5-6-2009 | Aus MONITOR 6/2009 Gedruckt am 30-07-2014 aus www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/11623
Strategien

MONITOR-Diskussion

CIO-Runde: IT soll für Kosteneinsparung und Effizienz sorgen

Ohne IT kein Geschäft - die Rolle der IT ist in den letzten Jahren unbestritten exponentiell gestiegen. Doch mit welcher Strategie bewältigen Österreichs CIOs das Krisenjahr 2009? Welche IT-Themen stehen bei den Unternehmen im Vordergrund? Monitor lud 10 CIOs (Chief Information Officer) Anfang April zu einer Gesprächsrunde. Als Gastgeber präsentierte Capgemini die Studie "IT-Trends 2009".

Christine Wahlmüller

"Wir haben Projekte mit den Kunden im August, September und Oktober besprochen, da war alles klar, und dann kam die Information, wir müssen verschieben, zumindest auf nächstes Jahr", schildert Bernd Bugelnig, Head of Development beim IT-Beratungsunternehmen Capgemini eigene Erfahrungen im Sog der Wirtschaftskrise.

Neben dem Verschieben von Projekten sind auch Nachverhandeln von Lizenzen/Wartungskosten oder die Reduktion von Personal beliebte Maßnahmen, um die Finanzkrise auf IT-Seite zu bewältigen. So ein Teilergebnis der Studie "IT-Trends 2009" von Capgemini im Spätherbst 2008 im deutschsprachigen Raum durchgeführt. 130 Großunternehmen, davon 21 in Österreich, wurden zu Trends und Strategien 2009 befragt, eines der Top-Themen war zweifellos die allgemeine Finanz- und Wirtschaftskrise.

„Wir müssen Partner und Berater für die Fachabteilungen sein, entscheidend ist eine gute Kommunikation.“ Christian Ott, Banner GmbH

"Rund die Hälfte der CIOs behaupten, auf der IT-Budgetseite durch die Finanzkrise gar nicht beeinflusst zu sein, aber 40 % geben sehr wohl an, beeinflusst zu sein, und zwar negativ", präsentierte Bugelnig ein doch niederschmetterndes Ergebnis. Damit ist ein Megatrend des Jahres 2009 festgelegt: Sparen ist angesagt. "Wir sehen erstmals seit Jahren die Tendenz, dass die IT-Budgets sehr stark sinken, vor allem im Vergleich zu den Vorjahren", betonte Bugelnig, der eine Entspannung der Situation erst für 2011 erwartet.

"Top Themen des Jahres 2009 bei den CIOs sind ERP, SAP und die Harmonisierung der Kernlandschaft sowie IT-Infrastruktur und IT-Service-Management", berichtete Bugelnig. Der bisherige Spitzenreiter Security wurde damit nach jahrelanger Führung auf Platz drei verwiesen. Blickpunkt bei allen IT-Investitionen: Künftige Kosteneinsparung und mehr Effizienz. Aus dieser Perspektive heraus "orten wir sogar Budget-Zuwächse im Bereich CRM und Portale, auch gepaart mit Business Intelligence (BI). Dahinter steckt die klare Strategie, näher an den Kunden heranzukommen", erklärte Bugelnig. Auch im Bereich Outsourcing sind Zuwächse zu erwarten. Paradoxerweise steht trotz der Krise zum ersten Mal seit Jahren wieder mehr Geld für Innovationen zur Verfügung. Die Quote für Investitionen in neue Technologien stieg um vier %punkte auf knapp 25 %. Viele denken schon an die Zeit nach der Rezession und wollen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern", interpretierte Bugelnig das Ergebnis.

Positive Sicht der Krise

„Ein großes Thema 2009 ist die Datacenter-Erneuerung.“ - Kurt Teichenthaler, „3“

"Bei uns entwickelt sich das Geschäft sehr positiv, ich habe kein Problem mit IT-Budgets, und die Firmen denken wieder mehr an Outsourcing", freute sich Christoph Stütz, CIO von T-Systems, IT- und TK-Dienstleister für große Kunden, von der Finanzkrise nicht berührt zu sein. "Im IT-Bereich ist jetzt eine interessante Zeit, weil sich viele Möglichkeiten bieten, etwas zu tun, und plötzlich auch die Bereitschaft da ist, etwas zu tun", nannte Ralf Peters, CIO von Agrana, einen positiven Effekt der Krise. "Die Agrana ist aus verschiedenen Unternehmen jetzt neu zusammengewachsen, das heißt wir stecken in einer Phase der Integration. Meine Hitliste deckt sich stark mit der Studie. Harmonisierung bzw. der SAP-Rollout ist momentan das Highlight", schilderte Peters die hausinternen Anforderungen. "Die Krise hilft uns da, dass wir über Prozesse noch intensiver nachdenken", betonte Peters weiter.

