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Strategien

Forschung und Entwicklung im Bereich Mikro- und Nanoelektronik

Österreichische ENIAC Plattform gestartet!

Die erfolgreichen Projekte der ersten ENIAC-Ausschreibung befinden sich in Vertragsverhandlungen, das Arbeitsprogramm 2009 ist ausgearbeitet und der 2. Call wurde Anfang März geöffnet - ein guter Zeitpunkt die ENIAC-Austria Plattform zu starten.

Monika Egger-Fuchs, Thomas Zergoi

Das Kick-Off Event für die ENIAC-Austria Plattform hat Ende. Februar 2009 bei Infineon in Graz stattgefunden. Hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission, sowie Vertreter der Industrieplattform AENEAS haben die Rahmenbedingungen für Europäische F&E im Bereich Mikro- und Nanoelektronik durch das Joint Undertaking ENIAC (JU ENIAC)vorgestellt. Die darauf abgestimmte österreichische Forschungsstrategie, samt nationalen Förderprogrammen sowie eine Studie zu den F&E-Charakteristika der Mikroelektronikindustrie bildeten die passende Ergänzung. Durch die Veranstaltung führte Dr. Klaus Bernhardt vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), welcher die Initiative stark mitträgt.

Wie Mag. Michael Wiesmüller (BMVIT), österreichischer Delegierter bei ENIAC, in seinem einleitenden Statement vor rund 40 hochkarätigen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft herausstrich, hat Österreich seine Hausaufgaben schon seit Jahren gemacht: So wurden durch das nationale Programm FIT-IT AT Stärken ausgebaut, die sich auch schon in einer guten österreichischen Beteiligung in den relevanten Themen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms niederschlugen und auch durch verschieden Studien im Auftrag des BMVIT bestätigt werden.

Livio Baldi, Vertreter der Industrieplattform AENEAS und der Firma Numonyx, beschäftigte sich mit der Frage, warum sich Europa auf Mikro- und Nanoelektronik konzentrieren soll und strich dabei hervor, dass für diese "pervasive technology" sowohl ein starker Markt, ein großer Anwendungsbereich, als auch ein hohes Investment in die Forschung vorhanden ist. Dies zeigt sich auch in der Tatsache, dass 2004 schon drei europäische Halbleiterfirmen unter den "Top-Ten" der Welt waren - 1990 fand sich nur ein europäisches Unternehmen in diesem Ranking.

Der Vertreter der Europäischen Kommission, Michel Hordies, gewährte bereits Einblicke in die kommende 2. Ausschreibung: In den Bereichen, wo es beim 1. Call bereits große Projekte gegeben hat, wird es diesmal nur noch kleinere geben. Nichtsdestotrotz werden voraussichtlich beeindruckende 104 Mio. Euro an öffentlichen Mitteln bei der aktuellen Ausschreibung zur Verfügung stehen.

Bislang hat das JU ENIAC seine hochgesteckten Erwartungen erfüllen können: So lag die Beteiligung der Industrie bei 59% und von der hohen KMU-Beteiligung von 24% zeigte man sich seitens der Europäischen Kommission sehr erfreut. Darüber hinaus wurde von Hordies betont, dass es sich bei ENIAC auch um eine große strategische Initiative handelt: Die Konsortien setzten sich durchschnittlich aus 25 Partnern aus sechs bis zehn verschiedenen Ländern zusammen. Wesentlich ist, so betonte Hordies, dass die Eniac Mitgliedsländer die in der ENIAC Council Regulation geplanten Mittel auch zur Verfügung stellen.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pribyl (TU Graz), Chairman der ENIAC-Austria Plattform, erläuterte im Anschluss die Intentionen der neugeschaffenen nationalen Plattform: Die Plattform "ENIAC-Austria" hat es sich zum Ziel gesetzt, die Beteiligung österreichischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Technologieplattform ENIAC zu erhöhen. Neben der Netzwerkbildung soll die strategische Fokussierung und Positionierung aller österreichischen Akteure auf dem Gebiet Mikro- und Nanoelektronik unterstützt und mit F&E-Förderprogrammen gestärkt werden. Zur Steuerung dieser Plattform und laufenden Anpassung an die Interessen von Industrie und Forschung wurde ein 12-köpfiges Advisory Board ins Leben gerufen, das gemeinsam mit dem Chairman für Österreich interessante Themen diskutieren und fördern und die (Weiter-)Entwicklung dieser Plattform gestalten wird. Der Informationsaustausch erfolgt mittels eines eigenen "Member Areas" der Website ENIAC-Austria.

Der Blick in die ENIAC-Zukunft erscheint derzeit rosig: Beim ENIAC Main Brokerage Event in Paris Mitte Februar wurden schon einige Projektideen besprochen. Auch österreichische Vertreter sind wieder in potentiellen Konsortien vertreten. Diese erhalten wesentliche finanzielle und fachliche Unterstützung durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Die neue ENIAC-Austria Plattform kann dazu beitragen das österreichische, bislang höchst erfreuliche, Ergebnis noch weiter zu verbessern.

www.eniac-austria.net

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