Nach einer zweijährigen Unterbrechung liegen sie nun wieder vor: Die Ergebnisse der „Anwenderzufriedenheitsstudie ERP-Business Software Österreich 2008”. Viele haben diesen Ergebnissen schon entgegengefiebert. Die Teilnehmerzahl von Anwendern sowie von bewerteten ERP-Systemen ist dieses Jahr wiederum gewachsen. Erneut haben sich viele Unternehmen an der Studie in Österreich beteiligt und dabei 714 ERP-Installationen bewertet.
Christoph Weiss vom i2S Büro in Österreich hat die Ergebnisse der Studie zusammengefasst und mit erläuternden Grafiken versehen. Sein Resümee: Dramatische Veränderungen blieben aus. Wie auch schon bei den letzten Studien haben bei der Anwenderzufriedenheit kleinere Anbieter die „Nase vorn“. Das schon in der Vergangenheit bemängelte Lösungsangebot bei Formularen und Auswertungen, Schnittstellen sowie beim Schulungs- und Wissensangebot wird nach wie vor von den Kunden eher skeptisch bewertet.
Ein Trend ist allerdings deutlich: Durch die Globalisierung und eine zunehmende Internationalisierung der österreichischen Unternehmen gewinnt die Mehrsprachigkeit von ERP-Systemen im KMU-Segment immer mehr an Bedeutung. In den letzten zwei Jahren gab es einen Zuwachs von mehrsprachigen ERP-Installationen um mehr als ein Drittel. Den gesamten Artikel finden Sie ab Seite 26.
Master Daten Management
Natürlich bietet die Sonderausgabe 10A, die wie immer stark auf den Softwaremarkt und sein Lösungsangebot fokussiert, weitere Analysen und Fachartikel zu aktuellen Softwaretrends. Einer dieser Trends ist das sogenannte Master Data Management, auf Deutsch: Stammdaten- management. „Master Data Management ist als Thema schon lange virulent“, betont Siegmund Priglinger, Analyst und Repräsentant von BARC in Österreich. Der Begriff MDM setzt sich allerdings in Europa erst langsam durch. MDM ist sehr umfassend und subsumiert Themen wie Datenintegration, Datenqualität, Datenkonsolidierung, Kunden- und Produktdatenabstimmung, Metadatenmanagement und verwandte Themengebiete (Seite 57).
Eine zweite Chance für SOA?
Viele Erfolgsstorys rund um SOA haben eines gemeinsam: Es handelt sich um Lösungen, die im Web laufen. Dort heißen sie dann WOA. Über langwierige Begriffsdiskussionen, Businessprozesse im YouTube-Rausch und echte Chancen im Web hat MONITOR-Autorin Alexandra Riegler recherchiert und findet: „WOA macht neue Versprechungen.“ Einiges davon wurde sogar schon eingelöst, wie Beispiele bei Amazon Web Services (AWS) zeigen (Seite 63).
Ein wenig damit verknüpft ist auch das Thema über neue Online-Services, mit denen Unternehmen ihre Kunden bei Laune halten können. Dunja Kölwel hat sich umgesehen, was Click-to-Call, virtuelle Berater und der Einbau von Produktvideos auf Firmenhomepages nicht alles an Verkaufsvorteilen bringen können (Seite 70).
Spracherkennung ist modern
Spracherkennung kann das Anlegen und den Workflow von Textdokumenten wesentlich vereinfachen und ist neben der Schrifterkennung ein Weg zu einer menschengerechteren Computer-Bedienung. Die Technik ist sehr verlässlich und bereits in vielen Spitälern, Anwaltskanzleien und Notariaten im Einsatz. Erfahren Sie in dem Beitrag „Computer zum Diktat“ von Klaus Lorbeer alles über den aktuellen Stand von computergestützer Sprachverarbeitung – und wie Sie eventuell selbst im täglichen Business daraus Vorteile erzielen können (Seite 77).
Eine anregende und interessante Lektüre wünscht Ihnen Ihr MONITOR-Team



1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 