"Als ich die Tiergarten Schönbrunn Gastronomie GmbH. vor etwa fünf Jahren auf Wunsch des damaligen Tiergarten-Direktors Helmut Pechlaner übernahm, liefen die Geschäfte nicht sehr gut. Heute kann ich stolz auf eine gut laufende Gastronomie mit fünf Betrieben und 11 Outlets sowie 100 Mitarbeitern blicken", freut sich Direktor Aslanidis über seinen Erfolg.
Begonnen hat die Erfolgsgeschichte im ehemals kaiserlichen Zoo mit einem der bisherigen Problembereiche: Dem Kaiserpavillon. "Wir mussten hier den gesamten Küchenbereich unter dem Pavillon völlig neu gestalten und haben dabei auf modernste IT-Lösungen gesetzt. Für mich war es nämlich immer schon wichtig, mit hochwertigen Geräten die Kontrolle und Steuerung der Gastronomie fest in der Hand zu haben", erläutert der erfahrene Gastronom.
Er habe mit diesem Ziel Reisen bis nach Las Vegas unternommen, um die bestmögliche Lösung zu finden. Dabei sei es zunächst gar nicht so leicht gewesen, die Zoo-Verwaltung von den notwendigen Investitionen in die moderne IT-Infrastruktur zu überzeugen. "Es ist natürlich nicht einfach, einen entsprechenden Weitblick zu entwickeln und gleich zum Neustart eines Unternehmens auf ausbaubare Lösungen zu setzen. Heute sind aber alle sehr froh über meine Vorschläge und immer noch überrascht, was mit der passenden Infrastruktur alles möglich ist!"
Novacom-Lösungen überzeugten

Hat die Gastronomie im Schönbrunner Tierpark unter Einsatz der Novacom-Kassenlösung in den letzten Jahren zum Multi-Millionen-Geschäft ausgebaut: Gregor Aslanidis, Direktor der Tiergarten Schönbrunn Gastronomie GmbH. (Bild: „Orderman“)
Es gäbe im Gastronomiebereich auch viele Kleinanbieter, die aber dann oft mit den an sie gestellten Anforderungen nicht zurecht kämen. Natürlich laufe auch diese Lösung nicht einfach "auf Knopfdruck": "Novacom verfügt über genug Wissen, um die Software selbst warten und rasch an spezifische Anforderungen anpassen zu können. Im Laufe der Jahre haben wir auch festgestellt, dass wir im Novacom-Team jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner hatten, der unsere Anforderungen verstand und umzusetzen wusste", unterstreicht der Gastronom.
Alexander Kogler, Prokurist und Entwicklungsleiter von Novacom, erläutert: "Wir arbeiten schon über zehn Jahre mit der Datenbank-Technologie von InterSystems und sind damit sehr zufrieden: Caché ist bei der Datenhaltung ausgesprochen sicher, sehr leistungsfähig und hat praktisch keine Downtime - was in unserem Einsatzgebiet ein wesentlicher Vorteil ist!" Darüber hinaus sei die Integration der Entwicklungs-Plattform .Net in Caché sehr nützlich. Durch die Datenbank eigene Entwicklungssprache Caché ObjectScript kann laufzeitkritischer Code direkt in der Datenbank geschrieben werden, was die Performance deutlich erhöht", ergänzt Kogler. Auch mache es die Stabilität und Marktpräsenz sowie der Rund-um-die-Uhr-Service von InterSystems für ein Entwicklungshaus deutlich leichter, Kunden zu gewinnen.
Aufallsichere Lösung
Das heute auf einem Linux-Cluster laufende NovaTouch Gastronomie-Kassensystem erlaubt die Arbeit mit unbegrenzt vielen Kellnern und Artikeln. Das System steht unter Fernwartung durch den Hersteller, vor Ort sind zwei Personen für den laufenden Betrieb wie Stammdatenpflege und ähnliches verantwortlich. Dabei war es dem Direktor besonders wichtig, nach Bedarf entsprechende Erweiterungen vornehmen zu können.
"Wir haben hier im Kaiserpavillon ganz klein begonnen und setzen heute alleine an diesem Standort mehrere tausend Euro stündlich ohne Probleme um!" Der Pavillon verfügt über insgesamt 400 Sitzplätze, davon 100 im historischen Innenbereich. Um den Bestellvorgang zu optimieren, werden hier mobile Handgeräte von Orderman in Verbindung mit der Software von Novacom verwendet. Das Handgerät gibt nicht nur die Bestellung sofort in die Küche weiter, sondern schaltet auch nur die Menge an Getränken frei, die bestellt wurde.
"Wir konnten damit unter anderem auch unseren Schwund auf etwa 1% reduzieren, was in der Gastronomie eine Seltenheit ist." Auch Änderungen der Kundenwünsche sind über das System einfach zu verwalten, daneben verschiedene Zahlungswege oder Split-Buchungen. "Ein großer Vorteil des Systems ist seine intuitive Benutzerführung, die es auch neuen Kellnern in kürzester Zeit ermöglicht, damit zu arbeiten", weiß Aslanidis aus Erfahrung.
Inventur auf Knopfdruck
Eine besondere Herausforderung war die Einbindung der gesamten Belieferungs-Logistik, da teils Produkte direkt zu den Outlets kommen, teils in das zentrale Lager. "Die Umsetzung dieser Lösung war schwieriger als gedacht, in der Zwischenzeit läuft sie aber zu unserer vollen Zufriedenheit". Man habe hier gemeinsam mit dem Hersteller viel Pionierarbeit leisten können, um nun letztlich das von Beginn an angestrebte Ziel der monatlichen Inventur auf Knopfdruck zu verwirklichen. Die Kassensysteme sind bis auf eine Ausnahme über Lichtwellenleiter miteinander verbunden, was die Übertragung der Daten und die zentrale Verwaltung enorm erleichtert.
Derzeit im Umbau befindlich ist die Orangerie in der Nähe des Haupteingangs, wo ein weiteres Selbstbedienungsrestaurant eröffnet werden soll. "Hier werden wir einen großen Veranstaltungsraum für bis zu 250 Personen dazu bekommen. Das Restaurant wird über bis zu 150 Außen- und etwa 80 Innenplätze verfügen", blickt der scheidende Direktor in die Zukunft.
Aufgrund der ausgezeichneten Erfahrungen mit Novacom ist Aslanidis sicher, auch bei seinen zukünftigen Projekten gerne wieder auf die Dienste des Gastronomie-Spezialisten zurückgreifen zu wollen.




1/2012
8/2011
7/2011


Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 