"Es gibt im Umfeld der Business Intelligence (BI) viele verschiedene Themen, auf die sich die jeweiligen Anbieter spezialisiert haben. Während Teradata den Schwerpunkt mit seiner rein analytischen Datenbank im Data Warehousing hat, ist SAS vorwiegend auf Data Mining und inzwischen auch auf Reporting spezialisiert. So ergänzen sich diese beiden Anbieter sehr gut und haben nur wenig Überschneidungsflächen", erläutert Gartner-Analyst Andreas Bitterer am Rande der Teradata-Konferenz in Istanbul.

Robert Stindl, Manager Business Solutions bei SAS Austria: „Finanzdienstleister sind gefordert, mit einer umfassenden Neustrukturierung ihres Risiko- und Performance Managements mehr Transparenz zu schaffen, um so bessere Entscheidungen treffen zu können.“
Zur in Istanbul viel diskutierten Ankündigung, künftig SAP NetWeaver Business Warehouse (SAP NetWeaver BW) auf der Teradata Datenbank laufen zu lassen, meint Bitterer: "Da bei vielen Kunden beide Systeme bereits im Einsatz sind, ist das ein praktikabler Ansatz. Allerdings wird eine entsprechende Lösung erst nächstes Jahr verfügbar sein." Die Kontakte zwischen den beiden Anbietern verstärkten sich nach der Übernahme des amerikanischen BI-Anbieters Business Objects durch SAP, da die beiden amerikanischen Unternehmen bereits vorher gemeinsame Projekte durchführten. SAP habe etwa 15.000 Kunden für seine BW-Lösung, die aber bei der heute zu verarbeitenden Datenmenge an die Grenzen der Leistungsfähigkeit stießen.

Der vor zehn Jahren nach Kalifornien ausgewanderte Österreicher Oliver Ratzesberger ist bei eBay Herr über die weltweit größte Data-Warehouse-Installation von Teradata.
SAS: Konzentration auf den Finanzbereich
Ganz auf Banken und Finanzdienstleister hat sich SAS heuer bei seiner Kunden-Veranstaltung in London konzentriert. In vielen Diskussionsrunden wurden die aktuellen Probleme diskutiert und Wege aus der Finanzkrise aufgezeigt. Dabei wurde aber auch klar, dass die derzeitige Entwicklung nationale und internationale Behörden und Gesetzgeber oft überfordert, da die Wurzeln der weltweiten Probleme sehr vielfältig sind.
Diese Sicht unterstreicht auch eine im Auftrag von SAS vom Marktforschungsinstitut Economist Intelligence Unit durchgeführte Umfrage unter 334 Führungskräften, die besagt, dass Finanzdienstleister die bestehenden Risikomanagement-Systeme für unzureichend halten. Neben der schlechten Datenqualität seien mangelhaftes Fachwissen sowie die fehlende Risikokultur die größten Hindernisse. Nur bei 40% der Befragten ist das Bewusstsein für die Bedeutung des Risikomanagements im gesamten Unternehmen verankert.




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Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 