„Projekte müssen sich kurzfristiger rentieren.“ - Georg Chytil, Nextlayer

"Wir sind zum Glück nicht so stark von der Krise betroffen. Der sehr strenge Winter, sprich der kalte Jänner, hat uns da sehr geholfen, denn eine längere Kälteperiode ist für einen Batteriehersteller etwas ganz Schönes", bewies Christian Ott, CIO von Banner, Humor. Das Budget sei genau gleich geblieben, trotzdem würde eine vorsichtige Linie gefahren. "Projekte, die rasch einen ROI bringen, werden durchgezogen und umgesetzt, auch strategische Projekte: Wir rollen gerade IP-Telefonie über den gesamten Konzern aus, auch die ERP-Harmonisierung ist im Laufen", berichtete der Oberösterreicher. Banner umfasst derzeit 30 Standorte weltweit, die Zentrale befindet sich in Linz.

Auch bei der mobilkom ist das IT-Budget gleich geblieben, "wir setzen ganz stark auf Innovation, unsere Schwerpunkte sind Prozessunterstützung und Prozessoptimierung", betonte Jochen Rosen, IT-Leiter der mobilkom. Beim österreichischen Mobilfunk-Marktleader läuft gerade ein großes Projekt im Bereich Harmonisierung/ERP, weitere Schwerpunkte sind CRM sowie der Portalbereich.

Mobilfunker höchst aktiv

„Die Firmen denken wieder mehr an Outsourcing.“ - Christoph Stütz, T-Systems

"Die Krise selbst hat unsere Strategie nicht beeinflusst, denn die Herausforderungen bestanden bereits vor der Krise. Nach Österreich zurück zu kehren ist wie ein Höhentrainingslager", verwies Elmar Grasser, CTO von Orange und zuvor im Gefolge von Orange CIO Michael Krammer in Deutschland bei E-Plus tätig, auf den schwierigen heimischen Mobilfunkmarkt. Österreich hat im Vergleich zum Ausland sehr niedrige Terminierungsentgelte, auch die Topologie sei problematisch. Als Konsequenz "muss man als österreichischer Mobilfunkanbieter sehr effizient sein. Kosteneinsparungen sind eine notwendige Bedingung. Heuer haben wir rund 20 % im Netz- und IT-Bereich einsparen können", stellte Grasser fest. Dafür habe man sehr viel in die Erneuerung von Systemen investiert. "Im Zuge des Rebrandings (von One zu Orange, Anm.d.Red.) haben wir über 600 Applikationen anfassen müssen", so Grasser, dabei wurde auch die Chance genutzt, veraltete Systeme auszutauschen. "Schwerpunkt heuer ist die Verbesserung der CRM-Systeme, vor allem in puncto Usability und neuer Funktionalität, sowohl intern für die Mitarbeiter als auch extern im Webshop für den Endkunden", stellte Grasser klar. Die CRM-Systeme bei Orange sind übrigens eine Eigenentwicklung. "Das ist sicher kein Bereich, wo Outsourcing in Frage kommt", stellte Grasser klar.

"Wir haben 2008 das beste Geschäftsjahr unseres Bestehens erlebt, mit einem Kundenzuwachs von 24 %", hatte auch Kurt Teichenthaler, CIO von "3", wenig Grund, über die Krise zu klagen. Er schloss sich jedoch in seiner Beurteilung der Lage an Grasser an: "Die Telco-Branche in Österreich ist sehr herausfordernd, extrem kompetitiv. Daher begleitet uns das Effizienzthema ständig. Das bedeutet, dass wir auf der Innovationsseite sehr viel investieren", so Teichenthaler und weiter: "Ein großes Thema 2009 ist die Datacenter-Erneuerung, bis 2012 wird die komplette IT-Infrastruktur ausgewechselt. Außerdem wachsen Core Network und IT immer mehr zusammen, bis Ende 2009 wollen wir diese Konvergenz auch durchführen, das heißt wir nützen etwa gleiche Plattformen", gab Teichenthaler Einblick in ein sehr arbeitsreiches IT-Jahr.

