Unter Green IT versteht man die umwelt- und ressourcenschonende Nutzung von Informationstechnologie (IT) über deren gesamten Lebenszyklus der Hard- und Software hinweg.
„Bis zu 60 % an Energie lassen sich auf Seiten der Hardware durch geeignete Effizienzmaßnahmen wie Konsolidierung, Virtualisierung oder Power Management einsparen. Denn viele Server sind schlecht ausgelastet, weil sie für die Lastspitzen dimensioniert wurden. Fasst man zum Beispiel 10 Rechner in Form von virtuellen Maschinen auf einen großen Server zusammen (=Konsolidierung), so kann die Reserve für die Lastspitzen reduziert werden, weil sie nicht gleichzeitig auftreten. Damit verbessert sich die Auslastung des stärkeren Rechners um ein Mehrfaches“, erklärte DI Ratzenböck, von der Energie AG Oberösterreich. Ebenso ist die entsprechende bauliche Gestaltung der Server-Räume von Bedeutung, denn Platzmangel und falsch aufgestellte Server steigern den Energieverbrauch.
Neben der Hardware leistet auch die Software einen Beitrag zur Energieeffizienz. „Mit Software Technologien wie zum Beispiel Smart Metering und Data Mining können wir Energiedaten auswerten und verschiedenste Szenarien prognostizieren. Diese Daten bilden eine Entscheidungsgrundlage für weitere Schritte im Energiemanagement“, berichtete Dr. Natschläger vom Software Competence Center Hagenberg. Anhand des Forschungsprojektes Blue Forecast stellte Mag. Wolfgang Traunmüller von Blue Sky Wetteranalysen ein automatisches Wettervorhersagesystem vor, welches Methoden der Statistik und des maschinellen Lernens kombiniert. Solche System kommen zum Beispiel in der Gebäudeautomatisierung zum Einsatz.
DI Georg Meixner von IBM Österreich hielt einen Vortrag über die Nachhaltigkeit in der IT und ging unter anderem auf Kosten der IT-Infrastruktur ein. Die Referenten des SCCH berichteten darüber, welchen Beitrag die Software zur Energieeffizienz beiträgt. Dr. Wolfgang Beer referierte über die Möglichkeiten der Datenerfassung. DI Heinrich Wilk präsentierte das Energiekonzept des Power Tower und führte die Teilnehmer durch die Konzernzentrale. Besonders ging er auf das Heinzsystem ein und demonstrierte wie ein Bürogebäude im Passivhausstil funktioniert




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Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 