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Strategien

MONITOR-ERP-Podiumsdiskussion auf der ITnT 2009

"Die Herausforderungen annehmen"

Knackpunkt Releasewechsel

Maier wollte von den Diskutanten wissen, wie sie in Zukunft dem Kundenwunsch nach einem Releasewechsel "mit möglichst wenig Aufwand" entgegenkommen könnten. "Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend", erklärte Reichenbach. Bei Step gebe es in Anbetracht der "regelungsfreudigen Gesetzgeber in Deutschland und Österreich" standardmäßig jedes Frühjahr und jeden Herbst ein Releaseupdate. "Darauf können sich Kunden und Implementierungspartner gut einstellen", auch wenn man dann "nicht jedes Update mitnehmen" müsse. Allabauers Erfahrung ist, dass "Kunden wie Anlagen- oder Werkzeugbauer überhaupt keinen Releasewechsel wollen, solange es keine Änderungen in der Produktion gibt."

Thomas Knapp, Geschäftsführer von IMC (Produkt: MiCLAS) erklärte, dass nach seiner Erfahrung reine Verschönerungsaktionen keinen Sinn machen. "Funktionelle Weiterentwicklung wird immer gut angenommen, aber Oberflächenveränderungen sind problematisch, da fühlen sich die Anwender überrumpelt. Jedenfalls wichtig sind begleitende Schulungen, damit die Neuerungen auch genutzt werden."

Wie klein geht ERP?

"Auf die Größe kommt es nicht an", meinte Reichenbach zum Marktpotenzial bei den vielen noch ERP-losen Kleinunternehmen: "Sie setzen ERP-Warenwirtschaftssysteme dann ein, wenn sie erkennen, dass sie für sie einen Mehrwert darstellen." Er räumte aber ein, dass inhabergeführte Kleinfirmen "oft nicht so innovations- und veränderungsfreudig" seien. Bei vielen Mittelständlern ortet Reichenbach dagegen einen Hang zu "Pflaster"-Lösungen mit einzelnen Spezialtools für CRM, Logistik und anderes. In Anbetracht der daraus resultierenden Schnittstellenproblematik plädierte Reichenbach für moderne, integrative Gesamtsysteme, die man ja ebenfalls modular und bedarfsorientiert ausrollen könne. Knapp ergänzte: "Das Entscheidende bei jeder Implementierung ist der Kundennutzen. ERP ist kein Allheilmittel. Im Vordergrund sollte die Optimierung der Prozesse stehen. Es macht keinen Sinn, schlechte Prozesse auch noch mit einer ERP-Lösung festzuzurren."

Die Diskussionsteilnehmer

Robert Allabauer, Unternehmensberater und heimischer Fauser-Repräsentant (Produkt: JobDISPO)

Thomas Grausgruber, Geschäftsführer globesystems (Produkt: globemanager)

Werner Hehenwarter, Geschäftsführer Logistik Pur Software (Produkt: Helium VE)

Markus Hufnagl, Geschäftsführer oxaion

Thomas Knapp, Geschäftsführer IMC (Produkt: MiCLAS)

Wolfgang Reichenbach, Vorstand Step Ahead (Produkt: Step Business Solutions)

Christoph Weiss, i2s-consulting Österreich

 

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ERP - Enterprise Resource Planning

(ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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