So sollte geklärt werden, wie viel Energie ein IT-System verbraucht, wie es klimatisiert und mit Strom versorgt wird. „Im Schnitt verbraucht die eigentliche IT nur die Hälfte der Energie eines Rechenzentrums. Die andere Hälfte geht zu Lasten der Klimatisierung und unterbrechungsfreien Stromversorgung“, erläutert Martin Jetter, Mitglied des BITKOM-Präsidiums.
Der Leitfaden richtet sich an Betreiber, Berater und Ausrüster von Rechenzentren. Er enthält u.a. eine Checkliste zur Energieberatung von Rechenzentren. „Der BITKOM-Leitfaden soll einen Standard für Energieeffizienz-Analysen für Rechenzentren etablieren“, so Jetter.
Mit einer solchen Energieberatung können Unternehmen viel Geld und Energie sparen. Nach einer aktuellen Studie des Borderstep-Instituts im Auftrag des BITKOM verbrauchen Server und Rechenzentren in Deutschland in diesem Jahr 10,1 Terawattstunden (TWh) Strom. Das entspricht der Stromproduktion von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken und einem Anteil von rund 1,8 Prozent am gesamten Stromverbrauch hierzulande.
Die Stromkosten für die rund 2,2 Millionen installierten Server betragen in diesem Jahr 1,1 Milliarden Euro. Die Server und zentrale IT von kleineren Verwaltungen und mittelständischen Unternehmen (KMU) mit je bis zu 250 Mitarbeitern verbrauchen rund 3,6 TWh. Damit sind Energiekosten von 400 Millionen Euro verbunden. „Erfahrungsgemäß lassen sich durch eine erste Energieanalyse und einfache Sparmaßnahmen im Schnitt rund 20 % an Energie einsparen“, sagt Jetter.
Der Leitfaden wurde im Rahmen des IT-Gipfels entwickelt und ist im IT-Aktionsplan der Bundesregierung erwähnt. Erste Praxistests hat der Check bereits bestanden. Die Rechenzentren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie des Otto-Versands sind mit ihm erfolgreich auf ihre Energieeffizienz überprüft worden.
Die Publikation kann auf der Homepage des BITKOM unter www.bitkom.org/de/publikationen heruntergeladen werden.



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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 