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Kooperation von TU, Uni Wien und BOKU

Supercomputer für Wiener Unis

Ein Hochleistungsrechner mit bis zu 4000 hochparallel arbeitenden Prozessorkernen soll der Forschung in Wien ab Herbst 2009 völlig neue Rechenwelten erschließen. Technische Universität (TU) Wien, Universität Wien und Universität für Bodenkultur stellen gemeinsam die Mittel dafür bereit.

Drei große Wiener Universitäten werden gemeinsam einen Supercomputer für die Forschung ankaufen. Die Technische Universität (TU) Wien, die Universität Wien und die Universität für Bodenkultur (BOKU) bündeln dafür ihre Kräfte. Gemeinsames Ziel ist, den Forschungsstandort Wien einen großen Schritt voran zu bringen. Mit dem neuen Hochleistungsrechner wird Österreich in punkto Rechenleistung von einem der hinteren Plätze ins internationale Mittelfeld vorrücken.

„Wir streben eine Rechenleistung von 20 bis 50 Teraflops aus bis zu 4000 Prozessor-Cores an“, sagt Herbert Störi, Vorstand des Instituts für allgemeine Physik an der TU Wien und Leiter des Projekts Supercomputer. Zum Vergleich: Ein Pentium-4-Prozessor mit 3 Gigahertz schafft 0,006 Teraflops, das ist gerade einmal ein Zehntausendstel des geplanten Rechners. „Schnellere Maschinen als der von uns geplante Supercomputer werden nur für militärische Anwendungen oder für die Meteorologie gebraucht, also da wo es auf Zeit ankommt“, sagt Störi.

Auch für die Universität Wien ist der neue Computer eine wichtige Investition in die Zukunft: „In unserer Strategie bilden die rechnergestützten Wissenschaften einen von fünf großen Schwerpunkten", sagt Peter Rastl, Leiter des zentralen Informatikdienstes der Universität Wien. Und er betont: „Die Universität Wien hat sich der Initiative der TU gerne angeschlossen und hat das Investitionsbudget aufgestockt. Verglichen mit der ursprünglichen Planung können wir damit einen doppelt so leistungsfähigen Rechner anschaffen.“

Die TU stellt für die Installation der Hardware einen Raum im Freihaus zur Verfügung, der bereits mit der nötigen Kühltechnik ausgestattet ist. Der TU-eigene Zentrale Informatikdienst wird für Betrieb und Unterhalt sorgen, ein erster Testbetrieb der Maschine, die um die 1,6 Millionen Euro kosten wird, ist für Sommer 2009 geplant.

Außerdem hoffen die TU Wien, die Universität Wien sowie die BOKU, dass das Wissenschaftsministerium diese beispielhafte Kooperation der Wiener Unis zum Anlass nimmt, den Ausbau des Forschungsstandorts Wien in Zukunft nachhaltig zu fördern.

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