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Wirtschaft

Kommentar von Conrad Gruber

REBOOT 7-2008

Mit dieser Ausgabe feiern wir ein Vierteljahrhundert "Monitor" - da passt es gut, dass die IT-Branche gleich einen weiteren Rekord vermelden kann: Die Anzahl der weltweit genutzten PCs hat vor kurzem die Milliardengrenze überschritten.

Jawohl, eine Milliarde PCs sind heute auf der Welt in Betrieb. Das ist eine gewaltige Zahl. Wohlweislich PCs. Da sind die Unmengen von Server- und Speichergeräten noch gar nicht dazu gezählt. Es braucht wohl kaum einen weiteren Beweis, dass IT vollkommen zum Alltag geworden ist.

Die Zahl geht auf eine Erhebung des Branchenmarktforschers Gartner zurück. Gartner verweist darauf, dass die Mehrzahl der Milliarde PC wohl in den Industrieländern genützt wird, dass aber die Schwellen- und Entwicklungsländer rapide aufholen. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung von China, Indien und Lateinamerika ist davon auszugehen, dass die statistische Kurve der PC-Verwendung weiterhin exponentiell ansteigen wird. Derzeit sind es 58% der PCs, die in den westlichen Industrieländern stehen, die aber nur 15% der Weltbevölkerung ausmachen. Mit der Aufholjagd der anderen Länder, so meint Gartner, wird sodann wahrscheinlich um die Jahre 2013 und 2014 die Zwei Milliarden-Grenze überschritten werden.

Rosige Aussichten also für die PC-Industrie. Man darf allerdings nicht vergessen, dass diese unglaubliche Anzahl elektronischer Geräte auch für einen massiven Energieverbrauch sorgt. Desktops und Notebooks haben, je nach technischer Reife und Alter, Ausstattung, Größe des Bildschirmes und Zusatzgeräten, eine elektrische Leistungsaufnahme etwa zwischen 30 (sparsames Notebook) bis 400 Watt (dicker Desktop).

Wir schätzen nun einmal einen Durchschnittsverbrauch von drei Kilowattstunden pro Tag für einen PC oder ein Notebook, macht pro Jahr weltweit insgesamt etwas mehr als 1000 Kilowattstunden - das entspricht der jährlichen Energieproduktion von knapp zehn Atomkraftwerken. Und da sind die energieintensiven Serverfarmen und andere Datarooms auf der ganzen Welt noch gar nicht eingerechnet.

Wer sich über den technischen Fortschritt und die Digitalisierung der Menschheit freut, darf also nicht vergessen, dass dies auch mit zusätzlichen Belastungen erkauft wird. Man kann also nicht aus Menschheitsliebe den Digital Gap schließen und gleichzeitig die gesamte Energieversorgung auf Sonnenkollektoren und Windräder umstellen wollen. Die Branche, die mit dem Trend zur "Green IT" ja den richtigen Weg geht, arbeitet ohnehin an geeigneten technischen Lösungen, IT umweltfreundlicher zu machen.

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REBOOT - Kommentar von Conrad Gruber

Kommentar von Conrad Gruber - Die Monatsrückschau auf den österreichischen IT-Markt.

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Alexandra Riegler

Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. ..mehr..

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