Laut einer neuen Studie von AMR Research war die Mehrzahl der befragten Lebensmittel- und Getränkeunternehmen 2007 an mindestens einem Produktrückruf beteiligt. Mehr als die Hälfte ihrer Verluste standen im Zusammenhang mit diesen Rückrufen und betrugen über 10 Mio. US-Dollar.
Die Studie, die in Zusammenarbeit mit Lawson Software durchgeführt wurde, ergab, dass 40 % der Befragten im Jahr 2007 Verluste von mindestens 20 Mio. US-Dollar verzeichneten. Dabei können durch Rückverfolgbarkeitsprozesse und -systeme viele dieser Rückrufe vermieden werden.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass es im Durchschnitt 14 Tage dauert, bis Lebensmittel- und Getränkeunternehmen die Notwendigkeit eines Rückrufs erkennen, und 34 Tage, ihn umzusetzen. Laut den befragten Unternehmen können zu diesem Zeitpunkt weniger als 40 % des betroffenen Produkts wieder zurückgeholt werden, weil der Großteil entweder bereits konsumiert oder weggeworfen worden ist.
Moderne Rückverfolgbarkeits-Software wie Lawson Trace Engine unterstützt Lebensmittelunternehmen dabei, Informationen über jeden unverarbeiteten Bestandteil rückzuverfolgen, wie z. B. wann ein Apfel geerntet, bei welcher Temperatur er transportiert, und in welcher Charge von welchem Produkt er verwendet wurde. Durch die Erfassung dieser Detailebene - bis zum einzelnen Fall oder einem speziellen Produkt - kann die Rückverfolgbarkeits-Software Lebensmittelherstellern dabei helfen, Probleme der Lebensmittelsicherheit und -qualität zu erkennen und sie zu lösen, bevor die Produkte ihre Herstellungs- oder Verarbeitungsanlagen verlassen.
Die Studie "Traceability in the Food and Beverage Supply Chain" ("Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittel- und Getränke-Lieferkette") wurde von Lora Cecere und Lucie Draper, Research Directors bei AMR, und dem leitenden Research-Analysten Simon Jacobson durchgeführt.



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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 