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Strategien

Austria Wirtschaftsservice: Förderprogramm für Unternehmensgründungen im Hightech-Bereich

Lixto: Marktbeobachtung, vom Knochenjob zum Vergnügen

Mit Lixto werden Wünsche wahr - zumindest die der Marketing- und Sales-Spezialisten. Denn mit der innovativen Markt-Monitoring-Technologie des jungen Wiener Unternehmens, eines Spin-Offs der TU Wien, werden die unendlichen Tiefen des World Wide Webs genauestens durchleuchtet.

Erfolg mit Markt-Monitoring: Christian Koestler, Geschäftsführer Sales & Marketing, Professional Services (r.) und Dr. Marcus Herzog, Geschäftsführer R&D, Product Management & Marketing IT (Fotos: Lixto)

Lixto wurde 2001 gegründet, im "verflixten" siebten Jahr gelang der absolute Durchbruch: das junge Wiener Web Intelligence Software-Unternehmen mit zur Zeit 26 Mitarbeitern, hat 2008 sein bis dato erfolgreichstes Jahr hinter sich gebracht: Der Umsatz konnte gegenüber 2007 um 60 % gesteigert werden und es gelang, zehn neue große Kunden in den für Lixto essentiellen Marktsegmenten Tourismus, Automobilindustrie sowie Computer & Consumer Electronics zu gewinnen. Zu den Neuzugängen zählen u.a. Fujitsu Siemens und der Automobilzulieferer Kautex. Bisher zählten bereits Thyssen Krupp Presta, ZF Friedrichshafen, Voss Automotive, hotel.de, die Österreich Werbung, die deutsche Zentrale für Tourismus, die Verbund AG, aber auch SAP zu den Lixto-Kunden.

Einfaches Geschäftsmodell

"Wir machen keine Suche, so wie Google das tut, sondern wir holen sehr gezielt strukturierte Informationen von speziell ausgewählten Websites heraus", erklärt Marcus Herzog, vormals Universitätsassistent am Instituts für Informationssysteme der TU Wien und einer der Lixto-Gründer. Aus einem Forschungsprojekt mit dem Thema Webdaten-Extraktion und einer ersten Kooperation mit T-Mobile ist mittlerweile ein erfolgreiches Unternehmen geworden. Marktdatenerhebung, produktspezifische genaue Preisvergleiche, aber auch Mitbewerbsbeobachtung ist mit den Lixto-Lösungen möglich - um nur einige Anwendungen zu nennen.

Vier Schritte in der Praxis

Um zu von Koestler bezeichneten "Online Marketing Intelligence-Lösungen" zu kommen, sind vier Schritte erforderlich. "Es beginnt mit der Technologie, da holen wir uns von den Websites die ganzen Basisdaten. Diese Rohdaten werden auf spezifische Datenmodelle abgebildet, die industriespezifisch sind", erläutert Chrstian Koestler, seit Jänner zweiter Lixto-Geschäftsführer, und verantwortlich für Verkauf / Marketing und Professional Services.

Im zweiten Schritt werden die Daten "normalisiert" und bereinigt, damit nicht etwa ein gleiches Produkt mit unterschiedlichen Bezeichnungen doppelt oder mehrfach vertreten ist. "Damit ergibt sich eine sehr gute Datenbasis, wo man sehr schön die unterschiedlichsten Angebote vergleichen kann", so der Lixto-Geschäftsführer.

Danach "wird die extrahierte Datenbasis in Analysewerkzeuge eingepflegt und die gewünschten Auswertungen und Reportings erstellen", erklärt Koestler, um gleich zum vierten Schritt zu kommen: "Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, die Daten auch in zusätzlichen Enterprise Applikationen wie z.B. Revenue & Pricing Management zu integrieren".

Der Kunde selbst benötigt nur einen Webbrowser, die Lixto-Software wird als SaaS-Service angeboten. Die Suchlogik und die Abfragekriterien werden gemeinsam mit dem Kunden zu Beginn definiert und dann je nach Bedarf natürlich angepasst. Der Endbenutzer kann somit jederzeit Daten-Downloads durchführen und graphisch aufbereitete Berichte erstellen. Zielgruppe für die Lixto-Lösungen sind Marketing, Sales und Produktmanagement, "der eigentliche Endbenutzer nennt sich Head of Pricing, wobei dieser je nach Unternehmen in einem der drei Bereiche angesiedelt ist", meint Koestler.

Neben dem internen Nutzen lässt sich die Market-Monitoring-Methode auch gut an Dritte weitergeben: Das Tourismus Portal der Österreich Werbung (austria.info) ermöglicht es seinen Usern - gestützt auf eine Lixto-Lösung - alle buchbaren Hotels nach verschiedenen Selektionskriterien wie Kategorie, Region, Preis per Mausklick aufzurufen.

Erleichterung für Autozulieferindustrie

Andere Ansprüche erfüllt Lixto in der Autozulieferindustrie. Hier geht es nicht um Preis- oder Produktbeobachtung auf dem Markt, sondern um Supply Chain Kommunikation. Denn in der Autobranche wird fast das gesamte Produktions-Geschäft über Portale abgewickelt. "Da gibt es die großen Supplier Portale, in denen die großen Erzeuger (BMW, Daimler, etc.) Hunderte von Prozessen mit den Zulieferern abwickeln einerseits in der Entwicklung und Fertigung und andererseits in der Fehler- und Mängel-Behebung", verdeutlicht Herzog die Situation.

2009 rechnen die beiden Geschäftsführer wieder mit einem ordentlichen Wachstum des Geschäftes, "den Rückgang im Autozuliefer-Bereich aufgrund der Krise werden wir durch die gesteigerte Nachfrage in den Bereichen Computers & Electronics und Travel mehr als ausgleichen", gibt sich Koestler optimistisch.

www.lixto.com

Lixto ist auf der CeBIT 2009 (3.3. bis 8.3.) in Halle 25 zu finden, Schwerpunkt ist die Online Market Intelligence Lösung für den Computers & Electronics -Bereich.

austria wirtschaftsservice

Die austria wirtschaftsservice (aws) als Spezialbank des Bundes für unternehmensbezogene Wirtschaftsförderung bietet ein spezielles Förderprogramm für Unternehmensgründungen im Hightech-Bereich mit den Modulen PreSeed und Seedfinancing. Die Kombination aus Finanzierungs- und Beratungsmaßnahmen unterstützt GründerInnen und JungunternehmerInnen dabei, aus Innovationen erfolgreiche, marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu machen.

Mehr Infos unter: www.preseed.at bzw. www.seedfinancing.at

 

Diese Serie über erfolgreiche Hightech-Unternehmen aus Österreich widmet Ihnen die aws.

www.awsg.at

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