Marc Pfammater ist seit drei Jahren Check Point Country Manager in der Schweiz. Vor wenigen Monaten hat er auch die Verantwortung für Österreich übernommen. Die starke Verankerung des Unternehmens im Enterprise-Umfeld soll hierzulande durch eine fokussierte Ansprache mittelständischer Unternehmen erweitert werden. "Wir haben noch Nachholbedarf in Österreich", so Pfammater, der damit rechnet, in den nächsten drei Jahren den Umsatz am heimischen Markt zu verdoppeln.
Damit dieser Plan auch greift, wird noch heuer das Check Point-Team vor Ort von zwei auf vier Personen aufgestockt. Außerdem sollen den derzeit 25 zertifizierten Partnern noch weitere hinzugefügt werden. "Wir suchen vor allem Partner zu zwei Themenbereichen: Appliances und UTM (Unified Thread Management) sowie Endpoint Security."
Das erklärte Ziel ist es, auch im KMU-Markt eine dominante Stellung zu erreichen. Ein bisschen hadert Pfammater hier noch mit dem Vorurteil, das Check Point als High-End-Anbieter auch High-End-Preise verlange und betont: "Check Point ist nicht zu teuer für KMU!" Außerdem stützten die Produkte neue Dienstleistungen im Managed Services-Umfeld, die gerade für den Mittelstand interessant seien und von denen auch die Partner profitieren würden.
Virtualisierung als Wachstumstreiber
Über ein Viertel des Check Point-Umsatzes in Österreich und der Schweiz wurde 2007 bereits mit Virtualisierungslösungen und Appliances gemacht, so Pfammatter. Virtualisierung sei auch im Security-Umfeld ein zunehmender Trend, um Kostenreduktion zu erreichen, die Flexibilität zu erhöhen und die Konsolidierung voranzutreiben. Während hier Großunternehmen schon länger aktiv seien, werde das Thema zunehmend auch für den Mittelstand interessant, so Pfammatter.
"Check Point profitiert bei der Virtualisierung von seinem langjährigen Know-how", erklärt der Country Manager, denn technisch seien solche Lösungen sehr anspruchsvoll. Dafür könnten Unternehmen stark bei der Infrastruktur einsparen und sowohl funktionale, geographische als auch organisatorische Notwendigkeiten und Veränderungen leicht nachvollziehen und managen.
Endpoint-Security bis zum Handy
Mit der Übernahme des Datenverschlüsselungs-Spezialisten Pointsec Ende 2006 ist Check Point jetzt auch in diesem Metier eine Größe. "Die Produkte schützen und verschlüsseln sensitive Geschäftsinformationen, die auf PCs und anderen mobilen Endgeräten wie Laptops, PDAs und Handys hinterlegt werden", so Pfammatter.
Endpoint-Security sei derzeit ein Wachstumsegment, beispielsweise angeregt durch die Migration auf Windows Vista. Prinzipiell befinde sich die Thematik aber erst in einem frühen Stadium, so Pfammatter und betreffe vor allem Projekte, wo es um die Einbindung und Security von Laptops gehe.
In Zukunft werde er aber auch die vielen anderen mobilen Decives bis zum Handy erfassen, wobei die Vielfalt der Endgeräte eine Lösung benötige, die die "Kompatibilität mit weit verbreiteten Produkten von mehreren hundert Drittanbietern gewährleiste". Denn, so Pfammatter, die Verantwortlichen in den Unternehmen hätten es aufgegeben, den Mitarbeitern bestimmte Devices vorzuschreiben: "Bei der Gerätewahl wird von den Anwendern einfach die Variationsbreite gefordert, die der Markt anbietet."
Grundversorgung mit Sicherheit
Und wie sieht der neue Country Manager den Standpunkt Check Points im zunehmend sicherheitsbedrohten Umfeld globaler IT-Strukturen? "Wir bieten die technologisch bestmögliche Grundversorgung mit Sicherheit", erläutert Pfammatter, "aber dieser Schutz kann nie hundertprozentig sein." Für das notwendige Sicherheitsbewusstsein der Anwender müssen die Unternehmen Sorge tragen. Hier werde auch von den Check Point-Partnern viel getan, und ein umfassendes Security-Consulting angeboten.
Bedenklich stimme ihn aber, dass die technischen Möglichkeiten sogar von großen Unternehmen noch nicht durchgehend genützt würden: "Viele sicherheitsrelevante Vorfälle könnten schon allein dadurch entschärft werden, dass man die Daten auf den Laptops verschlüsselt. Aber ich kenne aus der Praxis große Unternehmen mit sensiblen Daten, wo das immer noch kein Thema ist."




7/2011
6/2011
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bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 