 

Kurzfristiger ROI gefragt

„Die Krise selbst hat unsere Strategie nicht beeinflusst.“ - Elmar Grasser, Orange

"Wir sind ein Portalanbieter, wir binden Lieferanten an ein Unternehmen an. Da gibt es noch viele Prozesskosten, die stark optimiert werden können. Der ROI (Return of Investment) durch uns als Dienstleister muss immer kürzer werden. Manche Unternehmen sagen, sie machen ein Projekt nur mit einem ROI unter zehn Monaten", beurteilte Georg Rösch, Entwicklungschef bei Selected Services, die derzeitige Situation durchaus als Herausforderung. Das vor zehn Jahren gegründete Unternehmen ist auf Beratungs- und Entwicklungsleistungen im E-Business- und SAP-Umfeld spezialisiert. Das Portal-Lösungsportfolio Pool4Tool (SaaS-/On-Demand-Lösung), das auch in ein SAP-System integriert werden kann, ist heute bei über 30.000 Unternehmen, u.a. Carl Zeiss, Gardena, Hansgrohe, Heidelberger Druckmaschinen, Kärcher, ThyssenKrupp oder VISA im Einsatz. "Gerade im Automobilbereich sind auch die IT-Abteilungen durch die Krise jetzt schwer getroffen, da gibt es Kurzarbeit, 4-Tage-Woche und Reiseverbote", führte Rösch die Dramatik in dieser Branche vor Augen.

"Wir haben auch beobachtet, dass sich Projekte kurzfristiger rentieren müssen", pflichtete Georg Chytil, Geschäftsführer des Systemintegrators und IT-Dienstleisters Nextlayer, Rösch bei. "Die Unternehmen gehen auch gerne dazu über, statt zu investieren bestimmte Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen", ortete Chytil, zuvor langjähriger CIO bei Eunet und KPNQwest, einen Trend zu Outsourcing. Vorteil für die Unternehmen: Mehr Bewegungsspielraum und keine langfristige Bindung. "Ganz stark sehen wir das bei Vernetzungen und Rechenräumen, ich kenne niemanden, der sich selbst einen Rechenraum baut", so Chytil, der optimistisch in die Zukunft blickt: "Wir sehen uns im Moment eigentlich als Krisengewinner und rechnen heuer wieder mit einem soliden Wachstum".

„Unsere Schwerpunkte sind Prozessunterstützung und Prozessoptimierung.“ - Jochen Rosen, mobilkom

"Wir merken im Moment zwar einen gewissen Preisdruck von Seiten der Kunden, aber das ist ein normales Phänomen", konnte Robert Walcher, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Itsdone und ehemals CIO bei Tele2, ebenfalls keinen negativen Einfluss durch die Wirtschaftskrise feststellen. "Wir sehen aber, dass sich die Implementierungsprojekte in die Länge ziehen. Viele infrastrukturnahe Bereiche verlagern sich in Richtung Open Source-Systeme", stellte der Telekom-Profi fest, der dort für sein Unternehmen die besten Marktchance ortet. "Es geht in Richtung Konsolidierung im Infrastrukturbereich, die großen Unternehmen denken in Richtung OPEX-Reduzierung (d. h. Reduktion der IT-Betriebskosten)", nannte Walcher einen Trend.

Druck zur Prozessoptimierung

„Es geht in Richtung Konsolidierung im Infrastrukturbereich.“ Robert Walcher, Itsdone

"Wir spüren die Krise positiv und negativ", zeigte Andreas Singer, CIO des Flughafen Wien, ein ambivalentes Verhältnis zur aktuellen wirtschaftlichen Lage. Singer und sein Team fungieren einerseits als IT-Bereich des Flughafens, aber genauso auch als Outsourcing-Partner. Negativ sei die insgesamt angespannte Lage des Unternehmens, etwa der Passagierschwund. Positiv sei, dass die IT als guter Faktor gesehen wird, um Prozesse zu verbessern. "Das wäre sonst nie passiert", betonte Singer nachdrücklich.

