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25 Jahre MONITOR

MONITOR vergibt den Rudi-Wolf-Preis

Ausgezeichnet

In Erinnerung an unseren 2006 im Alter von 78 Jahren verstorbenen Autor Rudi Wolf vergab MONITOR heuer aus Anlass seines 25-Jahre-Jubiläums erstmals den Rudi-Wolf-Preis. Ausgezeichnet wurde der junge IT-Forscher Dipl.-Ing. Rudolf Blauensteiner für seine Arbeit zur besseren Auswertbarkeit von Videoaufzeichnungen.

Der Rudi-Wolf-Preis wurde aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des MONITOR heuer erstmal vergeben. In der Bildmitte sehen Sie den stolzen Gewinner Dipl.-Ing. Philipp Blauensteiner, flankiert von Univ. Prof. Dr. Gerald Steinhardt, Vorstand der Fakultät für Informatik der TU Wien (links) und Dipl.-Ing. Rüdiger Maier, Chefredakteur des MONITOR. Alle Bilder: Fakultät für Informatik, TU Wien

"Rudi Wolf war - tatkräftig unterstützt von seiner Frau Ilse - unser ältester Autor und hat sich immer für neueste Forschungsergebnisse und Technologien begeistert", so begründete ich die Verleihung des nach unserem 2006 verstorbenen Autor benannten Preises im gut besetzten Hörsaal der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität (TU) Wien.

Rahmen der Überreichung war der "epilog" dieser Fakultät, der zweimal jährlich stattfindet. Hier werden einerseits Diplomarbeiten in einer "Posterpräsentation" präsentiert und von einer Jury von Professoren bewertet. Anderseits werden für den Hauptpreis einige Diplomanden ausgewählt, die ihre Arbeiten im Hörsaal darstellen und erläutern dürfen.

Schatten von Objekt trennen

Über 150 Diplomarbeiten wurden im Rahmen des „epilog“ präsentiert und bewertet.

Zu letzteren gehörte beim heurigen Frühjahrstermin Dipl.-Ing. Philipp Blauensteiner, inzwischen bereits Dissertant zum Thema "Robotersehen" an der TU Wien. In seiner Diplomarbeit ("Motion Detection and Shadow Suppression in Video Streams") befasste er sich mit den Problemen, die durch Schattenwurf bei der Auswertung von Videoaufnahmen entstehen. So ist es etwa schwierig, einen Schatten von einer richtigen Person zu unterscheiden. Aber auch starke Lichtschwankungen, Reflexionen oder schwache Kontraste stellen die Wissenschaftler vor größere Probleme.

"Schatten schaffen bei der Auswertung von Videoaufzeichnungen Schwierigkeiten, da sie Objekte oder Personen praktisch unkenntlich machen können. Hier konnten wir einen Algorithmus entwickeln und testen, der den derzeit eingesetzten mathematischen Verfahren deutlich überlegen ist", erläutert Blauensteiner. Dabei wurde erstmals der von A. Hanbury 2003 beschriebene "Improved Hue Luminance and Saturation (IHLS) Colour Space" im Bereich der Videoüberwachung verwendet und ein statistisches Hintergrundmodell für diesen Farbraum entwickelt.

Hervorgegangen ist die Diplomarbeit unter Supervision von Dr. Martin Kampel, Institut für rechnergestützte Automation, Arbeitsbereich für Mustererkennung und Bildverarbeitung aus dem Projekt "Computerunterstützte Videoüberwachung in Bankfilialen".

"Die Idee war, auf Basis einer technischen Machbarkeitsstudie eine Software zu entwickeln. Sie soll es schaffen, Bildfolgen zu analysieren um Ereignisse automatisch zu erkennen", so Kampel. Das Überwachungssystem sollte in der Lage sein, drei Schritte automatisch durchzuführen: Es muss erkennen, ob und was sich im Bild bewegt (Bewegungserkennung). Hat es ein bewegtes Objekt identifiziert, wird es im Überwachungsvideo verfolgt - in der Fachsprache bezeichnet man dies als "Object Tracking". Im dritten Schritt wird mit Hilfe von Algorithmen die aufgenommene Szene automatisch interpretiert, um untypisches Personenverhalten zu erkennen. Kampel wie Blauensteiner liegt vor allem der kritische Einsatz der Videokameras am Herzen. "Die Privatsphäre und die individuellen Bedürfnisse von Personen müssen in jedem Fall gewahrt werden", betonen die Forscher. Die Finanzierung des Projekts erfolgte übrigens durch das Wiener Unternehmen Ing. Johann Schiessel Elektronik + Computertechnik.

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MONITOR-Autoren
Dunja Koelwel

Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. ..mehr..

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