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Green IT

Fujitsu Siemens Computers

Energieeffizientes Rechenzentrum

Fujitsu Siemens Computers konnte in seinem Rechenzentrum in Augsburg den Energieverbrauch von rund 3 auf 2 Mio. KW pro Jahr senken.

Bei Fujitsu Siemens Computers erkannte man schon früh die Notwendigkeit, Umweltkriterien in der Unternehmensplanung zu berücksichtigen. Dabei standen Einsparmöglichkeiten einzelner Maßnahmen im Vordergrund, aber auch das Bestreben, in allen Abteilungen, Prozessen und Ressourcen grünes Potenzial systematisch auszuschöpfen.

In einem mehr als zwei Jahre dauernden Prozess wurden nicht nur umfassende Veränderungen vorangetrieben, die Kampagne hat sich auch gelohnt: in manchen Bereichen wurden Kosteneinsparungen von 20% und mehr erreicht. Die konsequente Umweltorientierung der eigenen IT und die damit verbundenen monetären Vorteile sind inzwischen zu einem Vorzeigemodell für Kunden geworden.

Beispiel: Rechenzentrum Augsburg

Rechenzentren gelten als Energiefresser. Fujitsu Siemens Computers hat alle Komponenten konsequent auf Sparpotenziale untersucht. Im Augsburger Rechenzentrum lag das Hauptaugenmerk auf Klimasteuerung, Storage-Redesign sowie auf Server-Konsolidierung und -Virtualisierung. Betroffen waren davon ca. 350 Serversysteme unterschiedlichster Größe mit einer Datenlast von rund 150 bis 200 TB. Durch diese Maßnahmen konnten allein mehr als 25% Energie gespart werden - bei verdoppelter Leistung.

Der Blick auf die Rechentechnik lohnte: Maschinen mit höherer Kapazität wurden mit der Virtualisierungstechnologie von VMware weiter optimiert. Virtualisiert und konsolidiert wurde dabei nicht nur im zentralen Rechenzentrum, sondern auch in den Niederlassungen - mit durchschlagendem Erfolg.

BladeFrame Systeme senkten den Energieverbrauch im Server-Pool um rund ein Viertel. Die Kombination aus Blades und Virtual Machines trug dazu bei, die Anzahl der Server um die Hälfte zu reduzieren. Ein zentrales SAN löste die dezentralen Systeme ab, wobei der permanente Zugriff auf den zentralen Storage-Pool gewährleistet blieb. Doch Potenzial liegt nicht nur in den Maschinen.

Nachdem in einem ersten Schritt die Beleuchtung der ohnehin von außen gesteuerten Anlage abgeschaltet wurde, lag das Augenmerk auf durchgängigem Temperaturmonitoring. Alleine die Anhebung der Schwellwerte auf rund 25 Grad Celsius sparte zwischen 15 und 20% der Klimakosten. Der Betrieb zentraler Hybridklimaanlagen brachte eine weitere Kostensenkung um 20 bis 30%. Die Zentralisierung von unterbrechungsfreier Stromversorgung und Netzwerkkomponenten senkte den Strombedarf nochmals erheblich.

Etablierte Prozesse garantierten dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem Facility Management. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Mobility und Collaboration. Web-Conferencing und -Präsentationen verringerten das Reiseaufkommen vor allem für mobile Mitarbeiter. All diese Änderungen wurden parallel ausgerollt und fanden große Unterstützung im Haus - umso mehr, als Kosten/Nutzen-Rechnungen den Erfolg der Aktionen schnell belegen konnten.

Effizientere Arbeitsplätze

Ein Blick auf die Arbeitsplätze im Unternehmen offenbarte weitere Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen. Energieverbrauch war ein absolutes KO-Kriterium bei der Geräteauswahl. Integriertes Power Management, ein ECO-Button und ein neuartiges Kühlsystem in den Geräten waren dabei entscheidend. Die mit wenigen Einstellungen verbundene Einführung eines einzigen zentral verwaltbaren Standard-Clients brachte 15% Energieeinsparung - eine Maßnahme, deren Effizienz auch standardmäßig Kunden der System Management Lösung DeskView zugute kommt.

Der Einsatz von energiesparenden Flachbildschirmen mit voreingestellter, reduzierter Helligkeit senkte den Energieverbrauch für Monitore um glatte 40%. Doch bei weitem das größte Umwelt-Potenzial fand sich im Printer-Bereich. Weniger, zentral platzierte Drucker derselben Marke, zentrales Management und Wartung garantieren eine ständige Kontrolle des Ressourcenverbrauchs - unterstützt von so einfachen Dingen wie Standarddruck beidseitig und schwarz/weiß.

Bis zu 70% der Mitarbeiter bei Fujitsu Siemens Computers arbeiten mittlerweile mit Laptops - Geräte, die gerade einmal halb so viel Energie wie normale Desktop-Computer benötigen - und nutzen Collaboration-Tools. Der konsequente Einsatz von Lösungen wie WebEx, Netmeetings, Life-Meeting und Office Communication Server half, die Reisekosten des Unternehmens wesentlich zu senken.

Erzielte Erfolge

Der Effekt der Maßnahmen war selbst für die Verantwortlichen überraschend. Nicht nur konnte der ROI in weniger als einem Jahr erreicht werden - hier schlagen die Kosten für Strom und Verbrauchsmaterialien sehr schnell zu Buche - auch das Umweltbewusstsein im Unternehmen ist gestiegen.

Kein Wunder also, dass weitere Maßnahmen geplant sind. So ist ein Team den verbliebenen Wärmenestern im Rechenzentrum auf der Spur, weitere Virtualisierung, Konsolidierung und Automatisierung soll die Geräteauslastung steigern, und zum Storage-Pooling wird auch ein Backup-Pooling auf Basis der eigenen CentricStor kommen.

www.fujitsu-siemens.at

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Green IT

Green IT - IKT verursacht laut Gartner zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit als Treibhaus-Sünder auf einer Stufe mit dem Flugverkehr. Rechenzentren verbrauchen bis zu 100 Mal mehr Energie als normale Büroflächen. Technologischer Fortschritt und Raumnot bringen eine immer höhere Packungsdichte bei Prozessoren und Speichern. Im Schnitt werden bereits zwei Drittel des Energieverbrauchs allein von der (sehr oft inneffizienten) Kühltechnik gefressen.

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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