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Editorial

Editorial Dezember 2008

Alles grün

Im "Thema" dieser Ausgabe gehen wir der Frage nach, wie in der Logistik schon heute eine nachhaltig gestaltete Lieferkette umgesetzt werden kann, die auch wirtschaftlich gewinnbringend ist. Da trifft es sich natürlich gut, dass MONITOR und IDC kürzlich erstmals den Green IT Award verliehen haben.

Dipl.-Ing. Rüdiger Maier, Chefredakteur

Wie MONITOR-Autor Lothar Lochmaier bei seinen Recherchen zur "grünen Logistik" herausgefunden hat, verursacht die IT rund 2 % der weltweiten CO2-Emissionen. Deutlich mehr - nämlich insgesamt rund ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen - trägt jedoch der Transportsektor zur globalen Umweltverschmutzung bei. Marc Schneider, Abteilungsleiter Umwelt und Ressourcenlogistik beim Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund, sieht den Handel und einige Großunternehmen der Konsumgüterindustrie als Vorreiter bei der Ermittlung des individuellen betrieblichen CO2-Fußabdruckes an. Die Unternehmen hätten damit auch ein neues Marketingthema entdeckt und trügen dies jetzt in die Lieferkette hinein. So werden beispielsweise T-Shirt-Labels, Lebensmittel und Energiesparlampen mit dem CO2-Fußabdruck versehen. Auch fordern Kunden ihre Logistikdienstleister verstärkt dazu auf, den CO2-Verbrauch für ihre Dienstleistung darzustellen. Lesen Sie ab S. 12 mehr über die Möglichkeiten, Ihre Logistik mit Hilfe von IT grüner zu gestalten!

Erstmals verliehen: Green IT Award

Nicht nur in der Logistik wird über "grüne Lösungen" nachgedacht, auch in der IT entwickeln sich dazu immer mehr Ansätze. Daher haben MONITOR und IDC im Rahmen der Fachkonferenz IDC Green Day am 26. November erstmals den Green IT Award überreicht. Dabei überzeugte T-Systems Österreich mit dem Modell "Green Dynamics", das einen Meilenstein im Bereich der Ressourcenoptimierung von Rechenzentren bringen soll. Der Sonderpreis Wissenschaft ging an Mag. Thomas Treutner für seine Informatik-Diplomarbeit zum Thema "Steigerung der Energieeffizienz von Home PCs".

Die Entscheidung für das "grünste IT Projekt" zwischen den elf Einreichungen war für die unabhängige Jury schwierig. "Alle Unternehmen haben effiziente Möglichkeiten aufgezeigt, um Strom und Kosten zu sparen, mit Energie überlegt umzugehen und so einen nachhaltigen, aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", betont Joachim Seidler, Country Manager von IDC Österreich. Die Projekte wurden nach ihrem Innovationsgrad, der technischen Umsetzung und ihrem messbarem Erfolg evaluiert. MONITOR hat im Frühjahr bereits den ersten österreichischen Green IT Guide publiziert und wird das Thema auch weiterhin publizistisch begleiten. Lesen Sie mehr zur Preisverleihung auf S. 38.

Web 2.0: Möglichkeiten werden zu wenig genutzt

MONITOR ist nicht nur um grüne Ideen für die IT bemüht, sondern kümmert sich auch aktiv um junge Journalisten, die über IT berichten. Wie im Vorjahr bot auch heuer das IT-Wissenschaftsjournalisten-Seminar im deutschen Informatiker-Schloss Dagstuhl dazu eine ausgezeichnete Gelegenheit. Ab S. 32 lesen Sie daher den Bericht des Hamburger Jungjournalisten Karsten Reimers über die ungenutzten Möglichkeiten des Web 2.0. Er interviewte dazu die ausgewählte Schar internationaler Wissenschafter, die sich während einer arbeitsintensiven Woche über das Thema "Social Web Communities" austauschten. Die Forscher ermittelten nämlich den aktuellen Stand der Entwicklung und fragten sich, weshalb der erwartete Massenansturm auf das "semantische Web" bislang so nicht eingetreten ist.

Seitenblick: Elektronische Musik

Im "Moniskop" bietet MONITOR regelmäßig Seitenblicke in nicht ganz alltägliche Bereiche der IT. Diesmal hat sich MONITOR-Autor Carl-Markus Piswanger des Themas E-Musik angenommen und dazu auch ein Interview mit dem österreichischen Komponisten Karlheinz Essl geführt. Dabei ist die Zuhilfenahme von Elektrizität zur musikalischen Schöpfung kein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Bereits um 1750 entwickelte der tschechische Erfinder Vaclav Prokop Divis das Elektrophon "Denis d´Or" (ähnlich einem Clavichord). Der Weg der E-Musik führte über "elektrisch" zu "elektronisch" letztlich hin zum Computer und brachte auch Kuriositäten zum Vorschein. So konstruierte 1897 Thaddeus Cahill sein "Dynamophon" (auch als Telharmonium bekannt), mit 200 Tonnen das schwerste Instrument, das jemals erbaut wurde. Tauchen Sie ab S. 52 ein in die lange Historie der E-Musik.

Zu guter Letzt ein Aufruf in eigener Sache: MONITOR ist immer bemüht, die für Sie relevanten Themen zu finden und informativ aufzubereiten. Unterstützen Sie uns dabei und machen Sie mit bei unserer Leser-Umfrage. Gehen Sie dazu einfach auf unsere Homepage www.monitor.co.at, wo Sie den Zugang zum Fragebogen gleich finden werden. Machen Sie uns ein kleines Weihnachtsgeschenk und nehmen Sie sich bitte Zeit für das Ausfüllen des Fragebogens. Übrigens winken auch schöne Preise, die wir unter allen Teilnehmern der Umfrage verlosen werden!

Jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen.

Herzlichst, Ihr

Rüdiger Maier

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MONITOR-Autoren
Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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