Die Messebesucher erwarten zahlreiche Vorträge, ein Executive Round Table und ein vielfältiges Informations-Angebot bei spezialisierten Ausstellern. Auf der 2. Deutschen Output-Management-Konferenz, die am 22. Oktober 2008 stattfindet, können sich Messebesucher über Ressourcen schonendes Druck-Management informieren.
Informationstechnologie verursacht genau so viel CO2-Ausstoß wie der weltweite Flugverkehr, so das Freiburger Öko-Institut. Ein neues ökologisches Bewusstsein angesichts des Klimawandels und steigende Energiepreise sind die Hauptfaktoren, die ökologische Aspekte in den vergangenen Monaten zu einem Kernthema der IT-Branche machten. Unter dem Begriff Green IT fassen Experten sämtliche Lösungen zusammen, die den Unternehmen zu einem umweltfreundlicheren IT-Betrieb verhelfen sollen, beispielsweise energieeffiziente Hardwarekomponenten, Server, Speicher-Systeme, PCs, Thin Clients sowie Software und Lösungen für Virtualisierung, Druck oder Dokumentenmanagement.
Auch Anbieter von Tele- und Online-Konferenzen sowie Outsourcing-Services leisten mit ihren Diensten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit: energieintensive Geschäftsreisen werden reduziert und der mehrfache Betrieb gleicher Hard- und Software wird vermieden. Eine aktuelle Studie der Experton Group belegt, dass derzeit rund 35% der deutschen Unternehmen bereit wären, Geld auszugeben, um den CO2 Ausstoß ihrer IT zu senken, ohne dass diese Investitionen sich notwendigerweise über geringere Kosten wieder amortisieren müssen. Die Experton Group erwartet für den Green-IT-Markt bis zum Jahr 2010 ein jährliches Wachstum von über 66 Prozent.
Green IT auf der SYSTEMS 2008
Die Systems 2008 bietet Unternehmen, die sich für Green-IT-Angebote interessieren, einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Trends und Entwicklungen sowie Hilfe und Beratung bei einzelnen Ausstellern. Kyocera Mita beispielsweise (Halle B2, Stand 454 und Halle B1, Stand 550) setzt besonders langlebige Komponenten in allen Produkten ein. Sun Microsystems (Halle B2, Stand 239) bietet mit seinen Thin-Client-Technologien eine attraktive Option, langfristig Energie zu sparen. Rittal (Halle B3, Stand 102), Systemanbieter für Gehäuse- und Schaltschranktechnik, zeigt Lösungen zur stromsparenden Klimatisierung von Rechenzentren.
Erster komplett klimaneutraler Messestand
Auch „DIE MUSTERFIRMA“ (Halle A2, Stand 207), traditionell einer der beliebtesten Anlaufstellen auf der Systems für kleine und mittlere Unternehmen, zeigt in diesem Jahr, wie sich Abläufe im Betrieb ökologischer und gesünder gestalten lassen. Auf dem Stand mit einer Fläche von insgesamt 670 Quadratmetern zeigen Fachleute, wie Mittelständler durch stromsparende Hardware und Virtualisierung ihre IT energieeffizient betreiben können.
Dabei optimiert sich „DIE MUSTERFIRMA“ auch selbst: Sie ist der erste komplett klimaneutrale Messestand auf der SYSTEMS. CO2-relevante Faktoren werden so weit wie möglich reduziert oder durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
Green IT Lounge
Auch auf den SYSTEMS Foren in Halle A2 (BITKOM Innovationsforum) und B2 (Systems Integration & Services) wird Green IT aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. So diskutieren am Donnerstag früh im Forum in Halle B2 im Rahmen eines Executive Round Table unter anderem IBM, Siemens, die Experton Group, das Umweltbundesamt, der BITKOM und die gemeinnützige, unabhängige und überparteiliche Nord-Süd-Initiative Germanwatch die Frage: „Wo ist sie, die Grüne IT?“.
Einen umfassenden Überblick über das Green-IT-Angebot auf der Messe erhalten Besucher in der Green IT Lounge in Halle B2. Hier kann man sich rund um das Trendthema informieren oder an den Green IT Walks der Zeitschrift CHIP zu ausgewählten Ausstellern beteiligen. Am Nachmittag gibt es im Forum der Lounge zudem täglich einen „Green Talk“ zu einem ausgewählten Schwerpunktthema.
2. Deutsche Output-Management-Konferenz
Am 22. Oktober 2008 findet parallel zur SYSTEMS 2008 die 2. Deutsche Output-Management-Konferenz (DOMK) statt. Die DOMK umfasst alles, was zur Erstellung, Verarbeitung und Herstellung von papierbasierten Dokumenten benötigt wird. Ein heißes Thema für IT-Entscheider, denn gutes Output Management bietet massive finanzielle Einsparpotenziale, ist Ressourcen schonend und kann helfen, sich für die drohende Rezession 2009 zu rüsten.



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7/2011


Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 