Hersteller im Überblick
Der Markt für PPM-Systeme ist derzeit trotz des Konsolidierungsprozesses noch immer recht unübersichtlich. Allein in Deutschland gibt es deutlich über 50, international sogar mehr als 300 Anbieter. Im Folgenden werden neun führende Anbieter der insgesamt 24 in der PPM-Studie analysierten Produkte kurz vorgestellt und tabellarisch verglichen.

Bewertung führender Anbieter nach Funktionalität des Produktes in Punkten (5 - höchster, 0 - niedrigster Wert)
Das System HP PPM Center 7.1 von HP hat einen klaren Fokus auf Projekte im Kontext des IT-Managements. Eine starke Prozessorientierung und hohe Funktionalität charakterisieren die Lösung. Zudem ist das Produkt gut in das Produktportfolio von HP integriert. Sollte ein detailliertes Termin- und Ressourcen-Management notwendig sein, muss jedoch auf Lösungen von Drittanbietern zurückgegriffen werden.
Der Rational Portfolio Manager 7.1 von IBM ist eine breit gefächerte Lösung, die insbesondere ausgereifte Funktionalitäten für das Termin-, Ressourcen- und Kosten-Management bietet. Damit ist es eine gute Software auch für komplexe Projektmanagement-Umgebungen. Jedoch erfordert die Software ebenso einen höheren Schulungsaufwand, um effizient genutzt werden zu können.
Bei der Lösung Microsoft Office EPM 2007 handelt es sich um mehrere Einzelprodukte, die zusammen die PPM-Lösung ausmachen. Diese weisen eine hohe Usability auf und sind darüber hinaus gut in die Microsoft-Welt integriert. Insgesamt handelt sich um ein flexibel einsetzbares System. Dennoch: Um fortgeschrittene Anforderungen von Unternehmen abzudecken, ist bei der Einführung häufig Programmieraufwand notwendig.
Die PPM-Lösung von SAP besteht ebenso aus mehreren aufeinander abgestimmten Einzellösungen: SAP ERP 6.0, SAP xRPM4.5, SAP cProjects 4.5. zusammengenommen unterstützen sie ein breites Repertoire an PPM-Funktionen. Durch die getrennte Entwicklung ist jedoch keine kohärente Benutzeroberfläche verfügbar. Insgesamt ist die Benutzerfreundlichkeit eher unterdurchschnittlich. Obwohl die Einzelsysteme auf unterschiedlichen Architekturen basieren (Client/Server und Web-basierte Architekturen) sind sie insgesamt gut in die SAP-Welt integriert.
Die Lösung RPlan von Actano ist insbesondere für den Einsatz im Bereich des New Product Development ausgelegt und wird traditionell häufig in der Automobilbranche eingesetzt. Stärken der Lösung liegen in der Projektplanung und im Ressourcenmanagement. Die Software verfügt über relativ wenige Konfigurationsmöglichkeiten, ist dadurch aber relativ schnell einsatzbereit.
Das System Planisware 5 weist in nahezu allen Bereichen des PPM eine vollständige Funktionalität auf. Die Lösung ist sehr flexibel konfigurierbar. Darüber hinaus ist sie in der neuen Version recht gut skalierbar und so auch für eine große Anzahl von Nutzern und Projekten geeignet. Die Einführung der Lösung ist jedoch wegen des erhöhten Konfigurationsaufwands vergleichsweise aufwendig.
Planview Enterprise 9 deckt ebenso nahezu alle Bereiche des PPM vollständig ab. Das System ist Web-basiert und insbesondere für das Management von Projekten im Kontext des IT-Managements ausgelegt. Mittlerweile deckt Planview Enterprise auch angrenzende IT-Management-Funktionen ab, wie bspw. Elemente des Service Managements.
Die Lösung PSNext 2.5 von SciForma ist dem allgemein Trend folgend vollständig Web-basiert. Die einzelnen Bestandteile sind gut organisiert und zeichnen sich durch eine hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Die fortgeschrittenen Funktionen, insbesondere im Termin- und Ressourcen-Management erlauben einen breiten Einsatz der Lösung. Die Portfolio-Management-Funktionalität ist noch jedoch noch wenig ausgeprägt.



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Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 