der Manager derzeit noch offen. Es solle jedoch möglichst vollständige Migrationssets geben, zum Beispiel zu Lotus Notes oder mit Blick auf die Synchronisierung von Microsoft Outlook.

Da die IT-Reseller derzeit stark von Microsoft abhängig und teilweise unzufrieden seien, hält Cho einen Marktanteil von 10 bis 12 Prozent durchaus für realistisch. "Der Kunde entscheidet am Ende, welche Dienste er wie nutzen will", fasst der Channel-Manager zusammen. Deshalb wolle Google dem Endnutzer auch die freie Wahlmöglichkeit lassen, jederzeit den Wiederverkäufer oder Serviceanbieter zu wechseln.

www.canalyschannelsforum.com

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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