Ein Standard-ERP-System gilt als Investition für zehn bis 15 Jahre. Über diesen Zeitraum hinweg müssen die Unternehmen den Wert des Systems erhalten und seine Rentabilität sichern. Hier bieten sich die heute meist web-basierten Performance Management (PM)-Lösungen als Steigbügel an: Sie können aus den gesammelten Daten einen Mehrwert herausschlagen und über integrierte Planungs- und Konsolidierungs-Anwendungen einen weiteren Nutzen schaffen.
Infor bei Pankl Racing Systems AG
So konkret umgesetzt bei der Pankl Racing Systems AG: Das steirische High-Tech-Unternehmen, dass Motor- und Antriebssysteme sowie Fahrwerksteile für den Rennsport, für High-Performance-Autos und die Luftfahrtindustrie entwickelt und produziert, hat sich für eine integrierte Performance-Management-Lösung von Infor entschieden, um seine Planungs-, Reporting- und Konsolidierungsprozesse zu optimieren. Nicht nur, dass das Unternehmen von mehr Transparenz und einer verbesserten Datenqualität und -konsistenz profitiert - es spart auch gleichzeitig wertvolle Zeit durch Standardbuchungen und die Automatisierung von Arbeitsschritten, beispielsweise bei der Schuldenkonsolidierung.
Dabei deckt die Infor-Lösung sowohl die Finanzplanung als auch die Konsolidierung auf einer einzigen, leistungsstarken Datenbank ab. Das hat für Pankl einen entscheidenden Vorteil: So können Vertriebsberichte auf Artikelebene je Kunde mit Konzernklammer heruntergebrochen und unternehmensweite Folgen für Umsätze, Außenstände oder Gewinn angezeigt werden. Zudem lassen sich kritische Produktions- und Personalkennzahlen errechnen und zusammenstellen. Durch die intelligente Verknüpfung von Geschäftsanwendungen hat Pankl nun Zugang zu jenen Informationen, die Antworten auf strategische und operative Fragen geben können.
Verknüpfungs-Hürden leicht genommen
Qualifizierte Entscheidungen statt Steuern im Blindflug: Die Vorteile der Verknüpfung von ERP- und PM-System sind unbestritten. Zunächst werden die Daten aus den ERP-Systemen herausgezogen und mittels Datawarehouse-Anwendung in eine für Reporting und Analyse geeignete Form gebracht. Das ist ein subjekt-orientierter Grundspeicher für das PM-System, der als Basis für Reports und Analysen fungiert.
Er stellt das Business Intelligence Sub-System einer PM-Lösung dar - also die Möglichkeit für Anwender, sich jederzeit selbstständig mit Information zu versorgen. In diesen virtuellen Repositories sind die wichtigen Dimensionen eines Betriebs repräsentiert - in der Fertigung etwa Zeit, Produkte, Händler, Käufer, Umsatz, Kosten oder Bruttogewinn. Analysen werden per Online-Zugriff interaktiv angestoßen - die Ergebnisse sind leicht zu verstehende grafische Darstellungen statt endloser Bereiche mit Tabellen und Zahlen. Darüber hinaus werden hier ebenfalls die Plandaten und Konsolidierungsdaten abgelegt, so dass das Unternehmen über eine einzige "Quelle der Wahrheit" gesteuert werden kann.
"Für die Einführung einer PM-Lösung stehen prinzipiell zwei verschiedene Wege zur Verfügung", gibt Uwe Richter, Vice President EMEA, Performance Management bei Infor, zu bedenken. "Wir favorisieren einen Applikationsansatz, da dieser die Implementierungskosten, das Projektrisiko und Implementierungszeit deutlich senkt." Entsprechend wichtig ist es, bei der Auswahl der Lösung auf den zu erwartenden Implementierungsaufwand zu achten. Die Kosten-Hürde, die PM-Lösungen noch vor gar nicht all zu langer Zeit vor allem für den mittelständischen Markt unattraktiv machte, senken Anbieter inzwischen durch konsequente Integration und Vorkonfektionierung: Weniger Anpassungsbedarf beschleunigt die Implementierung und senkt damit die Gesamtbetriebskosten.
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 