Zwei große Themen beschäftigen den Wirtschaftsinformatiker, dessen Bereich von rund 100 Mitarbeitern heuer noch ausgebaut wird. "Einerseits Innovationsprojekte. Gerade beim neuen Terminal "Skylink" braucht es sehr viele neue Entwicklungen, die jetzt erstmalig gemacht werden." So wird es etwa neue Boarding-Systeme geben. In Entwicklung sind auch neuartige Programme zur Steuerung von Passagierflüssen. "Zweites großes Thema ist die Harmonisierung, d.h. weg mit der Schatten-EDV, wo jeder Bereich in puncto IT macht, was er will. Weg von alter Technologie, weg vom Host und hin zu neuer Technologie. 2012 geht der letzte Host-Programmierer bei uns in Pension, bis dahin sollte der Host abgelöst sein", nannte Singer seine absolute deadline.

 

Veränderte Rolle der IT

„2012 geht der letzte Host-Programmierer bei uns in Pension.“ - Andreas Singer, Flughafen Wien AG

"Die klassische IT-Division, die ihre eigene Strategie fährt, ist Geschichte, wir haben uns ganz klar als Business-Partner aufgestellt", bekannte sich mobilkom IT-Leiter Rosen zu einem neuen Rollenverständnis des IT-Bereichs. mobilkom-Techniker durchlaufen auch Abteilungen wie Marketing und Vertrieb, um ein besseres Verständnis für deren Bedürfnisse aufzubauen. "Es geht um ein gemeinsames Entwickeln", fasste Rosen zusammen.

"Das Thema Priorisierung ist in diesem Zusammenhang ganz wichtig, natürlich unter dem Aspekt: Was ist für den Kunden relevant", fügte Orange CTO Grasser hinzu. Bei Orange gibt es ein bereichsübergreifendes Forum, wo über die Priorisierung der Projekte entschieden wird. "Wir haben bei Tele2 eingeführt, dass die IT zwischen den Fachabteilungen moderiert. Wichtig war aber, dass sich die Bereichsleiter der Fachabteilungen einigen mussten", erzählte Robert Walcher, ehemals CIO bei Tele2.

"Wir müssen Partner und Berater für die Fachabteilungen sein, entscheidend ist eine gute Kommunikation", vertrat Christian Ott von Banner eine ähnliche Meinung. "Wir machen mit der Geschäftsführung und den Fachabteilungen einmal pro Jahr ein großes Strategiegespräch, bevor ich dann die IT-Strategie überarbeite", berichtete Ott.

„Rund die Hälfte der CIOs behaupten, auf der IT-Budgetseite durch die Finanzkrise gar nicht beeinflusst zu sein.“ - Bernd Bugelnig, Capgemini

"Wir sind Dienstleister und Auftragnehmer, aber auch Prozessdesigner und haben zudem eine Koordinationsrolle", definierte Ralf Peters von Agrana die Rolle der IT. "Aber wir dürfen nicht nur sammeln, was von der Business-Seite kommt, sondern müssen auch den IT-Standpunkt gemäß der Gesamt-Geschäfts-Strategie einbringen", betonte Peters. Die Internationalität sei allerdings eine gewisse Schwierigkeit, meinten sowohl Ott als auch Peters. Die Agrana ist in 30 Ländern vertreten, Banner hat weltweit 30 Firmenstandorte.

"Ich sehe mich auch als Regulator und fordere generell zu jeder Maßnahme eine dezidierte Messmethode ein", sprach Christoph Stütz auch das Thema Evaluation und Kontrolle an.

Mitarbeiter und Ausbildung

Viel Platz nahm das Thema IT-Mitarbeiter in der Diskussion ein. "Ich habe zehn % des IT-Personals im vergangenen Jahr ausgewechselt und dafür Wirtschaftsinformatiker eingestellt", berichtete Andreas Singer vom Flughafen Wien und fügte hinzu: "Mir fehlen noch immer massiv Leute, die den Kunden verstehen. Wir haben zwar genug fachlich qualifiziertes Personal, aber die Herausforderung ist die emotionale Intelligenz, denn wir verändern Prozesse mit der IT."

