Der österreichische Beitrag
Die Beschäftigung mit elektronischer Musik begann in den 1950er Jahren, angelehnt an die Entwicklungen in Deutschland - vor allem Darmstadt. Ersten Plänen aus 1955 folgte 1958/59 die Gründung des Studios für elektronische Musik der Wiener Musikakademie durch Karl Schiske und Karl Wolleitner. Kurz danach entstand die erste bekannte elektroakustische heimische Komposition "Fantasmata" durch Anestis Logothetis. Eine weitere wichtige Person in der Entwicklung der elektroakustischen Musik in Österreich war Helmut Gottwald, sowohl als Komponist als auch als Konstrukteur des Instruments "Akaphon". Als Speerspitzen der österreichischen Avantgarde lassen sich Friedrich Cerha (Klangflächen-Komposition) und Roman Haubenstock-Ramati bezeichnen, beide einst Leiter des vorgenannten Instituts. Ein wesentlicher Beitrag für ganz aktuelle österreichische Kompositionen mit elektronischem Einfluss geht von Karlheinz Essl aus, Schüler von Friedrich Cerha und seit 2007 ebenfalls Professor an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst (Institut für Komposition und Elektroakustik).
Die Breite der elektronischen Musik in Österreich ist nicht minder entwickelt als im internationalen Umfeld. In der Alten Schmiede in Wien ist seit mehr als 30 Jahren elektroakustische Musik ein wichtiges Thema (z.B. beim "Elektronischen Frühling"). Für die elektroakustische Musik als Kunstform entwickelten sich mit Tonto, Mego und Durian spezialisierte Labels. Christian Fennesz, der auch bei Mego veröffentlichte, kann in Österreich als Bindeglied gesehen werden zwischen experimenteller und populärer Musik. Auf der Seite des elektronischen New-Age-Stils taucht der Musiker Gandalf aus Niederösterreich seit den frühen 1980er-Jahren kontinuierlich in sphärische elektronische Klänge ein. In der aktuellen populären elektronischen Musik erreichten österreichische Musiker sogar Weltruhm. Aus Mitgliedern der österreichischen Musikszene um 1990 (z.B. aus der legendären Gruppe "The Moreaus" und deren Umfeld) entwickelte sich das Label G-Stone (www.g-stoned.com) in Wien, in dem seit mehr als einem Jahrzehnt Künstler wie Kruder&Dorfmeister, DJ DSL oder Rodney Hunter zusammenarbeiten - und das auf Augenhöhe mit internationalen Stars.



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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 