"Heute haben wir 100 Mitarbeiter und einen Umsatz von etwa 9 Millionen, das wollen wir in den nächsten zehn Jahren vervielfachen", gibt sich Hannes Färberböck optimistisch. 1998 startete man mit einem Java-Projekt für das Land Salzburg, aber auch bei Microsofts .net-Plattform ist man seit der Version 1.0 dabei. "Wir sind als Microsoft-Partner immer sehr früh in neue Entwicklungen eingebunden und können daher unsere Kunden bei Technologiewechseln gut unterstützen."
Das Wiener Softwarehaus deckt den gesamten Life-Cycle von Software-Entwicklungsprojekten ab: von der Planung der ersten Codezeile über Test und Implementierung bis hin zu späteren Wartungsaufgaben. Darüber hinaus gehören IT-Beratungs- und Trainings-Leistungen zum umfassenden Leistungsspektrum des Unternehmens. "Wir glauben, dass die individuelle SW-Entwicklung in Zukunft stark eingebettet in Standard-SW sein wird. Es geht um schnellere Entwicklungsmöglichkeiten auch für geschäftskritische Anwendungen", so Färberböck.
SW-Tests: Große Nachfrage
Die "Time-to-market"-Problematik bringt vor allem die Softwareentwicklung und Softwaretests unter gehörigen Druck, besonders was die Kosten betrifft. Hans Schmit: "Im Vordergrund unserer Lösungen stehen Kostensenkungen im SW-Entwicklungsbereich, Reduzierung der Fehlerquoten durch effiziente SW-Tests und die Reduktion der laufenden Wartungskosten durch ständige Qualitätsverbesserungsmaßnahmen." Und Hannes Färberböck ergänzt: "Im Bereich der Agilen Softwareentwicklung und im Bereich des Software-Tests als Dienstleister sind wir Pionier in Österreich."
Der Agile Softwareentwicklungsansatz ist explizit auf sich ändernde bzw. sich erst im Laufe der Entwicklung ergebene Anforderungen ausgerichtet. Entsprechende Techniken führen dazu, dass neue bzw. veränderte Anforderungen auch noch in weit fortgeschrittenen Projekten mit hoher Produktivität umgesetzt werden können. Der Bereich der SW-Testung trägt mittlerweile 50% des Umsatzes bei, die Nachfrage nimmt durch die Professionalisierung in den Unternehmen laufend zu. Verstärkt werden die entsprechenden Aktivitäten des Unternehmens durch den Aufbau eines eigenen SAP-Test Kompetenzzentrums unter der Leitung von Jan Overbeck: "Wir bauen ein SAP-Testcenter auf, weil Testen einen mächtigen Verstärker für den Nutzen aus SAP-Systemen darstellt."
Neue Märkte im Visier
Für die Ausweitung des Geschäfts über die Grenzen Österreichs hinaus zeichnet Johannes Adler verantwortlich: "Wir sind sehr stolz darauf, dass uns das deutsche Bundesland Sachsen als Testpartner im Bereich von E-Government-Lösungen ausgewählt hat!" Die Internationalisierung werde auch gemeinsam mit Kunden erreicht: "Wir begleiten natürlich unsere österreichischen Kunden auch in die CEE-Staaten", so Adler. Stark sei man derzeit vor allem im Bereich Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und im Öffentlichen Sektor. Im letztgenannten Bereich punktet insbesondere das Tochterunternehmen aforms2web, das "Spezialist rund um das Formular" ist und erst unlängst einen großen Auftrag mit dem Fürstentum Liechtenstein abgeschlossen hat.




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8/2011
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 