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Studie

Anforderungen an Wissensmanagement

Das Grazer Know-Center, Kompetenzzentrum für Wissensmanagement und Wissenstechnologien, hat erste Ergebnisse einer umfassenden Expertenstudie zum Thema Wissensmanagement im Projekt- und Qualitätsmanagement vorgelegt.

Im Rahmen der Studie wurden 150 Experten aus österreichischen Unternehmen befragt. Die Studie bietet einen Einblick in den aktuellen Stand und die Anforderungen der Praxis an das Wissensmanagement. 

Welchen Stellenwert das Thema Wissensmanagement im Qualitätsmanagement (QM) und auch im Projektmanagement (PM) inzwischen erreicht hat, zeigen die folgenden Ergebnisse: 70 % der befragten QM-Experten und 55 % der PM-Experten geben an, dass Wissensmanagement aktuell ein Thema im Qualitäts- beziehungsweise Projektmanagement ist. 50 % der Befragten im QM und knapp über 40 % der Befragten im PM haben für die Zukunft bereits konkrete Vorhaben im Wissensmanagement geplant.

Beide Gruppen, die Projekt- und die Qualitätsmanager, sind der Überzeugung, dass die Kernaufgaben des Wissensmanagements darin liegen, dem Einzelnen einen individuellen Zugang zu relevantem Wissen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus müssen Freiräume geschaffen werden, in denen Wissen von den Mitarbeitern „selbstmotiviert“ und freiwillig erzeugt, genutzt und weiterentwickelt werden kann.

Eindeutig erkennbar wird in der Studie, dass sowohl im Projekt- als auch im Qualitätsmanagement die strategische Komponente des Wissensmanagements stark vernachlässigt bis gar nicht berücksichtigt wird. In der Praxis fehlt es dem Wissensmanagement deshalb oft an Zielsetzung und Orientierung. Gleichzeitig wird Wissensmanagement in Unternehmen mehrheitlich nicht als eigenständige Disziplin und bedeutendes Element des gesamten Managementsystems gesehen.

Das Wissensmanagement ist laut Studienergebnis keine Funktion, die ausschließlich von eigens damit beauftragten Mitarbeitern übernommen werden sollte. Vielmehr ist es wesentlich, dass die „Key-Player“ im Wissensmanagement per Arbeitsdefinition auch in den Fachbereichen einer Organisation gut verankert sind. Diese Fachkompetenz der Key-Player im Unternehmenskontext gilt als Grundvoraussetzung für die nötige Akzeptanz von Wissensmanagement bei den Mitarbeitern.

Technische Lösungen und Tools stehen nach Ansicht der Qualitäts- sowie der Projektmanager im Gegensatz zum „Faktor Mensch“ nicht im Mittelpunkt von Wissensmanagement. Sie bieten jedoch laut einheitlicher Meinung der Studienteilnehmer eine sehr hilfreiche Unterstützung. Insbesondere aus Sicht der befragten Qualitätsmanager liegt ein enormes, aber oft unerkanntes Nutzenpotenzial darin, bereits im Einsatz befindliche IT-Lösungen speziell aus der „Wissensperspektive“ zu betrachten und im Sinne von Wissensmanagement zu nutzen. Dass ein erfolgreiches Wissensmanagement einen positiven Beitrag zu den Schlüsselergebnissen einer Organisation liefert, wurde von allen Befragten unterstrichen.

www.know-center.at

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Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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