Der EeePC von Asus ist seit dem 24. Januar in Deutschland und auch Österreich für rund 299 Euro erhältlich, doch in beiden Ländern war die erste Lieferung von 20.000 Einheiten binnen weniger Tage sowohl in den Großmärkten als auch bei den Online-Händlern ausverkauft.
Laut Gartner gingen in Deutschland im ersten Jahresquartal 2008 etwa 2,9 Mio. PCs über den Ladentisch, ein Zuwachs von 17,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Besonders die mobilen PCs legten in Stückzahlen um 40% auf 57% Anteil zu, während die Desktop-PCs um 3,3% nachgaben. Und hier gab der EeePC einen dicken Schub, fallende Preise scheinen alle Befürchtungen um einen rückläufigen PC-Markt zu konterkarieren", konstatiert Analystin Meike Escherich. Asus will bis zum Jahresende zwischen 3 und 5 Mio. EeePCs weltweit absetzen.
Der EeePC 4G hat mit diesem selbst für das Asus-Management nicht erwarteten Erfolg ein neues Marktsegment eröffnet, das trotz der verhältnismäßig niedrigen Margen nun auch andere Hersteller interessiert. "Die Ära dieses Marktsegmentes hat erst begonnen. Mögliche Nachfolgemodelle und andere Konfigurationen sind eine logische Konsequenz aus der erfolgreichen Markteinführung", unterstreicht Verkaufsdirektor Oliver Barz von der Asus GmbH. Das gilt offensichtlich auch für ein vorinstalliertes Windows XP (Aufpreis) sowie ein UMTS-Modul in Zusammenarbeit mit T-Mobile (auch für Österreich). "Wichtige Kernbauteile sind am Weltmarkt relativ knapp, was die Verfügbarkeit des EeePC in gewissen Grenzen noch einschränkt", gibt Barz allerdings zur Liefersituation zu bedenken.A5-Format und geringes Gewicht
Großer Vorteil ist das Gewicht von 920 Gramm bei 22,5 cm x 16,4 cm, eher nachteilig das 7-Zoll-Display mit 800 x 480 Bildpunkten (GMA900-Grafik mit Hauptspeicherzugriff). Der Prozessor kommt noch aus der veralteten Celeron-Linie (M900 ULV, 90-Nanometer-Technologie) von Intel, der Hauptspeicher von 512 MB sowie die Solid Stated Disk von 4 GB reicht für das vorinstallierte Xandros-Linux nebst gängigen Anwendungen aus. Ethernet und WLAN sowie eine Webcam (0,3 Megapixel) sind integriert, der 4-Zellen-Akku (5200 mAh) ist für 3,5 Stunden Laufzeit gut.
Das Xandros-Linux basiert auf der Debian-Distribution und ist mit einem Launcher ausgestattet, der die typischen Linux-Applikationen wie Open Office oder Firefox auf dem kleinen Display recht übersichtlich darstellt. Über den VGA-Ausgang lässt sich ein Zweitbildschirm anschließen, hier sind laut Tests bis zu 1024 x 800 Pixel darstellbar. Das Booten geht dank SSD mit rund 20 Sekunden flott vonstatten,
In diesen Tagen dürfte das erste Nachfolgemodell, der EeePC900, in den deutschen und österreichischen Handel kommen. Wichtigste Neuerung ist das auf knapp 9 Zoll Diagonale vergrößerte Display, das nun auch mit 1024 x 600 Bildpunkten nicht nur für Windows XP, sondern auch für das Surfen im Internet mit Firefox hinreichend Fläche bietet. Der Hauptspeicher verfügt mit 1 Gigabyte über ebenfalls ausreichend Platz für Windows nebst Anwendungen. Mehr der Ästhetik genügen das metallene Keyboard mit Scrollbar und Touchpad. Laut Asus soll der Preis für diese Variante mit Xandros-Linux oder Windows XP mit 399 € um 100 € über dem EeePC 4G liegen Später dürfte ein EeePC 1000 mit 10-Zoll-Bildschirm und Atom-Prozessor folgen, eine erste Ankündigung gab es bereits auf der Computex in Taipeh/Taiwan. Zudem reduzierte Asus den Preis für den EeePC 4G, auch wegen des einsetzenden Wettbewerbsdrucks durch Acer, Dell (Inspiron Mini), Elitegroup (G10IL), (HP (2133), MSI (Wind PC) und andere Hersteller.Der Wind PC von MSI beispielsweise kommt mit Atom-Prozessor, 8,9- und 10-Zoll-Display mit 1024 x 600 Bildpunkten und LED-Hintergrundbeleuchtung für mehr Helligkeit und besserer Farbwidergabe sowie knapp 1 Kilogramm Gewicht daher. Als Massenspeicher dient hier eine 2,5-Zoll-Festplatte, schockfest bis 80 g. Auch die Leistungsaufnahme im Betrieb ist mit 2,5 Watt bemerkenswert niedrig und soll zu einer Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden führen, so der Hersteller.







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