Das Speichern von Daten über das Internet birgt jedoch Risiken, vor allem in punkto Datenübertragung und Verfügbarkeit. Nicht so bei Managed Storage on demand. Auch hier wird nach Bedarf abgerechnet, die Hardware bleibt aber in-house.
Kapazitäten nach Bedarf mieten wird auch im Storage-Bereich immer beliebter. Dabei geht es nicht nur um Flexibilität und Kostenvorteile, die durch das Wegfallen von Aufwand für Updates, neue Releases und Wartung entstehen. Auch die steigenden Anforderungen an Compliance machen Mietspeicher-Lösungen zunehmend attraktiv. Zusätzlich bieten Service-Level-Agreements mit dem Dienstleister eine Art "Versicherung für den Notfall".
Speichern im Internet - innovativ, aber nicht ungefährlich

„Viele Unternehmen werden wohl auch in Zukunft einen Großteil ihrer Speicher- kapazitäten direkt vor Ort betreiben.“ - Wolfgang Horak, Managing Director Fujitsu Siemens Computers Region Alps
Das aktuelle Angebot ist jedoch weitgehend auf "Backup as a Service" beschränkt und wird vor allem von Privatleuten und kleinen Unternehmen genutzt. Für Privatleute und Kleinunternehmer kann diese Option durchaus interessant sein - insofern keine hochsensiblen Daten gespeichert werden. Für die meisten Unternehmen kommt diese Art, Daten zu speichern, jedoch wohl nur begrenzt, und in erster Linie für Backup, in Frage. Zu schwer wiegen die Risiken, dass bei der Datenübertragung etwas schief geht, Systeme durch Störungen im Internet nicht verfügbar sind und vor allem die Sicherheit der gespeicherten Daten in vielen Fällen nicht oder nur eingeschränkt gewährleistet wird.
Kapazität flexibel vorhalten und bereitstellen
Viele Unternehmen werden wohl auch in Zukunft einen Großteil ihrer Speicherkapazitäten direkt vor Ort betreiben. Schließlich gibt es auch hier inzwischen die Möglichkeit, Speicher nach Bedarf zu mieten: Bei Capacity on Demand kaufen die Unternehmen zum Beispiel eine relativ große Maschine, deren Kapazitäten nach Bedarf per Software-Key oder Servicemitarbeiter des Herstellers blockweise frei geschaltet und gegebenenfalls auch wieder abgeschaltet wird.
Die Möglichkeit, quasi pro frei geschaltetem Gigabyte zu bezahlen, ist für viele Unternehmen attraktiv. Doch eine große Speicherinfrastruktur zu betreiben, den Bedarf richtig zu planen und laufend anzupassen, ist nicht trivial. Deshalb greifen viele Unternehmen für den laufenden Betrieb auf IT-Service-Provider zurück. Mit Managed Storage Services bieten Spezialisten wie Fujitsu Siemens Computers Unterstützung dabei, die richtige Storage-Strategie zu definieren und passende Konzepte zu entwickeln. Sie helfen bei der Implementierung und gegebenenfalls der Migration und übernehmen das Management und die Weiterentwicklung der Storage-Landschaft. Durch eine Kombination spezieller Management-Tools mit Remote Services können sie eine hohe Verfügbarkeit der Speichersysteme sicher stellen.
Speicher nach Bedarf vor Ort anfordern
Fujitsu Siemens Computers bietet seinen Kunden in enger Zusammenarbeit mit den österreichischen IT-Vertriebspartnern und Systemintegratoren im Rahmen der Managed Services außerdem auch Storage on demand, und damit eine kostengünstige Alternative zu klassischer Mietsoftware, an. Bei diesem Modell sind die Storage-Libraries und Server im Besitz des Dienstleisters und werden je nach Bedarf bereitgestellt. Die Speicher werden allesamt in-house betrieben. Dadurch behält das Unternehmen die volle Kontrolle. Kunden wie die SAP AG und Channel Partner wissen das zu schätzen. Die SAP Hosting GmbH nutzt seit Anfang des Jahres dieses flexible Volumenangebot von Fujitsu Siemens Computers - sowohl für Online- als auch Backup-Storage. Damit entfällt für sie das permanente Vorhalten von Reservekapazität. Das zentrale Speichermanagement überwacht ständig alle kritischen Systeme mit Monitoring und Alerting und liefert zudem die Daten für eine am Nettoverbrauch ausgerichtete Abrechnung.
Bei vielen Controllern löst das Schlagwort "on demand" jedoch nach wie vor einen leichten Schauder aus - zu unwägbar scheinen die Kosten; zu problematisch eine genaue Budgetplanung. Manche Anbieter haben deshalb eine Art Prepaid-System eingeführt. So bietet Fujitsu Siemens Computers für Managed Storage on demand ein Abrechnungsmodell auf der Basis sogenannter Leistungsscheine an. Diese werden für bestimmte Speichermodule und Service-Level-Agreements (SLA) zu Festpreisen vergeben. Das schafft Kostentransparenz und Kalkulationssicherheit.
SLAs geben Planungssicherheit
Egal für welches Modell sich ein Unternehmen entscheidet - eine kritische Rolle spielen die SLAs. Sie sagen dem Kunden oder Partner, welche Leistungen er erwarten kann und welche Compliance-Vorgaben eingehalten werden. Zusätzlich sollten darin Kriterien wie Hardwareredundanz, Krisenpläne, Datensicherheit, Performance, Skalierbarkeit, Verfügbarkeit sowie Bandbreiten und minimale bzw. maximale Kapazitäten eindeutig festgelegt werden. Bei der Vereinbarung der SLAs gilt es also genau hinzuschauen, denn hier liegt oft der entscheidende Unterschied in den Angeboten. Kann der Dienstleister zusätzlich ITIL-Konformität für seine Betriebs- und Service-Prozesse nachweisen, kann das Anwendungsunternehmen recht gut einschätzen, wie sich die spätere Zusammenarbeit gestalten wird.





1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 