"Wir wollen heuer in den Bereich der Unternehmens-Lösungen einsteigen und uns dafür verstärkt dem Fachhandel widmen", erläutert der Direktor. Fachhändler seien das entscheidende Rückgrat für das Geschäft mit Unternehmen und deswegen wolle man sie nun noch mehr unterstützen. So würden Fachhändler, die Samsung in ihrer Angebotspalette ganz nach vorne reihen, durch Verkaufsspezialisten des Anbieters gezielt unterstützt. "Unser Angebot umfasst neben Schulungen auch die gemeinsame Erarbeitung von Wachstumsstrategien."
In Österreich gebe es bis zu 2.500 Fachhändler, man habe bisher aber erst mit 500 bis 700 von ihnen engere Kontakte. "Die österreichischen Unternehmen lassen sich vom Fachhandel gerne beraten. Der Fachhandel selbst muss allerdings seine Leistungen weiter ausbauen und zu den Kunden transportieren", analysiert Retinger.
Den auf Endkonsumenten ausgerichteten Internet-Fachhandel wiederum wolle man mit Zertifizierungen gegenüber dem Wettbewerb abheben: "Dem Käufer soll klar sein, dass bei einem zertifizierten Online-Händler unser Unternehmen als Garant für Zufriedenheit dahinter steht." Damit komme man dem Wunsch vieler Kunden nach verlässlicher Qualität beim und nach dem Kauf entgegen, wobei der Händler auch ein Service-Paket zum Produkt anbieten könne.
Large Format Displays
Ein neues Business-Segment sieht Retinger im Angebot von Large Format Displays. Auch hier arbeit man mit Partnern wie Ascom, Kapsch, Omega oder Dataplex zusammen, die sehr spezialisiert sind und über die entsprechende Service-Infrastruktur verfügen. Mit diesen Displays wolle man dem klassischen Werbeplakat Konkurrenz und Werbung zu einem interaktiven Prozess machen.Der Inhalt kann dabei sekundengenau an jede erdenkbare Situation angepasst werden, moderne Zusatz-Optionen wie ein berührungsempfindlicher Touchscreen erlauben sogar eine Interaktion zwischen dem elektronischen Plakat und dem Konsumenten. "Die von uns mitgelieferte Software erlaubt die zentrale Verwaltung und Steuerung der Inhalte für die Bildschirme", unterstreicht Retinger. Aufgrund der derzeit angespannten weltwirtschaftlichen Situation sei man derzeit allerdings mit Verschiebungen entsprechender Projekte auf das zweite oder dritte Quartal konfrontiert.
Green IT
"Bei unseren Produkten verbindet sich immer deutlicher Umweltschutz mit Einsparungen für den Konsumenten. Daher beginnt für uns Green IT schon in der Produktion und führt über den Konsumenten bis zur Entsorgung", so Retinger. Ein Beispiel sei etwa der ab Mitte März erhältliche Lapfit Monitor SyncMaster D220SU, als "Tandem-Display" eine ganz neue Kategorie.
Das energieeffiziente Display lässt sich auf gleicher Höhe neben ein Notebook stellen, um dessen Bildschirm-Bereich zu erweitern. Der Monitor verbraucht rund 30% weniger Strom als gängige Modelle dieser Größe. Besonders komfortabel ist, dass sich das Display im Zusammenspiel mit dem Notebook automatisch in den energiesparenden Stand-by-Modus schalten lässt. Dann sinkt der Verbrauch auf weniger als 1 Watt und hilft so auch bei kurzen Arbeitspausen Strom zu sparen.
Einstieg bei Notebooks
Wenn man schon derart spezifische Produkte für Laptop-Nutzer anbietet, liegt natürlich die Vermutung nahe, dass das Unternehmen selbst auch in den Notebook-Markt einsteigen will. "Wir sind dabei, über Partner eine Service-Infrastruktur für Notebooks aufzubauen. Das ist ein entscheidender Schritt für einen erfolgreichen Start in diesem gerade beim Service sensiblen Markt", weiß Retinger. Dann werde man ganz langsam mit nur wenigen "exklusiven Partnern" mit sehr gut ausgesuchten Geräten in den Markt kommen. "Net-Books könnten hierzulande sicher sehr interessant sein. Ich denke, wir werden in diesem Segment wohl erst in vier bis fünf Jahren eine dominantere Rolle spielen", lässt sich der Direktor in die Karten schauen.
Um diese vielen neuen Herausforderungen zu meistern, habe man unternehmensintern Abteilungen für die Geschäftsentwicklung neu eingerichtet. "Unser Ziel muss es sein, gemeinsam Vertriebskanäle zu entwickeln und dort Produkte aller unserer Abteilungen - auch als Angebots-Pakete - anzubieten", sieht Retinger in eine weiter arbeitsreiche Zukunft.





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