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Bedeutung von Innovation

FIT-IT prämiert beste IT-Forschungsprojekte

Das bmvit und die FFG luden ins Technische Museum Wien zur Prämierung der besten Projektanträge aus 2008 im Förderprogramm FIT-IT für IT-Spitzenforschung.

Vor 120 VertreterInnen aus der österreichischen IT-Wirtschaft und -Forschung stand die Veranstaltung unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise und betonte mit dem Veranstaltungsmotto „Die Bedeutung von Innovation“ die erhöhte Notwendigkeit von Initiativen im Bereich IT-Forschung. Im Mittelpunkt standen aber die fünf Siegerprojekte aus den fünf Schwerpunktthemen des FIT-IT-Programms. 

Der Keynote-Sprecher der Veranstaltung, Professor Horst Hanusch vom Lehrstuhl für Innovationsökonomik der Universität Augsburg, betonte zunächst die Relevanz der Erkenntnisse des österreichischen Ökonomen Joseph A. Schumpeter für die aktuelle gesamtwirtschaftliche Situation – Innovation ist der Schlüsselbegriff für wirtschaftliche Entwicklung, ihre zentrale Rolle darf nie vergessen werden.

Zuvor hatte Kerstin Zimmermann vom bmvit, die TeilnehmerInnen begrüßt und auf das fortgesetzte Engagement des bmvit für anwendungsorientierte IT-Spitzenforschung hingewiesen. In einem weiteren Vortrag stellte Reinhard Petschacher, Vorstand Infineon Technologies Austria AG und Rat für Forschung und Technologieentwicklung, die Vision und Schwerpunkte der neuen österreichischen IKT-Forschungsstrategie vor.  

Über das Programm FIT-IT wurden im Jahr 2008 12 Millionen Euro Fördergeld an 35 Projekte vergeben, inklusive der Eigenmittel der beteiligten Unternehmen fließen so 18,8 Millionen Euro in neue anspruchsvolle Forschungsprojekte in den fünf Programmlinien von FIT-IT.

Siegerprojekt in der Programmlinie Embedded Systems

  • CLIC - Closed-Loop Integration of Cognition, Communication and Control
  • Projektpartner: TTTech Computertechnik AG; Universität Klagenfurt, Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme; TU Wien, Institut für Technische Informatik; TU Wien, Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik

Ziel des CLIC (Closed-Loop Integration of Cognition, Communication and Control) Projekts ist die Integration von Echtzeitbilderfassung und adaptiver Bewegungssteuerung basierend auf synchroner Kommunikation. Die kombinierte Anwendung dieser Bereiche erlaubt innovative Steuerstrategien und Sicherheitsmechanismen, sowie verbesserte Energieeffizienz.

Siegerprojekt in der Programmlinie Semantic Systems and Services

  • MAGNIFICENT - Multifaceted Analysis of News Articles for Intelligent User- and Context-Sensitive Presentation
  • Projektpartner: Österr. Forschungsinstitut für Artificial Intelligence (ÖFAI), Bronner Online AG

Das Projekt soll den Lesegenuss beim Durchblättern einer Zeitung in analoger Weise auf ein Onlinemedium übertragen. Dies soll einerseits auf der Modellierung des typischen Leseflusses eines Benutzers, andererseits auf dessen Präferenz für bestimmte Artikel beruhen. Die personalisierte Präsentation von Inhalten ist dabei ein entscheidender Vorteil gegenüber Printmedien.

Siegerprojekt in der Programmlinie Systems on Chip

  • VHD (very high data rates) - High Speed Air-Interface and IC Architecture for Contactless Smartcards and NFC
  • Projektpartner: NXP Semiconductors Austria GmbH; TU Graz, Inst. f. Elektronik; FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH; Universität Klagenfurt, Institut of Networked and Embedded Systems

Das Projekt VHD hat zum Ziel die Limitierungen von kontaktlosen Smartcards und NFC (Near Field Communication) im Bereich der Transaktionszeit zu durchbrechen. Dafür sind radikal innovative Konzepte im Bereich der IC-Architektur unumgänglich. In Folge eröffnet dieser Innovationsschritt eine Reihe neuer Applikationen im Bereich elektronischer Reisepässe, elektronischer Gesundheitskarten oder Multimedia-NFC.

Siegerprojekt in der Programmlinie Visual Computing

  • OUTLIER - Online and UnaTtended Learning for Implicit Event Recognition
  • Projektpartner: Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, Institut für Informationssysteme & Informationsmanagement; TU Graz, Institut für maschinelles Sehen und Darstellen; SIEMENS AG Österreich, Siemens IT Solutions and Services PSE

Die rasch wachsende Anzahl von Videoüberwachungssystemen erfordert automatische Analysemethoden. Das Projekt erforscht und entwickelt neue computergestützte Lernmethoden, um ungewöhnliche Situationen ohne explizite Modellierung zu detektieren. Diese generischen Lernmethoden werden für die Erkennung von ungewöhnlichen Ereignissen auf öffentlichen Plätzen und im Verkehrsbereich eingesetzt.

Siegerprojekt in der Programmlinie Trust in IT Systems

  • PUCKMAES - Physically UnCloneable KeyMAterial Extraction on Silicon
  • Projektpartner: Infineon Technologies Austria AG, TU Graz, Institut für Elektronik

Zur Identifikation / Authentisierung von Objekten wurden bisher auf RFID-Chips eindeutige Werte abgespeichert. Der neue Ansatz mit „physically uncloneable functions“ (PUFs) lässt demgegenüber signifikante Vorteile bezüglich Sicherheit und Kosten erwarten, da nun Chip-individuelle Werte und kryptographische Schlüssel aus kleinsten Schwankungen von Materialeigenschaften gewonnen werden können. 

www.ffg.at/fit-it

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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