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Green IT

Samsungs grüne Philosophie

Green IT als Wettbewerbsvorteil

Umweltschutz wird bei Samsung großgeschrieben. Das koreanische Unternehmen achtet bei seinen Produkten auf nationale und internationale Umweltauflagen. Ein eigenes Umweltschutzprogramm soll zudem sicherstellen, dass die gefertigten Produkte den höchsten Umweltschutzkriterien entsprechen.

Klaus Lorbeer

Copyright: Samsung Electronics

Noch vor nicht allzu langer Zeit waren elektronische Geräte und deren Fertigung nicht unbedingt das, was man als umweltfreundlich bezeichnen würde. Doch das ändert sich gerade. Die führenden Unternehmen der IT-Branche sind vehement dahinter, ihr umweltzerstörerisches Image als Produzenten von Geräten mit hohem Schwermetallanteil und chlor- und bromorganischen Verbindungen abzulegen. Geholfen haben dabei verschärfte Umweltschutzgesetzte sowie Zertifizierungs- und Umweltzeichensysteme, übrigens vor 30 Jahren erstmals eingeführt von Deutschland (Blauer Engel). Zahlreiche andere Länder zogen nach und schufen Umweltzeichen wie TCO (Schweden), Energy Star (USA) oder RoHS (EU).

Zertifizierungen sind wichtig

Kleiner und leise: Das Samsung Multifunktionsgerät CLP-300 druckt mit einem Geräuschpegel im laufenden Betrieb unter 48 dB nicht nur äußerst leise, sondern beeindruckt auch durch seine für einen Laserdrucker kompakte Bauweise

Für Samsung sind der Umweltschutz und Green IT seit vielen Jahren ein wichtiges Thema, was sich auch daran zeigt, dass mit der Einführung des koreanischen Eco-Labels (KOECO) im Jahr 1992 regelmäßig Samsung-Produkte mit diesem Zeichen ausgezeichnet wurden. Umweltschutz war in Asien sofort ein Renner, weiß Christian Retinger, Head of Information Systems Business bei Samsung Electronics Austria (SEAG), hierzulande brauchte es allerdings etwas länger bis das Thema Green IT eine Top-Priorität errang.

Die Vergabe von Umweltzeichen spielt auch hier eine große Rolle, bestätigt Retinger, der stark ein steigendes Interesse von Unternehmen an Zertifizierungen feststellt. Das gilt auch für Samsung, denn, so Retinger, "die Zertifizierungen sind Unterscheidungsmerkmal zu den B-Brands." Es sei die Aufgabe der Premium-Brands im Umweltschutz eine Vorreiterrolle zu übernehmen. "Wer wenn nicht wir?", fragt Retinger und verweist darauf, dass Samsung bei ihren Produkten auch die volle Kontrolle über die Komponenten, wie Speicherbauteile, Prozessoren, LCDs etc., habe, da das Unternehmen all diese Teile selber entwickle.

Überdies hat Samsung mit dem Eco-Mark ein eigenes Umwelt-Label eingeführt, mit dem hauseigene Produkte mit besonders umweltfreundlichen Eigenschaften gekennzeichnet werden. Zielgruppe sind Distributoren, Händler, NGOs und Konsumenten.

Darüber hinaus beginnt der Umweltschutz bei Samsung schon beim Design der Produkte, wo neben einem eleganten Aussehen (z.B. die Klavierlack-Optik der Samsung Laserdrucker) eben auch auf eine umweltfreundliche Konstruktion der Geräte geachtet wird. Als Beispiel nennt Christian Retinger den bei Samsung-Laserdruckern vorhandenen Tonersparknopf, wo Anwender bis zu 40% Toner sparen können und dabei kaum einen Qualitätsverlust hinnehmen müssten.

Green IT zahlt sich aus

SyncMaster XL20 war einer der ersten LCD- Monitore mit quecksilberfreien LED-Hintergrundlicht.

Retinger ist überzeugt davon, dass Green IT nicht nur der Umwelt (und damit uns allen) hilft, sondern auch den Unternehmen in ökonomischer Hinsicht einiges zu bieten hat. Green IT-Geräte seien im Betrieb nämlich billiger als herkömmliche IT-Produkte. So kann man aktuelle SyncMaster-Monitore derart programmieren, dass sie sich nach einer bestimmten Zeit ausschalten. "Das bringt bis zu 200 Euro pro Jahr pro Monitor", errechnet Retinger und verweist darauf, dass sich die Ersparnis bei großen Unternehmen zu einer erklecklichen Summe addieren kann.

Aus diesem Grund ist Retinger überzeugt, dass sich Green IT durchsetzen wird, da ein stromsparender Umgang beispielsweise mit Monitor oder Drucker für den Kunden tatsächlich eine Senkung der Kosten bedeutet. Das unterscheide auch die IT-Branche von anderen Industriesparten, wo Unternehmen große Investitionen tätigen müssten, wie z. B. einen Filter einbauen, um den Schadstoffausstoß zu senken.

