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Strategien

Austria Wirtschaftsservice: Förderung von Start-Ups

Next Generation E-Commerce

Die beiden österreichischen Start-Ups smec und seekda haben sich auf sematische Web-Technologien spezialisiert, die e-commerce Lösungen der nächsten Generation ermöglichen.

Über 85 % der weltweiten Online-Population nützt das Internet um Einkäufe zu tätigen, doch sucht ein User nach einem Produkt im Internet via Goolge & Co so findet er nur einen Bruchteil des relevanten Online-Angebotes von Unternehmen.

Smec - Add-On für E-Commerce

Dieser Problematik will das 2007 gegründete und derzeit noch im Tech2b Gründerzentrum in Oberösterreich angesiedelte Start Up smarter e.commerce gmbh, kurz smec, mit einer Software entgegnen, die als Add-On auf bestehende E-Commerce-Systeme aufgesetzt werden kann. Der Kunde bekommt dank der Software automatisch jene Produkte des Händlers angeboten und personalisiert präsentiert, die am besten seiner Nachfrage entsprechen ("Landingpage-Konzept").

Steigert mit seiner Lösung den Verkaufserfolg im Internet um mindestens 30 %: Jan Radanitsch, Geschäftsführer smarter e.commerce GmbH

Die Technologie von smec spart den Online-Händlern nicht nur Werbekosten und Zeit, sondern erhöht den Verkaufserfolg im Internet um mindestens 30 %, verspricht smec-Geschäftsführer Jan Radanitsch, dessen Unternehmen mit Unterstützung der FFG und der austria wirtschaftsservice (aws) gegründet wurde und derzeit sechs Mitarbeiter beschäftigt.

Die von smec entwickelte Software beruht auf einem hybriden Recommender-System, das für E-Commerce-Systeme mittels semantischer Technologie aus Produktdatenbanken und den Suchanfragen der Kunden passende Produktvorschläge ermittelt. "Die Erkenntnisse gehen in die Echtzeit-Produktauswahl, die unterschiedliche Darstellung von Produkten und in die automatisierte Gestaltung von Anzeigen für Produkte ein", erklärt Radanitsch.

Dass die in Linz entwickelte Software eine Innovation mit Potenzial ist, davon ist Radanitsch überzeugt: "Sowohl in Österreich als auch weltweit werden neue Technologien nachgefragt, die einen klar darstellbaren wirtschaftlichen Nutzen bringen. Im Bereich der automatisierten Optimierung sehen wir wenig direkte Konkurrenz." Seiner Meinung nach ist vor allem der kombinierte Ansatz der smec-Technologie, der Bewerbung, Produktauswahl und Produktdarstellung einbezieht, "im Moment einzigartig".

Klar ist dem smec-Geschäftsführer allerdings, dass es im Bereich semantische Web-Technologien viele Mitbewerber gibt, die das Thema oft als Teil ihres Portfolios und mit anderen Ansätzen mitbearbeiten. Kein Wunder, dass es zu einer Konsolidierung kommen wird und muss, sowohl am Anbieter-Markt selbst wie auch bei den Online-Händlern. "Wir sehen für die Zukunft vor allem im Bereich manueller Optimierung großen Konsolidierungsdruck, da manuelle Optimierung für das gesamte Produktportfolio eines Händlers wirtschaftlich nicht darstellbar ist", meint Radantisch.

seekda - Semantic Web Services

„Semantische Lösungen werden sich in verschiedenen Bereichen durchsetzen, wie z. B. bei Suchmaschinen, im Wissensmanagement oder bei der Integration von Services.“ - Alexander Wahler, CEO und Mitgründer von seekda

Auf die Bündelung und den Vertrieb von Semantic Web Services, die direkt in die IT-Umgebung des Kunden eingebaut werden können, hat sich auch das in Innsbruck ansässige Start Up seekda spezialisiert. "Bisher ist der Einkauf und die Integration solcher Services ein aufwändiger Prozess gewesen. seekda wird es erlauben, solche Services wie Bezahldienste, Bonitätsprüfungen oder elektronische Reisebuchungen in einer One-stop-shop-Methodologie online zu kaufen", erläutert Alexander Wahler, CEO und Mitgründer von seekda. Das Unternehmen ist ein Spin Off des Semantic Technology Institute (STI) der Universität Innsbruck, die Gründung wurde u. a. mit Hilfe des Technologieförderprogramms FIT-IT, der FFG sowie der aws ermöglicht.

Seiner Schätzung nach gibt es weltweit rund 7.000 Anbieter von Web Services, aber nur ein Bruchteil dieser vertreibt seine Services auch im Netz: "In Österreich gibt es mehrere Dutzend Anbieter, von denen jedoch keiner seine Dienste in einem Online-Shop anbietet."

Derzeit tüfteln die Tiroler IT-Spezialisten für semantische Technologien an einer Applikation für die Tourismus-Branche. "Dieses Produkt wird es Hoteliers erleichtern ihre Zimmer in verschiedenen Internet-Distributionskanälen anzubieten und sie können somit kosteneffektiv ihre Buchungsauslastung zu steigern." erklärt Wahler und fügt hinzu: "Es gibt weltweit nur ein halbes Dutzend Anbieter, welche Web-Services professionell online anbieten. Nur ein Einziger bietet Services aus verschiedenen Anwendungsgebieten an. Niemand kombiniert dieses Service mit dem Konzept von Hosted Application, Software as a Service, und bündelt alle Services."

http://seekda.com

http://smarter-ecommerce.com

austria wirtschaftsservice Förderprogramme

Die austria wirtschaftsservice (aws) als Spezialbank des Bundes für unternehmensbezogene Wirtschaftsförderung bietet ein spezielles Förderprogramm für Unternehmensgründungen im Hightech-Bereich mit den Modulen PreSeed und Seedfinancing. Die Kombination aus Finanzierungs- und Beratungsmaßnahmen unterstützt GründerInnen und JungunternehmerInnen dabei, aus Innovationen erfolgreiche, marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu machen.


Diese Serie über erfolgreiche Hightech-Unternehmen aus Österreich widmet Ihnen die aws.

www.awsg.at

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MONITOR-Autoren
Dipl.-Hdl. Ing. Ernst Tiemeyer

bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. ..mehr..

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