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Strategien

Firmenporträt Siemens IT-Solutions and Services

Das IT-Powerhouse

Führungsrolle ausgebaut

Die Marktführerschaft am österreichischen IT-Dienstleistungsmarkt konnte Siemens durch die Zusammenfassung der IT-Kompetenzen ausbauen. Der Marktforscher IDC bescheinigt dem neuen IT-Sektor 2007 ein Dienstleistungsumsatz von 811 Millionen US-Dollar und einen Marktanteil von 17 % - sieben Prozentpunkte mehr als der zweitgereihten Raiffeisen Informatik. Siemens IT Solutions and Services bietet traditionell die gesamte Palette von IT-Services und Outsourcing-Dienstleistungen für unterschiedlichste Branchen - von Analyse und Consulting über Softwareentwicklung und -design, Systemintegration, IT-Betriebsführung und Wartung bis zu Business Process Management (BPO). An den Branchenschwerpunkten hat sich wenig verändert. 75 % des Serviceumsatzes wird in den Wirtschaftssektoren Manufacturing, Government und Healthcare generiert. Dazu Felbauer: "Wir sind Marktführer in Industrie, im öffentlichen Sektor, beim Outsourcing und mit Abstand auch der größte Systemintegrator."

Um eine aktuelle Erfolgsstory ist Felbauer nicht verlegen. Die gemeinsam mit der Rail Cargo Austria AG entwickelte Vertriebslösung für den Güterverkehr konnte auch an die Güterverkehrsgesellschaft der Deutschen Bahn (Railion GmbH) verkauft werden und habe nun "gute Chancen, ein gesamteuropäischer Standard zu werden".

Schwieriges Marktumfeld

„Wir vertreiben keine eigenen Softwareprodukte. Das versetzt uns in die Lage, unsere Kunden wirklich produkt- und systemneutral beraten zu können.“ Albert Felbauer, Leiter des IT-Bereichs Österreich und CEE

Die Situation am heimischen IT-Services- und Outsourcing-Markt beurteilt Felbauer ambivalent: "Das Wachstum ist da, wird aber kompensiert durch einen gigantischen Preiskampf". Felbauers Strategie unter diesen Marktbedingungen lautet "Automatisierung der Prozesse und Nearshoring". Einerseits werde das Wiener Rechenzentrum in der Siemensstraße "zum modernsten in Österreich" um- und ausgebaut. Es wird unter anderem den Serverpark der Österreichischen Post AG beherbergen. Andererseits will er beim Outsourcing für heimische Kunden verstärkt auf Siemens-Ressourcen in CEE zurückgreifen, insbesondere auf das Siemens Nearshoring Zentrums im rumänischen Temesvar. Dort stehen derzeit 200 Mitarbeiter ausschließlich für Remote-Management-Aufgaben zur Verfügung. Hardware wird an dem Standort nicht betrieben oder gehostet.

Wachstumstreiber beim Outsourcing ist laut Felbauer der KMU-Bereich: "Immer mehr Mittelständler besinnen sich auf ihr Kerngeschäft und lagern die IT aus. In dem Bereich sind wir über unsere Linzer Tochtergesellschaft Unit-IT, die sich auf SAP-Dienstleistungen und Outsourcing für mittlere und kleinere Firmen fokussiert hat, erfolgreich." Prominente Outsourcing-Kunden von Unit-IT sind zum Beispiel MIBA, AMAG, Suzuki oder Hali.

Lösungskompetenz

Insgesamt ist der Dienstleistungsmarkt immer mehr software- und lösungsgetrieben - eine Entwicklung die Siemens zugute kommt, ist Felbauer überzeugt: "Wir vertreiben keine eigenen Softwareprodukte. Das versetzt uns in die Lage, unsere Kunden wirklich produkt- und systemneutral beraten zu können. Wir haben insbesondere nach der Integration der PSE eine Fülle von Ressourcen und Skills für alle Softwares und über alle Plattformen hinweg."

Besondere Bedeutung misst Felbauer dem Thema Service-orientierte Architektur (SOA) bei, wenngleich dezidierte SOA-Projekte in puncto Umsatz noch keine Relevanz haben: "SOA ist für uns kein Schlagwort und auch kein Produkt, das wir verkaufen wollen. Wir sehen darin eine Softwarearchitektur, die die Zukunft beherrschen wird, weil sie den Kunden die Möglichkeit bietet, ihre Prozesslandschaft zu verbessern. Wir achten bei allen neuen Projekten darauf, dass die Architekturen, die wir bauen, SOA-konform sind."

www.siemens.at/it-solutions

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MONITOR-Autoren
Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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