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Computer

Beko: Smart Home

Das intelligente Heim wird Realität

In Linz kann die nahe Zukunft im betreuten Wohnen in Form des Beko "Smart Home" bereits besichtigt werden. Schon bald sollen ältere Menschen und moderne Technik für ein besseres Leben zusammenfinden.

Gregor Kucera

Modernste Technik als Assistent für ein selbständiges Leben - auch im reiferen Alter und in den eigenen vier Wänden. So lautet das Credo der "Smart Home Solutions" von Solution Provider Beko. Das Zusammenspiel von Technologie, Betreuungs- und Pflegepersonal, öffentlichen Institutionen und Wirtschaft soll das intelligente Haus mit allen Vorteilen und Möglichkeiten für ältere Menschen nutz- und auch leistbar machen.

Es ist kein Geheimnis, dass die europäische Bevölkerung immer älter wird. Im Jahr 2050 werden an die 2,5 Mio. Menschen in Österreich über 65 Jahre alt sein. Um die Betreuung dieser Menschen und deren selbständiges Leben sicherzustellen, bedarf es neuer Pflegekonzepte. Die Beko Engineering & Informatik AG hat es sich mit seiner Lösung zum Ziel gesetzt, ein effizienteres Management und eine effizientere Erbringung von Leistungen der Gesundheits- und Sozialfürsorge zu ermöglichen. Zudem sollen die älteren Menschen wieder am digitalen Leben teilhaben können und in das Wirtschaftsleben integriert werden. Auch der Privatwirtschaft werden durch das System bisher verschlossene Zugänge geöffnet.

Usabilty und Barrierefreiheit

Beko Smart Home Solutions: Die älteren Menschen sollen über den Fernseher als gewohntem und bekanntem alltäglichen Begleiter, ihr Leben organisieren können.

"Ganz wesentlich für uns war dabei das Thema Usability", so Ingmar Goetzloff von Beko, "Barrierefreiheit war das Maß aller Dinge. Es muss sichergestellt sein, dass sich die älteren Menschen mit der Technik zurechtfinden und ihre Hemmschwellen fallen lassen."

Im Wesentlichen besteht das System aus einer Set-Top-Box, die an den Fernseher angeschlossen wird. Breitbandinternet ist ebenso ein essentieller Bestandteil des Systems, ermöglicht es doch die Kommunikation der Geräte untereinander wie auch die Interaktion mit der Umwelt. Je nach den Bedürfnissen der Anwender können unterschiedlichste Dienste in das System integriert werden. Die Liste der Möglichkeiten scheint keine Begrenzung zu haben - Essen auf Rädern, das Rote Kreuz, Ärzte, Freunde, Familie und auch Angebote der öffentlichen Hand und der Wirtschaft lassen sich über standardisierte Schnittstellen integrieren.

Die älteren Menschen sollen über den Fernseher, als gewohntem und bekanntem alltäglichem Begleiter, ihr Leben organisieren können. Eine integrierte Kalenderfunktion erinnert nicht nur an Treffen mit Freunden oder Verwandten, sondern auch an Arztbesuche, Pilleneinnahme oder entgangene Anrufe am Telefon. Berechtigte Personen, wie etwa Familienmitglieder können im Kalender ebenfalls Termine eintragen und auch Dienstleister, vom Arzt bis zum Essenslieferanten, können so mit ihren Kunden interagieren. Ein Vorlesedienst, der derzeit noch eine gewöhnungsbedürftige metallene Stimme hat, aber vielleicht bald wie Chris Lohner klingen wird, kann seinen Besitzern SMS-Meldungen, Nachrichten, Termine oder auch Hörbücher vorlesen.

"Die ersten Tests haben gezeigt, dass eine der beliebtesten Funktionen der so genannte Schlüsselfinder ist", so Goetzloff. Wenn ein Anwender das entsprechende Symbol im Menü drückt, sendet der Fernseher einen hohen Ton aus, auf den die verlegten Gegenstände "reagieren" und sich melden. "Wir haben das Menü sehr übersichtlich und barrierefrei gestaltet. Die Anwender müssen klar erkennen welche Funktionen verfügbar sind und wie sie diese bedienen. Daher setzen wir bei unserer Lösung auch auf eine sehr einfache Fernbedienung über die sich alle Menüpunkte auswählen lassen." Tatsächlich zeigen sich die ersten Tester sehr überzeugt vom System. Berührungsängste gab es bei den ersten Testläufen keine. Derzeit wird die Linzer Schauwohnung von Senioren ausgiebig probiert und soll nach den Auswertungen der ersten Daten dann auf weitere Gebäude und Städte ausgedehnt werden.

"Entscheidend ist auch, dass alle an einem Strang ziehen und auf eine gemeinsame und einheitliche Lösung setzen. Wir haben hier bereits positives Feedback von Rettungs- und Sozialdiensten und der öffentlichen Hand erhalten und hoffen zahlreiche weitere Interessenten von unsere Lösung zu überzeugen", so Goetzloff, der derzeit zwischen Linz und Wien in Sachen "Smart Home Solution" pendelt.

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Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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