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Green IT

"Grünes Drucken" spart Kosten

Kein Druckerhersteller mehr, der nicht auf umweltschonende Technik setzt. Auch bei den Geschäftskunden setzt sich "Grünes Drucken" langsam durch. Hilfreich für das Umdenken dürfte hierbei sein, dass umweltschonendes Drucken dank Effizienzsteigerungen auch Kosten senkt.

Klaus Lorbeer

Umweltschonendes Drucken heißt zunächst, weniger Ressourcen zu verbrauchen, also weniger Strom, weniger Toner beziehungsweise Tinte und weniger Papier. Dass dies gleichzeitig die Kosten reduziert ist offensichtlich. Mit ausgeklügelten Technologien heben die Druckerhersteller den Effizienzgrad ihrer Geräte und mit einem durchdachten Outputmanagement helfen sie ihren Kunden, den Strom- und Papierverbrauch zu senken. In den Betrieben ist zudem eine durchdachte Umweltstrategie hilfreich, oft sind es allerdings einfache Maßnahmen, wie das beidseitige Bedrucken eines Blattes, die jeder Anwender selbst setzen kann, um den Verbrauch von Ressourcen, in diesem Fall Papier, zu senken (siehe Kasten "Grünes Drucken - 10 Tipps").

Papier sparen

Roman Tippner, Marketing Manager bei Lexmark Österreich: „Nur die nicht gedruckte Seite kostet nichts und belastet die Umwelt nicht.“

Rund 30 Seiten druckt ein europäischer Angestellter pro Tag aus, im heißen Süden - in Spanien und Italien - sind es gar 40 Seiten pro Tag. Das ist das Ergebnis einer von Lexmark in Auftrag gegebenen und vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführten Befragung von Angestellten aus 13 europäischen Ländern (inklusive Österreich).

Hinzu kommt, dass je nach Studie zwischen 75 und 90 % der hiesigen Betriebe ihre Outputkosten (wovon der Papierverbrauch nur ein Teilbereich ist) nicht kennen. Das Senken des Papierverbrauchs ist relativ einfach: Duplex-Druck oder das Zusammenfassen von zwei oder mehr Seiten auf einer Druckseite reduzieren das Druckaufkommen gewaltig. Besser noch: Man liest den Text direkt am Bildschirm, nimmt gegebenenfalls dort Korrekturen vor. Denn, so bringt es Roman Tippner, Marketing Manager bei Lexmark Österreich, auf den Punkt: "Nur die nicht gedruckte Seite kostet nichts und belastet die Umwelt nicht."

Erwähnenswert ist hier auch die deutsche "Initiative Pro Recyclingpapier" (www.initiative-papier.de). Von den Druckerherstellern sind Konica Minolta und Epson der Initiative beigetreten und versichern so, dass ihre Geschäftsdrucker für die Verwendung von Recyclingpapier ausgelegt sind. Übrigens: Zertifiziertes, also mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnetes Recyclingpapier kann bedenkenlos im Büro eingesetzt werden - es ist alterungsbeständig, urkundentauglich und bietet sogar Weißgrade bis zu 100 %.

Was der Umstieg auf Recyclingpapier bringen kann, kann dadurch ermessen werden, dass allein der jährliche Papierverbrauch Deutschlands dem Gesamtverbrauch Afrikas und Südamerikas zusammen entspricht. Die Herstellung von drei Blatt Recyclingpapier spart zudem soviel Energie, dass man eine Kanne Kaffee kochen kann. Bei der Produktion von 500 Blatt Recyclingpapier werden gar 79,1 Liter Wasser und 16,3 kWh Energie eingespart.

Tinte und Toner sparen

Johannes Bischof, Geschäftsführer Konica Minolta Business Solutions Austria: „Wir wollen unsere CO2-Emissionen bis zum Jahr 2010 um 20 % reduzieren.“

Obgleich natürlich alle Druckerhersteller darauf achten, den Tinten- bzw. Tonerverbrauch bei ihren Geräten gering zu halten, ist die von Kyocera Mita verwendete Technologie besonders erwähnenswert. Seit 1993 stattet dieser Hersteller seine Drucker mit der so genannten ECOSYS-Drucktechnik aus. Hierbei nutzt das Unternehmen das Know-how aus seiner Keramiksparte. Auf Grund keramischer Bestandteile ist die Fotoleitertrommel äußerst widerstandsfähig und ermöglicht so laut Kyocera Mita eine 29-fach längere Lebensdauer als die mit schnell verschleißenden Kunststofffolien überzogenen herkömmlichen Druckertrommeln anderer Hersteller. Das bedeutet andererseits, dass bei einem Tonerwechsel nicht die gesamte Kartusche mitsamt der Fotoleitertrommel ausgetauscht werden muss, sondern nur der Toner. Auch der neue 35-Seiten-Farbdrucker ECOSYS FS-C5400DN ist mit dieser Technik ausgestattet.

Eine andere erwähnenswerte Technik bietet Xerox mit ihren Festtintendruckern. Diese auch Solid Ink genannte Tinte hat bei Raumtemperatur eine feste Blockform und wird erst im Inneren des Druckers geschmolzen, wo sie dann in flüssiger Form in den Druckkopf gelangt. Der Abfall bei den Verbrauchsmaterialien kann so im Vergleich mit herkömmlichen Laserdruckern um 90 % gesenkt werden, da der Tintenblock keine Patronen oder Kartuschen benötigt. Mit der Entwicklung eines neuen Druckkopfes, die beim ColorQube 9200 Multifunktionsgerät zum Einsatz kommt, ist es Xerox jetzt gelungen bei verkleinerten Düsen den Tintenfluss um 400 % zu erhöhen. Damit soll laut Xerox eine Druckgeschwindigkeit von 85 Farbseiten pro Minute bei gleichzeitig um 62 % reduzierten Kosten für Farbdrucke möglich sein.

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Green IT - IKT verursacht laut Gartner zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit als Treibhaus-Sünder auf einer Stufe mit dem Flugverkehr. Rechenzentren verbrauchen bis zu 100 Mal mehr Energie als normale Büroflächen. Technologischer Fortschritt und Raumnot bringen eine immer höhere Packungsdichte bei Prozessoren und Speichern. Im Schnitt werden bereits zwei Drittel des Energieverbrauchs allein von der (sehr oft inneffizienten) Kühltechnik gefressen.

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Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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