In diesem Sinne erkennen die Unternehmen langsam die hohe Bedeutung von Green IT, ortet Retinger einen Bewusstseinwandel heimischer Unternehmer. Allerdings steht bei den Unternehmen weniger der Umweltgedanke im Vordergrund, als vielmehr der Spargedanke. "Der Umweltschutz ist quasi der Nebeneffekt," so Retinger. Selbst bei Ausschreibungen bemerkt der Samsung-Mann, dass Green IT beziehungsweise ein umweltfreundliches Produktangebot zunehmend eine Rolle spielt.

Anders sieht es bei den Heimanwendern aus. Im Unterschied zur Business-Seite, erklärt Retinger, "ist hier die Relevanz des Stromsparens nicht so eklatant wichtig wie bei den Unternehmen." Betrachtet man die Top-Down-Entwicklung von den Business-Anwendern zu den Konsumenten hin, sei hinzugefügt: Noch nicht.

Umweltfreundliche Produktinnovationen

„Green IT wird sich durchsetzen.“ - Christian Retinger, Head of Information Systems Business bei Samsung Electronics Austria (SEAG)

Das Umweltkonzept mag beeindruckend sein. Letztlich zählen aber die Produkte und deren Umweltbilanz.

Zu den umweltfreundlichen Vorzeigeprodukten zählt Samsung ihren CLP-300 Multifunktionsdrucker, der mit der Samsung-Technik NONOIS ausgestattet ist. Diese sorgt dafür, dass der Geräuschpegel des Druckers im laufenden Betrieb unter 48 dB bleibt. Zudem ist das Gerät sehr klein (39 cm (B) x 35 cm (L) x 27,5 cm (H)) und leicht (13,6 kg), was wiederum den Energieverbrauch reduzieren hilft.

Stolz ist Samsung auch auf ihren SyncMaster XL20, einer der ersten LCD-Monitore mit quecksilberfreien LED-Hintergrundlicht. Ferner entwickelten die Koreaner ein Brennstoffzellen-Notebook, das mit 1 Liter Brennstoff ca. ein Monat (bei 5-Tage-Betrieb pro Woche) ohne Nachladen verwendet werden kann. Die Brennstoffzelle wurde im Gehäuse des Samsung-Notebooks Sens Q35 untergebracht.

Auch in der Weiß- und Braunware ist Samsung tätig und bietet u. a. einen äußerst geräuscharmen Staubsauger (59 dB), eine energiesparende Klimananlage mit umweltfreundlichem Kühlmittel sowie einen DVD-Recorder, dessen Energieverbrauch um 22% und dessen Verpackung um 39% im Vergleich zu Vorgängermodellen reduziert werden konnte.

www.samsung.com/at

Samsungs grüne Philosophie
  • Umsetzung und Ausführung des Green Management Systems: Hier stehen Anstrengungen im Vordergrund, die helfen sollen Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit zu verbessern.
  • Einhaltung nationaler und internationaler Vorschriften: Samsung betont, dass man einerseits rigorose Standards und Anforderungen an sich selbst anlege, andererseits auch sehr darauf bedacht ist, die jeweiligen länderspezifischen Gesetze und internationalen Abkommen einzuhalten.
  • Verantwortung für den vollen Lebenszyklus von Produkten: Hier geht es Samsung um durchdachte Produktdesigns, den Einsatz von umweltfreundlichen Materialien und der Wiederverwertbarkeit von Produkten, die an das Ende ihres Produktzyklus angelangt sind.
  • Stetige Verbesserung aller Umweltbelange. Ziel ist es, durch neue Technologien den Ressourcen- und Energieverbrauch sowie den CO2-Austoß zu minimieren.
  • Schaffung eines sicheren und angenehmen Arbeitsplatzes. Samsung will seinen Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze bieten, die ihrer Gesundheit zuträglich sind und die Lebensqualität erhöhen.
  • Feste Partnerschaften mit Lieferanten und Unterstützung von Gemeinden. Gut funktionierende Partnerschaften mit den Lieferanten bilden ein gutes Fundament, um umweltfreundliche Technologien rasch umzusetzen. Zudem arbeitet Samsung auch auf regionaler Ebene mit den lokalen Behörden und Gemeinden zusammen, um Umweltanliegen schneller umsetzen zu können.

 

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Green IT

Green IT - IKT verursacht laut Gartner zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit als Treibhaus-Sünder auf einer Stufe mit dem Flugverkehr. Rechenzentren verbrauchen bis zu 100 Mal mehr Energie als normale Büroflächen. Technologischer Fortschritt und Raumnot bringen eine immer höhere Packungsdichte bei Prozessoren und Speichern. Im Schnitt werden bereits zwei Drittel des Energieverbrauchs allein von der (sehr oft inneffizienten) Kühltechnik gefressen.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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