„Produktivität ist nicht mit noch mehr Features steigerbar“, betonte denn auch Dieter Roskoni, Director Marketing Central Europe. Aufgabe sei es viel mehr, den Usern die Arbeit zu erleichtern und herkömmliche Grenzen zwischen den einzelnen Applikationen durchgängiger zu machen. Dazu zählt etwa die Hebung der Mitarbeiterproduktivität durch die Verbindung von Business Intelligence, Anwendungen, Workflow, Kollaborations- und Microsoft-Office-Tools – ein Ziel, das man sich mit der neuen Version von Lawson Smart Office gesetzt habe.
Lawson Smart Office fungiert als einheitliche Benutzeroberfläche, die der Anwender gar nicht mehr zu verlassen braucht. Er kann über diesen „Lawson Desktop“ beispielsweise Excel als Dateneingabemaske verwenden oder Daten zwischen Lawsons betriebswirtschaftlicher Softwarelösung M3, Microsoft Word, Excel und Outlook austauschen.
In eine ähnliche Richtung zielt auch Lawson Enterprise Search, das Lawson Smart Office und die ERP-Daten durchsuchbar macht – derzeit für die S3-Produktlinie implementierbar, soll es noch im Laufe des Jahres auch für M3 verfügbar sein.
Seine BI-Lösung hat das Unternehmen mit M3 Analytics markt- und anwendergerecht erweitert. Hier werden branchenbezogene Reports verfügbar gemacht, die Anwendern die Abfrage und Auswertung von BI-Daten erleichtern sollen. Die Anwendungen beinhalten mehr als 70 vorkonfigurierte Schlüsselindikatoren (KPIs) und 50 vorgefertigte Scorecard-Reports, wie sie üblicherweise in diesen Branchen eingesetzt werden. Das Produkt kann optional erworben werden.
Ausgebaut wurde auch der Support. „Wir bieten jetzt mehr Support für das gleiche Geld“, betonte Roskoni. Je nach Servicestufe gibt es für betreute Unternehmen jetzt auch einen Global Support Account Manager, der für eine persönliche Betreuung sorgt. „Indem wir eine einfachere und effizientere Support-Struktur schaffen, können wir unseren Kunden helfen, stärker zu werden, was in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten entscheidend ist“, zeigte sich Roskoni überzeugt.
Equipment Service Management & Rental Lösung
Die neue Devise bei Lawson heißt: stärker werden in genau definierten Marktsegmenten. Dementsprechend präsentierte Julian Archer, Marketing Director Business Unit ESM & R, die Lawson-Lösung für den Schwermaschinenmarkt.
Dabei geht es um das komplexe Miet- und Servicegeschäft von hochpreisigen, meist mobilen Anlagegütern, wie Baumaschinen, Flugzeugen, Helikoptern und ähnliches. Als Pilotkunde für dieses Marktsegment fungierte Finning International, weltgrößter Händler von Caterpillar-Maschinen. Ein Anwender im deutschsprachigen Raum ist die Zeppelin Baumaschinen GmbH.
„Die Arbeitsweise von Maschinenhändlern unterscheidet sich in der Regel stark von den Betriebsabläufen in fast allen anderen Branchen“, so Archer. „Transparenz ist dabei das wichtigste Kriterium: von der Kenntnis der Gesamtkosten pro Stunde pro Maschine über die Entwicklung der passenden Präventivwartung für jede einzelne Maschine bis hin zum raschen Abruf der richtigen Gewährleistungsdaten. Die Software hilft uns dabei, unser Geschäft vorausschauend abzuwickeln.“ Der Markt für dieses Produkt in Österreich ist zwar überschaubar, aber wichtig, so der Marketing Director.
Strategischer Ausblick
Karl Hinterholzer, Geschäftsführer Lawson Software Österreich, erläuterte die zukünftige globale Ausrichtung von Lawson auf Kernbranchen wie Nahrungsmittel- und Getränke, Fashion, das bereits genannte ESM & R, Healthcare.
Dabei sind aber große regionale Unterschiede zu berücksichtigen. So sei Lawson mit Healthcare auf dem US-Markt auf Grund der Firmenhistorie Marktführer. In Österreich ist Lawson im „klassischen“ Industrieumfeld und im Großhandel sehr gut aufgestellt, wo man sich allerdings einem starkem Mitbewerb gegenüber sieht. Insofern soll die Kernbranchen-Strategie hier auch dem Wachstum helfen und eine höhere Durchschlagskraft im Markt erzielen.
Während man im heimischen Markt 2008 etwa mit Releasewechseln und größeren Projekten bei langjährigen Lawson-Kunden, wie KTM, reüssierte, konnte man mit der Brauerei Murau einen Neukunden in einem der neuen Fokussegmente gewinnen. „Das Lawson-M3-System wird bei der Brauerei Murau die Bereiche Vertrieb, Finanzen, Beschaffung, Logistik sowie Service und Miete der Schankanlagen abdecken“, freut sich Hinterholzer.



7/2011
6/2011
5/2011


Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 