"Es ist ja schon in unseren Geschäftsberichten deutlich erkennbar, dass wir gerade den Bereich der Dienstleistungen noch deutlich ausbauen können. Dieses Ziel will auch ich hier in Österreich bestmöglich unterstützen", erläutert der neue Generaldirektor. Dazu zähle etwa das Outsourcing-Geschäft ("managed infrastructure services") oder die Beratungsleistungen. Auch im Bereich der Software sieht Kemler noch Möglichkeiten: "Während wir im Hardware-Geschäft fast ausschließlich über Partner am Markt agieren, liegt der Bereich der Software mehr in unseren Händen."
Hier gelte es, durch weitere gezielte Zukäufe das Angebot zu verbreitern und sich insgesamt "noch stärker als Lösungspartner in den Vorstandsetagen der großen Unternehmen zu verankern". Ziel müsse es letztlich sein, mit einem umfassenden Portfolio das Kerngeschäft der Kunden zu verbessern und zu erleichtern. Und hier liegt noch viel Potential: "Es ist interessant zu beobachten, dass der Bereich EMEA nun erstmals einen größeren Anteil am Konzernumsatz erreicht hat als USA. Die Nachfrage ist gut und wir sind aufgefordert, mit entsprechenden Angeboten die Kunden zu überzeugen!"
Green IT
"Wir konnten in letzter Zeit feststellen, dass für die Rechenzentrumsbetreiber nicht mehr das Platzproblem zentral ist, sondern vielmehr der Energieverbrauch. Durch steigende Preise und eng beschränkte Ressourcen in vielen Ländern entstehen hier neue Herausforderungen", analysiert Kemler. Daher sei auch das Interesse an dem seit März angebotenen "Thermal Assessment" groß: " Da geht es vor allem um eine Analyse der Kühlung sowie der Luftströme im Rechenzentrum. In einem Modellprojekt beim heimischen Mobilfunker Hutchison 3G konnten wir so rund 15% Einsparung an Energiekosten ohne aufwendigen Hardwarewechsel erreichen."
Die Basis und den Mittelpunkt dieser Dienstleistung stellt eine dreidimensionale thermische Zonenkarte dar. Die verschiedenen Luftströmungen und Temperaturen im Rechenzentrum werden ähnlich Bildern einer Wärmekamera farblich im Software-Analysetool dargestellt. So lässt sich anschaulich überprüfen, wo die Schwachstellen im Kühlsystem liegen.
Partner Programm ausgebaut
"Wir agieren bereits seit 20 Jahren im SAP-Markt und sind selbst einer der größten Anwender weltweit. Was liegt da näher, als diese Expertise auch unseren Kunden anzubieten, wenn die sich bereits für SAP entschieden haben", so Kemler. IT-Spezialisten seien derzeit ja in allen Bereichen Mangelware und Firmen könnten für die notwendige Weiterentwicklung etwa ihrer SAP-Systeme nicht selbst das notwendige Wissen vorhalten. "Gerade mit der neuen Version ERP 6.0 und der Plattform NetWeaver steht ein Architekturwechsel an, der für die IT-Abteilungen nicht einfach zu bewältigen ist. Hier können unsere Spezialisten auch über Grenzen hinaus zum Einsatz kommen", freut sich der Generaldirektor. Der Zugriff auf lokale Spezialisten sei gerade in Ländern wie Österreich wichtig und nachgefragt: "Deshalb besitzt bei uns die Personalgewinnung z. B. über die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten und die Entwicklung unserer Mitarbeiter und Partner einen hohen Stellenwert!"
In diesem Sinne hat das Unternehmen auch kürzlich international den weiteren Ausbau des Preferred Partner Programms mit Wirkung zum 1. November 2008 angekündigt: HP führt die neue Goldpartnerschaft ein und erweitert das Programm um die Spezialisierung "Virtualisation". Dazu wird erheblich in zusätzliche Ressourcen für das Partnerprogramm investiert, um mehr Partnern eine aktive Betreuung zu ermöglichen. Gemeinsam mit Microsoft wurde auch der Ausbau der Frontline Partnership (FLP) angekündigt.
Die vollständige Studie von Sine Nomine kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: www.hp.com/go/bladepowerreport.





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Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. 