Umweltschonendes Drucken heißt zunächst, weniger Ressourcen zu verbrauchen, also weniger Strom, weniger Toner beziehungsweise Tinte und weniger Papier. Dass dies gleichzeitig die Kosten reduziert ist offensichtlich. Mit ausgeklügelten Technologien heben die Druckerhersteller den Effizienzgrad ihrer Geräte und mit einem durchdachten Outputmanagement helfen sie ihren Kunden, den Strom- und Papierverbrauch zu senken. In den Betrieben ist zudem eine durchdachte Umweltstrategie hilfreich, oft sind es allerdings einfache Maßnahmen, wie das beidseitige Bedrucken eines Blattes, die jeder Anwender selbst setzen kann, um den Verbrauch von Ressourcen, in diesem Fall Papier, zu senken (siehe Kasten "Grünes Drucken - 10 Tipps").
Papier sparen

Roman Tippner, Marketing Manager bei Lexmark Österreich: „Nur die nicht gedruckte Seite kostet nichts und belastet die Umwelt nicht.“
Hinzu kommt, dass je nach Studie zwischen 75 und 90 % der hiesigen Betriebe ihre Outputkosten (wovon der Papierverbrauch nur ein Teilbereich ist) nicht kennen. Das Senken des Papierverbrauchs ist relativ einfach: Duplex-Druck oder das Zusammenfassen von zwei oder mehr Seiten auf einer Druckseite reduzieren das Druckaufkommen gewaltig. Besser noch: Man liest den Text direkt am Bildschirm, nimmt gegebenenfalls dort Korrekturen vor. Denn, so bringt es Roman Tippner, Marketing Manager bei Lexmark Österreich, auf den Punkt: "Nur die nicht gedruckte Seite kostet nichts und belastet die Umwelt nicht."
Erwähnenswert ist hier auch die deutsche "Initiative Pro Recyclingpapier" (www.initiative-papier.de). Von den Druckerherstellern sind Konica Minolta und Epson der Initiative beigetreten und versichern so, dass ihre Geschäftsdrucker für die Verwendung von Recyclingpapier ausgelegt sind. Übrigens: Zertifiziertes, also mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnetes Recyclingpapier kann bedenkenlos im Büro eingesetzt werden - es ist alterungsbeständig, urkundentauglich und bietet sogar Weißgrade bis zu 100 %.
Was der Umstieg auf Recyclingpapier bringen kann, kann dadurch ermessen werden, dass allein der jährliche Papierverbrauch Deutschlands dem Gesamtverbrauch Afrikas und Südamerikas zusammen entspricht. Die Herstellung von drei Blatt Recyclingpapier spart zudem soviel Energie, dass man eine Kanne Kaffee kochen kann. Bei der Produktion von 500 Blatt Recyclingpapier werden gar 79,1 Liter Wasser und 16,3 kWh Energie eingespart.
Tinte und Toner sparen

Johannes Bischof, Geschäftsführer Konica Minolta Business Solutions Austria: „Wir wollen unsere CO2-Emissionen bis zum Jahr 2010 um 20 % reduzieren.“
Eine andere erwähnenswerte Technik bietet Xerox mit ihren Festtintendruckern. Diese auch Solid Ink genannte Tinte hat bei Raumtemperatur eine feste Blockform und wird erst im Inneren des Druckers geschmolzen, wo sie dann in flüssiger Form in den Druckkopf gelangt. Der Abfall bei den Verbrauchsmaterialien kann so im Vergleich mit herkömmlichen Laserdruckern um 90 % gesenkt werden, da der Tintenblock keine Patronen oder Kartuschen benötigt. Mit der Entwicklung eines neuen Druckkopfes, die beim ColorQube 9200 Multifunktionsgerät zum Einsatz kommt, ist es Xerox jetzt gelungen bei verkleinerten Düsen den Tintenfluss um 400 % zu erhöhen. Damit soll laut Xerox eine Druckgeschwindigkeit von 85 Farbseiten pro Minute bei gleichzeitig um 62 % reduzierten Kosten für Farbdrucke möglich sein.





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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 