Außerdem kündigten die beiden Organisationen ein gemeinsames Benchmarking-Programm an. Dieses soll die Leistungskennzahlen bei repräsentativen SAP-Kunden erheben und auswerten. Darüber hinaus ändert SAP die Preisgestaltung für Supportverträge, die bereits auf SAP Enterprise Support umgestellt wurden.
Eine von SAP und SUGEN gemeinsam gegründete Arbeitsgrupppe hat den SUGEN KPI Index ausgearbeitet. SAP wird die geplanten Preisanhebungen von konkreten Verbesserungen abhängig machen, die im SUGEN KPI Index abgebildet werden. Der vollständige Mehrwert soll sich im Verlauf des auf vier Jahre angelegten Benchmarking-Programms einstellen.
„SUGEN und SAP haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen, dass bestehende und künftige SAP-Kunden einen echten Wertbeitrag durch SAP Enterprise Support erzielen“, so Mike Stoko, Vorsitzender von SUGEN. „SUGEN repräsentiert die weltweite SAP-Kundengemeinde und arbeitet gemeinsam mit SAP an strategischen Themen wie SAP Enterprise Support. Wir begrüßen die heutige Ankündigung. Aus unseren gemeinsamen Bemühungen entstand ein branchenweit einmaliges Programm, das klar aufzeigt, welchen Mehrwert SAP Enterprise Support dem Kunden bringt.“
Die Kennzahlen des SUGEN KPI Index gliedern sich in vier Kategorien. Sie stellen die wichtigsten Werttreiber im Unternehmen dar und wurden auf Grundlage zahlreicher Kundengespräche definiert. Die vier Oberkategorien sind:
- Kontinuität im Geschäftsalltag (Business Continuity)
- Verbesserte Geschäftsprozesse (Business Process Improvement)
- Investitionsschutz (Protection of Investment)
- Gesamtkosten der betrieblichen Abläufe (Total Cost of Operations)
Details zum Benchmarking-Ansatz
Die Kennzahlen im SUGEN KPI Index werden im Rahmen des Benchmarking-Programms bei repräsentativ ausgewählten Kunden erhoben. Dieses liefert den Vergleichsmaßstab, mit dem alle SAP-Kunden den individuellen Wertbeitrag von SAP Enterprise Support bewerten und vergleichen können. Zusätzlich wird ein unabhängiger Projektpartner die Qualität des Benchmarking-Programms kontrollieren. Das Benchmarking-Programm wird von allen SUGEN-Mitgliedern sowie dem SAP-Vorstand unterstützt.
Anpassung der Gebühren an neuen Wartungszyklus
Unter Berücksichtigung der Gespräche mit SUGEN sowie der aktuellen Wirtschaftslage verlängert SAP die im Juli 2008 angekündigte stufenweise Preisanpassung für Kundenverträge, die bereits auf SAP Enterprise Support migriert sind, um drei Jahre. Ursprünglich über einen Zeitraum von vier Jahren bis 2012 geplant, läuft sie nun über sieben Jahre bis 2015 im Zusammenhang mit der angekündigten 7-2 Wartungsstrategie. Ab dem Jahr 2010 erhöhen sich die Gebühren von SAP Enterprise Support für diese Kundenverträge unter Berücksichtigung der individuell geltenden Verträge, beschränkt durch eine jährliche Obergrenze. Dies bedeutet eine maximale durchschnittliche Erhöhung von 3,1 Prozent für die Jahre ab 2010. Bis Ende 2015 garantiert SAP die Preise für Enterprise Support mit maximal 22 Prozent.
Die im Rahmen der deutschen und österreichischen Pflegeverträge übliche Regelung ist uneingeschränkt weiter gültig und die definierte Obergrenze gilt auch für diese Verträge. Die Anpassungsregelungen für Verträge die vor Juli 2008 geschlossen und noch nicht migriert wurden, bleiben weiterhin gültig.


1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 