Oracle hat die Trendforscher des britischen The Future Laboratory damit beauftragt, herauszufinden, welche Auswirkungen die grüne Welle in der Wirtschaft auf die Lieferketten hat. Die Berater und Forscher fanden im Rahmen der Studie "The Shape of Tomorrow's Supply Chains - The Science of Sustainability" heraus, dass das Bestreben nach nachhaltiger Unternehmensführung weltweit zu enormen Veränderungen im Supply Chain Management führt.
Die Bekenntnisse der Firmen zur "grünen" Unternehmensführung werden von Kunden, Medien, Investoren und NGOs immer genauer unter die Lupe genommen und hinterfragt. Gemeinsam mit den steigenden Energiekosten ist das für Unternehmen Anlass genug, diesen Ansatz ernst zu nehmen und echte Wettbewerbvorteile aus ihren Initiativen zur Steigerung der Nachhaltigkeit zu ziehen.
Im Bereich Supply Chain Management wurden im Rahmen der Studie verschiedene Strategien ermittelt, mit deren Hilfe Unternehmen sich diesen "grünen" Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen. Der Haupttrend geht dabei klar in Richtung Zusammenarbeit und Regionalisierung. Bei der Zusammenarbeit soll es künftig vermehrt gemeinsame Liefernetzwerke geben, um halb leere LKWs und mehrere Lieferfahrten zum selben Empfänger zu vermeiden.
Ein weiterer Trend findet online statt: In so genannten "Virtual Bazaars" treffen sich Anbieter von Nischenprodukten, um ihre Produkte gemeinsam zu verkaufen. Zudem entstehen bereits Firmen, deren Geschäftsmodell darin besteht, für ihre Kunden den gesamten Produktlebenszyklus zu überwachen und zu verwalten - von der Produktentwicklung bis zur Auslieferung.
Immer häufiger wird bereits Umweltverträglichkeit der Vorzug vor Geschwindigkeit gegeben, das heißt es werden wieder mehr Güter auf der Schiene oder per Schiff transportiert. Darüber hinaus werden in Zeiten sinkender Produktions- und steigender Transportkosten lange Transportwege mehr und mehr vermieden und es folgt eine Rückbesinnung auf lokale Produktionsstätten. Einen weiteren Trend sehen die Forscher darin, dass künftig praktisch rückwärts geplant wird - also vom Kunden her gesehen. Ein weiterer radikaler Ansatz ist die Idee, den Transport selbst zur Produkterzeugung zu nutzen - so ist es bereits gelungen, Champignons auf dem Weg zu ihrem Bestimmungsort zu züchten.
David Food, Supply Chain Director, Oracle UK: "Wenn ‚Dunkelgrün' das erklärte Ziel ist, dann müssen zuerst die Verantwortlichen für die Abläufe in der Supply Chain verstehen, dass sie ein integriertes Change Management brauchen. Dabei sollten sie sich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: Zum Einen auf die Geschäftsprozesse selbst sowie darauf, das Verhalten der Mitarbeiter zu verändern und zum Anderen auf den Aufbau einer hoch entwickelten Technologieplattform. Für alle Firmen, die einen solchen Prozess durchlaufen, ist es unerlässlich über ein flexibles System zu verfügen, das sich immer wieder einfach anpassen lässt, während die Grundlagen für ein nachhaltige Unternehmensführung eingerichtet werden."
Die vollständige Studie "The Shape of Tomorrow's Supply Chains" - findet sich unter www.oracle.com/uk/scm



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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 