SAPPHIRE 2008 Berlin
Weiteres Wachstum
Rüdiger Maier
"Heute haben wir von Co-Vorstandschef und künftigem SAP-Chef Leo Apotheker bestätigt bekommen, dass neben den Business Objects Lösungen auch die bestehenden Business-Intelligence-Module (BI) mindestens bis 2011 weiter gepflegt werden", fällt dem DSAG-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Karl Liebstöckel sichtlich ein Stein vom Herzen. Der Zeitplan für die erst Anfang des Jahres erfolgte Übernahme von Business Objects sei mit einer geplanten Integration bis 2010 allerdings durchaus ehrgeizig. "Natürlich bieten die Business Objects Produkte viele neue Möglichkeiten an BI-Anwendungen, aber die Aufnahme bei den SAP-Anwendern können wir nicht vorhersagen."

Arbeitet an der Umstrukturierung der DSAG: Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Karl Liebstückel
Die DSAG hatte auch heuer parallel zur Sapphire ein eigenes Programm für den wechselseitigen Austausch zwischen den weltweiten Organisationen, was "unsere Wahrnehmung bei SAP" deutlich gesteigert habe. Besonders auch das seit vier Jahren agierende PIT (product influencing team) oder der "CIO-Cercle" seien wichtige Instrumente zur Einbringung der Nutzer-Wünsche. In sogenannten Themengruppen arbeite man darüber hinaus gemeinsam mit SAP über ein halbes oder ganzes Jahr an bestimmten Funktionen. 32 Arbeitskreise mit etwa 150 Arbeitsgruppen erstellen konsolidierte und priorisierte Entwicklungs-Anträge, um Anwenderwünschen zur Verwirklichung zu verhelfen. Durch das starke Wachstum der DSAG laufe aber derzeit auch ein interner Umstrukturierungsprozess, der auf der Jahresversammlung zur Abstimmung kommen werde. "Wir sind bemüht, Prozesse zu straffen und zu beschleunigen und die interne wie die Kommunikation zu SAP zu verbessern!" Das Konzept soll für die nächsten zehn Jahre bestehen können, für Österreich werde ein eigenes Vorstandsressort vorgesehen.
Partner ausgezeichnet

Stolz auf den Pinnacle Award 2008 in der Kategorie „Software Solutions: Field Engagement“: Hans-Gerd Schaal, General Manager SAP Applications EMEA bei OpenText
"Unsere Lösungen für sichere Langzeitarchivierung und Dokumentenzugriff ergänzen die bestehenden Funktionalitäten von SAP-Anwendungen im Bereich Dokumentenmanagement", erklärt Schaal. Neben der hauseigenen Messe werde damit die Sapphire zu einer zentralen Veranstaltung, um den Markt über die gemeinsamen Aktivitäten zu unterrichten. In Zukunft wolle man etwa die osteuropäischen Märkte fokussieren, in denen SAP schon vertreten ist: "Damit wird auch Österreich für uns noch wichtiger, da wir von Wien aus die guten Beziehungen zu Osteuropa nutzen können", unterstreicht Schaaf. In den osteuropäischen Märkten agiere man über ein Partner-Netz: "Wir haben parallel mit der SAP-Partnerschaft unsere Partner-Strategie neu festgelegt. Wichtiger Punkt dabei ist etwa der hohe Schutz der Partnergeschäfte sowie ein eigenes "SAP Kompetenz Partner Programm!" Daher werde das Partnerumfeld weiter stark ausgebaut, auch um Branchengrößen wie Capgemini oder Accenture. "Durch die enge Kooperation mit SAP ist es für uns nun deutlich leichter, auch große Partner in unser Netzwerk zu integrieren", ist Schaaf stolz.
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