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CeBIT 2009

Software-Technologien für interaktives Fernsehen

Rund 500 Testpersonen nahmen im August 2008 beim österreichweiten TV-Experiment "ORF interaktiv" des EU-Forschungsprojektes "LIVE-Staging of Media Events" teil. Jetzt wird dieses Projekt auf der CeBIT in Halle 9 präsentiert.

„ORF interaktiv“ zur Olympia 2008. Die Zuschauerpräferenzen wurden laufend in Echtzeit gemessen und unterstützten dem Regisseur bei der Informationsauswahl. (Bild: ORF)

Mit „ORF interaktiv“ bekamen die Zuseher vier zusätzliche TV-Kanäle ins Wohnzimmer geliefert und konnten zwischen Live-Sportberichterstattung, Moderationen, Archivberichten, Sportlerinterviews und mehr wählen. Durch interaktive Angebote, wie beispielsweise Voting, erhielt der Regisseur die Zuseherpräferenzen in Echtzeit geliefert. Er konnte sofort auf die Wünsche reagieren und die entsprechenden Bilder anbieten. 

Der überwiegende Teil der Zuseher (85 %) bewertet interaktives TV mit „sehr gut“. Die höchste Zufriedenheit zeigten jene, die das Programm an allen drei Übertragungswochenenden nutzten. Geschätzt wurde die Möglichkeit, selbst als Programmgestalter tätig zu sein. Besonders die interaktiven Elemente, wie beispielsweise das Voting, haben es den Fernsehkonsumenten angetan. Und geht es nach den Präferenzen der Zuseher, sollte interaktives TV in Zukunft öfter angeboten werden. Auf der Wunschliste ganz oben stehen Weltmeisterschaften, Wahlberichterstattung und Großereignisse aus dem Kulturbereich. Menüführung und Navigation wurden als besonders benutzerfreundlich bewertet. Der Ein- und Ausstieg in die Anwendung und der Wechsel zwischen den angebotenen Kanälen hätte jedoch etwas rascher passieren können.

„Intelligent Media Framework“

Das von Salzburg Research entwickelte „Intelligent Media Framework“ empfing und verarbeitete im ORF-Zentrum pro Sendestunde 12.000 Nachrichten, verknüpfte und filterte diese und unterstützte dadurch den Produktionsleiter bei seinen Programmentscheidungen. Das Feedback der Zuseher und ihrer Wünsche wurde dem Regisseur in Echtzeit übermittel.

Das innovative Programmformat geht über heutige Einkanal-Übertragungen weit hinaus, indem es auf bis zu fünf Kanälen unterschiedlichste TV-Inhalte – wie live Bilder der Kameras, Archivmaterial, Hintergrundberichte und Informationen über Athleten – miteinander in Beziehung setzte und die ZuseherInnen interaktiv an der Programmgestaltung teilhaben ließ.

Das Forschungsprojekt „LIVE – Staging of Media Events“ wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt und dauert mehr als 3,5 Jahre. Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse und Informationssysteme forschen und entwickeln der ORF, die Salzburg Research Forschungsgesellschaft, die Kunsthochschule für Medien Köln, Atos Origin, die Universität Bradford, die Universität Laibach, die FH Köln und Pixelpark.

www.ist-live.org

www.salzburgresearch.at

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CeBIT 2009

Die CeBIT 2009 in Hannover dauert vom 3. bis zum 8. März 2009. Neben dem Partnerland Kalifornien stehen die Themen Webciety und green IT im Mittelpunkt der weltweit größten Veranstaltung für die Informations- und Kommunikationsindustrie.

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Christian Henner-Fehr

Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. ..mehr..

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