Die Österreich-Community in Cannes hat mit über 70 Teilnehmern heuer Rekordgröße erreicht. Eine illustre Reihe renommierter heimischer Unternehmen und Organisationen ist vertreten, darunter das Bundesrechenzentrum, die OeNB, Spar, Red Bull, Fujitsu Siemens, OMV, Voestalpine, Verbund, Swarovski, bwin, ÖBB, Siemens, Raiffeisen, UNIQA, T-Systems, S&T, HP, Fabasoft, Telekom Austria, Erste Bank, Bank Austria oder ILS-Consult.
10 Jahre Gastgeber
Manfred Troger, Geschäftsführer von Gartner Österreich feiert heuer ein kleines Jubiläum. Bereits zum zehnten Mal gibt er den Gastgeber für die österreichischen Teilnehmer. Die wichtigsten Technologie-Themen der Veranstaltung aus seiner Sicht: Cloud Computing, Service-orientierte Architektur und „nach wie vor“ Virtualisierung. Diese Themen stünden aber auch aus österreichischer Sicht unter dem Stern der Finanzkrise. „Cost Cutting ist das zentrale Thema. Die Krise schlägt diesmal voll auf Österreich durch. Tatsache ist aber auch, dass die meisten heimischen Firmen immer noch gut performen.“
Ein IT-Verantwortlicher bei einem großen österreichischen Unternehmen, der nicht namentlich genannt werden will, kann der allgemeinen Katerstimmung allerdings durchaus Positives abgewinnen: „Die Krise fördert firmenintern die Bereitschaft zur Veränderung. So werden längst fällige Maßnahmen bei Mitarbeitern, Betriebsrat und Aktionären leichter durchsetzbar – zum Beispiel das Tabu-Thema Outsourcing.“
Motive für den Besuch des Gartner-Symposiums
So wie die Branchen sind auch die Motive für den Besuch des Gartner-Symposiums breit gestreut. „Networking und die Gelegenheit, potenzielle Kunden anzusprechen“ ist das Hauptinteresse von Philip Strolz, bei T-Systems zuständig für Strategy und Business Development. Die Krise sieht er als Chance für T-Systems. „Es ist jetzt eine spannende Zeit, und die Finanzkrise könnte zum Treiber für Outsourcing werden.“
Robert Pöll, Leiter der C07 IT-Operations GmbH innerhalb der ILS-Gruppe, interessiert sich für die neuesten Technologie-Trends „mit Schwerpunkt Outsourcing und Cloud Computing“. Außerdem sei die Konferenz „mit hochkarätigen österreichischen Kunden besetzt“. Wolfgang Horak, Geschäftsführer von Fujitsu Siemens Österreich, kommt in erster Linie „um zu lernen, wo im zukünftig zu erwartenden Geschäftsszenario unser Platz ist. IT wird immer strategischer. Es wird Commodity geben, die man outsourct, und es wird IT-Anwendungen geben, die das primäre Geschäftsmodell unterstützen. Fujitsu Siemens ist jedenfalls kein Outsourcer.“
Kleiner Ausblick auf die Veranstaltung
Für die fünf Symposiumstage sind mehr als 200 Vorträge und Workshops geplant. Darüber hinaus gibt es rollenorientierte Symposium Communities für fokussiertes Networking in den Bereichen Anwendungsentwicklung und –integration, Business Intelligence & Information Management, Business Process Improvement, CIO-Agenden, Enterprise Architecture, Infrastructure & Operations, Program & Portfolio Management, Security & Risk Management sowie Sourcing & Vendor Relationships. Bestandteil des Gartner Symposiums ist auch der ITxpo Showfloor, auf dem mehr als 30 Technologie-Unternehmen ihre neuesten Lösungen vorstellen.
Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Sonderveranstaltungen. So fand am Dienstag erstmals das Financial Services Forum statt, bei dem die technologischen Auswirkungen von Fusionen und Akquisitionen sowie innovative Payment-Lösungen im Mittelpunkt standen. Gartner bietet außerdem insgesamt 13 Consulting Clinics an. Das sind Sitzungen im kleinen Rahmen mit Gartner-Beratern. Im Stil eines Miniworkshops zu einem bestimmten Thema kann hier sehr gezielt auf die individuellen Fragen der Teilnehmer eingegangen werden.
Der Online-Monitor wird Sie laufend weiter mit interessanten Neuigkeiten aus Cannes versorgen. Detaillierte Informationen zu Gartner unter www.gartner.com


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8/2011
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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 