Die Teilnehmer, darunter Wissenschaftler und Menschen in gesellschaftlichen Schlüsselpositionen, waren sich bei ihrer Bewertung einig: Die Wirtschaft wird von den technischen Entwicklungen und Dienstleistungen rund um Handy, Internet, Film, Fernsehen und neuen Kommunikationsformen am stärksten beeinflusst. Auf den Plätzen drei und vier von insgesamt 15 abgefragten Technologiefeldern landeten mit knappem Abstand zu den Spitzenreitern Umwelttechnologie und Energietechnik. Diese Technologien sind vor allem Auslöser für Veränderungen im Umweltbereich – so die Erwartung. Zudem werden bis 2020 Bio- und Verkehrstechnologien überdurchschnittlich stark präsent sein, meinen die Fachleute. Diese eindeutige Priorisierung ist möglicherweise den aktuellen Umweltdiskussionen geschuldet. Auffallend ist die Bewertung der Technologiefelder Raum- und Luftfahrttechnik, Bautechnik und Robotik: Ihr Einfluss wird als durchschnittlich bis gering eingeschätzt. Allgemein gelten diese Technologien zwar als Wachstumsbereiche, möglicherweise erwarten die Experten in den nächsten zehn Jahren von der Luft und Raumfahrttechnik aber keine Quantensprünge mehr wie in der Vergangenheit, sondern eher Verbesserungen mit weniger Durchschlagkraft. Die Robotik, heutzutage zwar sehr präsent in der Industrie, bietet dagegen noch wenige Aussichten auf Alltagsanwendungen – so eine mögliche Interpretation der Untersuchungsergebnisse.
Im Gegensatz zu anderen Studien wählte der German Node für die Expertenbefragung einen Ansatz, der verschiedene Technikbereiche abgleicht und miteinander in Beziehung setzt. Zahlreiche Untersuchungen, etwa im Bereich der Technikfolgenabschätzung, fokussieren sich meist auf einen einzigen Technologiebereich. Der gesamte Projektreport mit Umfrageergebnissen und ausführlichen Kommentaren kann auf der Homepage von Z-punkt www.z-punkt.de heruntergeladen werden.


1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 