Eine Meinung, der sich auch Elmar Grasser von Orange anschloss: "Unternehmerisch denkende Fachkräfte zu finden, ist schwer. Wir brauchen aber Leute, die bei der Entwicklung den großen Kontext sehen und verstehen, was die Demand-Abteilung will". Das sei wahrscheinlich auch ein Ausbildungsproblem, äußerte Georg Chytil von Nextlayer kritisch: "HTLer, die wir aufgenommen haben, sind zum Teil leider nicht imstande, ein Kundenproblem zu verstehen". Man müsse daher leider selbst die Absolventen in diese Richtung in der Praxis ausbilden. "Gute Projektleiter und Business Analysten zu finden, ist im Moment schwierig", betonte Jochen Rosen von der mobilkom.

Innovationen und Mobilität

„Die Krise hilft uns, dass wir über Prozesse noch intensiver nachdenken.“ - Ralf Peters, Agrana

Innovationen im Unternehmen einzuführen, sei alles andere als leicht, waren sich alle Teilnehmer einig. Getrieben werden die Projekte und Innovationswünsche vor allem von künftiger Kosteneinsparung und mehr Effizienz, aber auch vom Wunsch nach Vereinheitlichung der Systemlandschaft. "Eine Kernfrage für uns ist sicher das Thema Mobilität und Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten: Wir haben derzeit 25 Videokonferenzsysteme im Einsatz", sagte Agrana CIO Peters.

"Es geht sicher immer mehr in Richtung Mobilisierung von Geschäftsprozessen beim Kunden", unterstrich mobilkom CIO Rosen, der folgende Schwerpunkte nannte: CRM Mobilisierung und Vertriebssteuerung sowie mobile Zeiterfassung z.B. auf Baustellen, aber auch individuelle Lösungen: Dafür stehen A1 Solution Partner lokal in allen Bundesländern zur Verfügung. "Wir sehen auch einen massiven Zuwachs bei mobilem Internet, da stehen wir ja europaweit gemeinsam mit Schweden an der Spitze", freute sich Kurt Teichenthaler von "3". Multimedia-Lösungen seien jetzt schon ein "Renner". "Insgesamt sind konvergente Services gefragt", fasste Teichenthaler zusammen.

„Manche Unternehmen sagen, sie machen ein Projekt nur mit einem ROI unter zehn Monaten.“ - Georg Rösch, Selected Services

"Wir haben eine Always on-Strategie, der Außendienst arbeitet serverbasiert mit Citrix und hat jederzeit Zugriff auf die kompletten Applikationen, das ist standardisiert für alle Standorte gleich", berichtete Christian Ott von Banner. Im vergangenen Jahr wurde die gesamte Telekommunikation bei Banner mit dem Partner T-Systems am Standort Linz auf IP umgestellt "Ich wollte eine reine IP-Anbindung inklusive Mobilfunk-Integration", so Otts Anforderung. An der Lösung wurde zwei Jahre gearbeitet, jetzt soll sie über den gesamten Konzern ausgerollt werden.

Das Jahr 2009 erfolgreich abzuschließen, dazu muss die IT ihre Doppelrolle, "technische Herausforderungen erfolgreich abzuschließen und dem Business gegenüber alles fristgerecht zu liefern, möglichst gut erfüllen", hatte Kurt Teichenthaler von "3" ein gutes Schlusswort parat. "Ich hoffe, dass uns die Krise nicht noch stärker trifft", äußerte sich Ralf Peters vorsichtig. Der menschliche Faktor sei entscheidend: "Ein Erfolg ist es dann, wenn die Kollegen gerne zu uns kommen und gerne mit uns zusammenarbeiten", resümierte Andreas Singer.

Teilnehmer

Bernd Bugelnig, VP Custom Software Development & Application Management, Capgemini

Georg Chytil, Geschäftsführer Nextlayer, ehem. CIO Eunet

Elmar Grasser, CTO Orange

Christian Ott, CIO Banner GmbH

Ralf Peters, CIO Agrana

Jochen Rosen, Bereichsleiter IT, mobilkom

Georg Rösch, Head of Development, Pool4tool/Selected Services

Andreas Singer, Leiter Informationssysteme, Flughafen Wien AG

Christoph Stütz, CIO T-Systems

Kurt Teichenthaler, CIO "3"

Robert Walcher, Geschäftsführung, Itsdone, zuvor IT Leiter bei Tele2

Moderation: Christine Wahlmüller

Ort der Diskussion: Capgemini Austria, 1020 Wien, Fotograf: Rudi Handl/Timeline

 

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