Die Befragung von mehr als 2.500 Teilnehmern in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden wurde von Dynamic Markets durchgeführt. Sie zeigt auf, dass 65 % der europäischen Arbeitnehmer, die im Arbeitsalltag soziale Netzwerke nutzen, davon überzeugt sind, dass sie dadurch effizienter arbeiten können. Zudem geben 46 % an, dass die Nutzung sozialer Netwerke ihre individuelle Kreativität fördert.
Die folgenden fünf Tools für Social Networking werden im Arbeitsalltag in Europa am meisten genutzt:
- Firmeneigene Plattformen zur Zusammenarbeit im Intranet (39%)
- Foren innerhalb des Unternehmens (20%)
- Vom Unternehmen produziertes Videomaterial, das über Intranet zugänglich ist (16%)
- Online-Netzwerke wie LinkedIn, Facebook etc. (15%)
- Externe Kooperations-Tools wie Wikis und interne Blogs (jeweils 11%)
Die Studie zeigt, dass 65 % der befragten Arbeitnehmer soziale Netzwerke als Teil ihrer Arbeitskultur angenommen haben. Die Befragung ergab zudem, dass die Nutzung sozialer Netzwerke im Arbeitsalltag von Unternehmen in Deutschland mit 72 % am stärksten verbreitet ist, während Großbritannien mit 59 % dieser Entwicklung hinterherhinkt.
74 % der befragten europäischen Arbeitnehmer halten die Nutzung von sozialen Netzwerken und Online-Communities im Arbeitsalltag für vorteilhaft. Die Erweiterung des Wissenshorizonts und der Zugang zu Problemlösungen sind mit jeweils 38 % die meistgenannten Vorteile. Zudem wurden die Nutzung des kollektiven Wissens von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten (36 %) und eine einfachere Teambildung und bessere interne Zusammenarbeit (32 %) von den Arbeitnehmern genannt.
Allerdings birgt diese neue Arbeitsweise auch potenzielle Probleme: 79 % der Arbeitnehmer in Europa assoziieren soziale Netzwerke mit negativen Aspekten. Dabei wurden die Ablenkung der Arbeitnehmer (49%) und die Gefahr, dass vertrauliche Informationen aus dem Unternehmen über Kanäle wie soziale Netzwerke nach draußen gelangen könnten (45%), am häufigsten genannt. Zudem sind 24 % der europäischen Arbeitnehmer nicht sicher, wie der Nutzwert interner Websites überhaupt gemessen werden kann.


1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 