Business Activity Monitoring

Peter Chamoni ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Operations Research an der Universität Duisburg-Essen und Präsident des TDWI Germany e.V. Er lehrt und forscht insbesondere in den Bereichen der daten- und modellorientierten Entscheidungs- unterstützung für das Management.
Die Erfüllung der Anforderungen an Unternehmen, die in der dynamischen Umwelt begründet sind, lassen sich unternehmensintern anhand von Reifegradmodellen abbilden. Vor diesem Hintergrund kann der Status Quo der vorhandenen Business-Intelligence-Lösung in unterschiedliche Reifegrade eingeordnet werden. Nach Brobst [2] werden dabei fünf Stufen differenziert, die vom vergangenheitsorientierten Reporting mit klassischen Batch-Systemen über Analyse- und Predictive-Systemen hin zu operativen Echtzeit-Systemen mit automatisierten, ereignisgesteuerten Entscheidungskomponenten reichen, die den Prozessablauf fokussieren.
Während neue Herausforderungen für Business Intelligence bereits bestehen, findet das Fortschreiten in den Reifegradstufen in Unternehmen derzeit nur langsam statt. Aber auch hier ist zu beobachten, dass der Druck auf eine Entwicklung zur prozessorientierten Business Intelligence wächst, da sich im Wettbewerb andernfalls Nachteile ergeben. Auch wenn in der derzeitigen Wirtschaftslage Investitionen vermeidet und Budgets gekürzt werden, sollte die auseinandergehende Schere zwischen den aktuellen Anforderungen an Unternehmen und der jeweiligen Reifegradestufe nicht außer Acht gelassen werden.
Paradigmenwechsel

Markus Linden ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Operations Research der Universität Duisburg-Essen. Seine Forschungstätigkeiten fokussieren sich insbesondere auf Business Process Management und Business Intelligence.
Zukünftig ist daran zu denken, dass eine flexible und agile technische Komponente, auf Basis einer integrierten Event-Driven-Architecture (EDA) sowie einer Service-oriented Architecture (SOA), Geschäftsprozesse regelbasiert definiert und steuert, während dieser produktiv ausgeführt wird. Neben den unternehmensinternen Prozessen sollten zukünftig dabei auch unternehmensübergreifende Prozesse in Lieferketten und Unternehmensnetzwerken berücksichtigt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die Konzentration auf die Phase der Weiterentwicklung im Geschäftsprozessmanagement bilden, womit der Fokus auf der beständigen Verbesserung des Prozessdesigns im strategischen und taktischen Bereich liegt. Auch vor diesem Hintergrund ist eine Unterstützung durch Business Intelligence denkbar, die hierbei näher an eine "Prozessintelligenz" herankommen würde als es derzeit bei einer reinen Prozesssteuerung im Sinne des Operational-Business-Intelligence-Ansatzes der Fall ist.
[1] Hackathorn, R.: Current Practices in Active Data Warehousing. 2002
[2] Stephen A. Brobst, Chief Technology Officer Teradata, NCR
Die 9. Europäische TDWI Konferenz mit BARC@TDWI Track findet vom 15. bis 17. Juni in München statt.
Nachdem der Fusion der BARC Data Management Expo und der jährlichen TDWI Konferenz 2008, hat sich die Veranstaltung jetzt als unabhängige Plattform zu den Themenbereichen Business Intelligence, Data Warehousing und Datamanagement für den deutschsprachigen Raum etabliert.
Gerade im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld gewinnt der effektive Einsatz von funktionierenden BI und DWH Lösungen immer mehr an Bedeutung. Die 9th Europäische TDWI Konferenz mit BARC @ TDWI Track möchte sich als ideale Plattform für die Weiterbildung im Themenumfeld BI und Data Warehousing präsentieren.
In Halb- und Ganztageskursen werden Grundlagen und Technologien sowie neuste Trends im Analystentrack von BARC vorgestellt. In der parallelen Fachmesse werden auch in 2009 wieder über 30 der führenden Hersteller und Beratungshäuser ihre neusten Entwicklungen präsentieren
Details unter www.tdwi.eu/veranstaltungen/konferenzen/tdwi-2009-munich.html



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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 