Business-Intelligence-Systeme (BI) helfen Verantwortlichen den Überblick zu behalten und wichtige Informationen aus ihren Daten zu generieren. BI bezeichnet hierbei die Sammlung, Aufbereitung und Bereitstellung von Daten zur Kontrolle, Steuerung und Planung von Geschäftsprozessen. BI ist damit ein Kernbestandteil des Performance Managements, das Methoden, Werkzeuge und Prozesse zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Profitabilität von Unternehmen umfasst.
Primär adressiert werden Planungs-, Berichts- und Analyseaufgaben in allen Bereichen der Organisationen - von der Kundenanalyse über Controlling und Budgetierung bis hin zur Auswertung der Vertriebsaktivitäten, Marketing und Riskmanagement. So können entscheidende Informationen aus dem Datenwust herausgefiltert werden, auch abgelegene Tochterfirmen und Randbereiche einer Organisation werden wieder zentral steuerbar.
Hauptanwendungen für BI sind:
- Leistungsmessung der internen Geschäftsprozesse vor allem für das Controlling der verschiedensten Bereiche, den Aufbau von Reporting- und Management- Informationssystemen, Etablierung eines Risikomanagements oder Aufbereitung von Ist- und Plankennzahlen
- Unterstützung des Managements der Kundenbeziehungen (CRM) insbesondere durch analytische Auswertungen in Marketing und Vertrieb, z. B. zur Vertriebssteuerung, Identifizierung von Kundensegmenten, Konfiguration von Produktangeboten, Profitabilitätsberechnungen, Erhöhung der Antwortwahrscheinlichkeit für Direktmailings etc.
- Analyse des Vertriebsprozesses und Kundenbeziehungen zur Identifizierung von Einspar- oder Verbesserungspotentialen.
BI-Tools ersetzen dabei keine operativen Systeme für den täglichen Einsatz im Unternehmen bei Vertrieb, Service oder Produktion. Sie ergänzen diese aber immer stärker um analytische Ergebnisse, die im operativen Prozess genutzt werden können. Beispiele sind hier die Erzeugung von Modellen zur Planung der kurzfristigen Erfolgsrechnung oder zur Abwanderungswahrscheinlichkeit von Kunden. Im Call Center oder zum Kampagnenmanagement werden Reaktionswahrscheinlichkeiten auf Angebote benötigt, die ebenfalls auf Basis historischer Daten als Modell berechnet werden. Zum "Closed-Loop" System werden solche Anwendungen, wenn das (positive oder negative) Ergebnis des Kundengewinnungsprozesses wieder als Grundlage für neue Analysen genutzt wird, um bei der nächsten Ansprache auf einem besseren Datenbestand eine bessere Vorhersagegenauigkeit zu erreichen.





1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 