Gartner hat BI unter die Fokus-Bereiche für Unternehmen gereiht, um die Widerstandkraft gegenüber Wirtschaftskrisen zu stärken. Wie würden Sie in Anbetracht der aufkommenden schlechten Wirtschaftsprognosen das diesbezügliche Potential von BI für das Jahr 2009 und darüber hinaus beschreiben?
Besonders jetzt, wo allerorts von einer Wirtschaftskrise gesprochen wird, hat die aussagekräftige Abschätzung von Risiken und Chancen für jedes Unternehmen eine besondere Bedeutung. In diesem Zusammenhang bekommt Business Intelligence (BI) einen noch höheren Stellenwert, denn nicht nur die Geschwindigkeit des Entscheidungsprozesses, sondern auch die Auswirkungen von Fehlentscheidungen, sind wesentlich erhöht.
Prinzipiell ist die Analyse aller relevanten unternehmensweiten Daten die Basis einer gesamtheitlichen Steuerung eines Unternehmens. Manager sind in diesem Sinne auf die abteilungsübergreifenden Auswertungen tagesaktueller Daten angewiesen. Die Analyse des unternehmensweiten Datenmaterials unterstützt beziehungsweise ermöglicht überhaupt erst eine sinnvolle Entscheidungsfindung.
Welche weiteren Trends sehen Sie für Business Intelligence im nächsten Jahr und wie schätzen Sie den BI-Markt im Allgemeinen ein?
Ein wesentlicher Trend, der vor Jahren im Hardware (Server) Business begonnen hat, ist in die Konsolidierung und Vereinheitlichung der vielen im Einsatz befindlichen Tools. Jedes der großen Unternehmen hat sicherlich fünf bis zehn unterschiedliche Reporting Tools im Einsatz, die oft letztendlich in Excel und Powerpoint enden. Dadurch ist es schwierig, bereichsübergreifend zu analysieren und vor allem laufend mit aktuellen Daten zu refreshen.
Ein weiteres aktuelles Thema ist sicher die Visualisierung des unternehmensweiten Datenmaterials. Egal ob ihm Finanzwesen, im Vertrieb oder in der Produktion eröffnen die neuen Dashboards eine datengeschütze Sicht auf Verkaufszahlen. So ermöglichen die nach Filialen, Kunden und Vertriebskanälen analysierten und visualisierten Daten eine sinnvolle Interpretation und eine Prognose der gesamten Unternehmensentwicklung.
MicroStrategy hat vor kurzem eine Lösung für das iPhone vorgestellt. Wie sehen Sie grundsätzlich den Trend zum Mobilen BI?
Mobile BI ist in den letzten Monaten in aller Munde. MicroStrategy bietet eine voll integrierte BI Mobile Lösung an, welche bestehende Reports voll integriert. Dies ist vor allem als "Frühwarnsystem" eine perfekte Ergänzung, um unterwegs auf dem letzten Stand zu sein beziehungsweise sofort, zum Beispiel bei Abweichungen von individuellen Geschäftskennzahlen, reagieren zu können. Auch die Möglichkeit, hier individuell ins Details zu gehen (Drill down) ist mittels der bereits vorhandenen Technologie möglich. Die neuen Handhelds werden auch die grafische Aufbereitung noch userfreundlicher unterstützen. Auf diese Weise können iPhone Nutzer nahe zu intuitiv nach relevanten Informationen suchen sowie mittels Touchscreen selbst interaktiv Berichte und Dashboards bearbeiten.
Können Sie dazu ein paar Anwendungsbeispiele nennen?
Prinzipiell arbeiten große Kunden wie Bank Austria, EVN, Raiffeisen Capitalmanagement, DM und Helvetia Versicherung mit der innovativen BI-Lösung von MicroStrategy. Die Applikation unterstützt nun auch alle iPhone-User unter ihnen bei ihrer akuten Entscheidungsfindung in unserer mobilen und schnelllebigen Welt.
Wo sehen Sie für MicroStrategy 2009 die Chancen und wo die Herausforderungen?
Wir möchten das Jahr 2009 dafür nutzen uns klar am Markt zu positionieren. Microstrategy bietet seinen Kunden eine bessere, einfachere, kostengünstigere und schnellere Lösung als alle Mitbewerber. Wir sehen es als Chance, aber auch als Herausforderung die Vorteile, die unsere Lösung für bestehende und zukünftige Kunden bietet, erfolgreich zu kommunizieren und werden der Mitbewerberbasis mit einem aktiven Replacementprogramm entgegen treten.
Nach den jüngsten Entwicklungen am BI-Markt ist grundsätzlich die Gegenüberstellung von "Single-Source-Anbietern" und "Best-of-Breed-Technologie" zu klären. Hier stellt sich die grundsätzliche Frage: "Innovation und Flexibilität durch Open Source" oder "Komfortable Single-Source-Lösung"?
MicroStrategy bietet weiterhin als einziger Anbieter, neben zwei Mitbewerbern, eine für offene Systemlandschaften geeignete Lösung an. Die Vorteile unserer unabhängigen, technologisch hochstehenden BI-Lösung wollen wir noch deutlicher zum Ausdruck bringen. Beispielsweise können durch die einfachen und anwenderfreundlichen Self-Service-Tools der MicroStrategy Lösung die Betriebs- und Wartungskosten im IT-Budget eines Unternehmens maßgeblich reduziert werden.
Welche Produktneuheiten darf man von MicroStrategy 2009 erwarten?
MicroStrategy ist ein auf Reporting, Monitoring und Analyse spezialisierter internationaler Keyplayer. Dieser Firmenphilosophie entsprechend arbeitet MicroStrategy ständig an den fortschrittlichsten Technologien. Bezüglich der neuesten Entwicklungen, kann ich allerdings noch nicht zu viel verraten, sondern möchte auf die internationale Veranstaltung im Jänner 2009 in Las Vegas verweisen. Dort wird neben wichtigen Kundenreferenzen natürlich ausführlich über das gesamte Portfolio von Microstrategy berichtet werden.




7/2011
6/2011
5/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 