Ein Zaubermittel für diesen Boom sind neben der Steuerfreiheit vor allem unkomplizierte Betriebsansiedelungen unter Gewährleistung einer hervorragenden Infrastruktur. Eines der herausragenden Beispiele ist die Dubai Internet City, eine riesige Freihandelszone etwa zwanzig Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum Dubais entfernt. Konzipiert als Zentrum für Internet-, Software und Telekomfirmen, ist die Internet-City seit der Gründung im Oktober 2000 zum Magnet für große und kleine Firmen aus der Branche geworden.
Mittlerweile ist die DIC als Techno-Metropole im Wüstensand zum wichtigen Mideast-Sitz für Konzerne wie Cisco, Sun, Microsoft, Hewlett Packard, Nokia, Sony Ericsson, Oracle oder Siemens und sogar Mastercard geworden.
Der besondere Reiz der DIC ist aber die Ansammlung vieler verschiedener, kleiner Unternehmen. Denn die unbürokratische Firmengründung hat viele Startups und auch Freelancer angezogen, die von der Steuerfreiheit im Emirat und den niedrigen bürokratischen Schranken profitieren. Mittlerweile ist die DIC Heimat für mehr als 1.000 Firmen und rund 15.000 IT-Spezialisten.
Die DIC gilt als erste "E-Business-Freihandelszone" der Welt. Die räumliche Nähe der Firmen sorgt für Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer. Außer im Silicon Valley gibt es keine so große Zusammenballung von Branchenunternehmen weltweit.
2007 mit 33% Wachstum
Allein im vergangenen Jahr sei die DIC um 33% gewachsen, sagt Malek Al Malek, Manager für Partner Relations der DIC. 112 neue Firmen haben sich 2007 neu angesiedelt, so Malek. Neben der 100prozentigen Steuerfreiheit sei auch die Tatsache, dass die Firmen vollständig im Besitz ihrer Gründer bleiben, ein Argument für die Neuankömmlinge. Außerhalb der Freihandelszonen müssen nämlich Firmen in den Emiraten stets einen einheimischen Mehrheitspartner haben, was in der DIC aber eben nicht der Fall sei.Zu den neuen Firmen, die 2007 neu dazu gestoßen sind, gehören die British Telecom, Verisign, Qualcomm und Google, erzählt Malek. Diese fühlen sich auch durch die sensationellen Wachstumsraten des IT-Business in den Vereinigten Arabischen Emiraten angezogen, die 2007 laut Gartner 20% betrugen. Der gesamte Branchenumsatz stand bei einem Volumen von 850 Mio. Dollar. Um 2011, so Malek, sollte die Milliardengrenze erreicht sein, das zweitstellige Wachstum werde aus heutiger Sicht weiter gehen.
Das Angenehme an der DIC beginnt schon bei der Firmengründung: Es steht ein One-Stop-Shop zur Verfügung, bei dem alle Formalitäten erledigt werden können. Die Behörden kommen in Dubai also zu den Gründern und nicht so wie andernorts, vor allem auch in Österreich, umgekehrt. Um eine Firma in der DIC zu gründen, gibt es keine Laufereien, keine Wartezeiten, keine unfreundlichen Schalterbeamten und keine Stempelmarken. Man erhält die Firmenpapiere, seine Aufenthalts- und Arbeitgenehmigung, seine Zollpapiere und so weiter an ein und derselben Stelle. Viele Sachen können auch bequem per Web erledigt werden. Die Büros sind auf dem letzten technischen Standard, und die Community der DIC stellt auch ausreichend nicht-technische Infrastruktur wie Nahversorgung, Cafés, Banken, Reisebüros, Autovermietung, Apotheken, Kliniken, Sportmöglichkeiten und sogar Beauty Salons zur Verfügung.
Das Leben und Arbeiten in der DIC muss man sich sozusagen als "Breitband-Alltag" vorstellen. Alles wird über High-Speed-Ethernet abgewickelt, Breitbandfernsehen zum Beispiel oder IP-Telefonie. Eine 2 MBit/s-Verbindung gehört in der gesamten DIC zum Standard, sagt Farid Faraidooni, DIC-Telekommunikationschef.





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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 